¡Rezension!: Die Dreizehnte Geschichte

VanaVanille
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder 

Titel: Die dreizehnte Geschichte
Autor: Diane Setterfield
Verlag: Heyne
Originaltitel: The Thirteenth Tale
Seitenzahl:
528
Preis: 9,99 € (D)
ISBN:
978-3-453-40549-3





Klappentext

Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiß keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern nieder brannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester.

Erste Gedanken
 
Mir wurde das Buch von einer Bekannten empfohlen, die auch sonst einen sehr ähnlichen Geschmack hat, was Literatur betrifft. Ich konnte mir also schon sicher sein, dass mir die Geschichte gefallen würde, doch trotz allem war ich skeptisch, da rätselhafte Romane über Familiengeheimnisse eigentlich nicht auf meiner Tagesordnung stehen.


Urteil

Auch wenn es im Klappentext nicht einmal erwähnt wird, so ist die eigentliche Protagonistin die Buchhändlerin Margaret Lea, welche den Auftrag bekommt die wahre Geschichte der geheimnisvollen Schriftstellerin Vida Winter aufzuschreiben. Vorerst noch irritiert, wieso gerade sie die "Auserwählte" ist, nimmt sie die Bitte an und macht sich auf den Weg zu der sterbenskranken Autorin. Auch wenn die Beziehung der beiden anfänglich noch sehr distanziert ist, so verändert sie sich im Laufe der Geschichte doch sehr stark und Maragret muss einsehen, dass es so einige Parallelen zwischen ihren Leben gibt.

Margaret ist eine sehr sympathische Protagonistin, was hauptsächlich daran liegt, dass sie Bücher über alles liebt und man sich somit gleich mit ihr verbunden fühlt. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in meinen Lieblingsromanen gibt es immer mindestens eine Person, die von Literatur fast schon besessen ist und so fand ich schnell einen Draht zu der jungen Frau. Ihre Gedanken und Beobachtungen werden präzise geschildert, ihre Gefühle kann man sehr oft nachempfinden und auch ihre Ticks haben schon etwas Liebenswürdiges. Man kann also sagen, sie ist eine "Heldin", wie man sie sich nur wünschen kann.

Um passende Worte für den Inhalt des Romans zu finden, könnte ich direkt die drei Begriffe auf der Rückseite des Buches wählen:

"Geheimnisvoll, Gespenstisch, Grandios."

Das würde ich ohne Widerworte unterschreiben, denn angemessener könnte man es nicht betiteln. Wie schon gesagt, bin ich nicht gerade eine Leserin, die sich auf Familiengeheimnisse stürzt und nicht aufhören kann die Zeilen zu verschlingen, bis sie das dunkle Rätsel endlich gelöst hat, aber diese Geschichte hat es mir einfach angetan. An manchen Stellen bemerkte ich das ständige Blättern nicht einmal und hatte plötzlich die Hälfte des Buches hinter mir, ohne zu wissen, wo die Zeit geblieben ist. Alle Charaktere sind perfekt beschrieben, sodass man sich ein Bild ihres Äußeren, wie auch ihres Inneren machen kann. Es braucht demnach nur ein paar Sätze und schon ist man mitten im Geschehen und spielt selbst die Rolle der Margaret, die vergeblich versucht endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Am interessantesten ist dabei, wie dann am Ende doch jede Figur mit der eigentlichen Geschichte verkoppelt zu sein scheint.

Um auf das Wort "Gespentisch" zurück zu kommen, so kann ich dazu noch sagen, dass es wirklich Stellen gibt, die einen gruseln und erschüttern können, wenn man sich denn auch auf die Geschichte einlässt. Düstere Orte werden beschrieben, das plötzliche Auftauchen von Charakteren, die man nicht erwartet hätte, lässt einen beim Lesen fast hoch schrecken und auch die Atmosphäre bietet in mancher Hinsicht ein Bild, welches einen schaudern lässt. Sprich, was den Schreibstil betrifft, so wird es kaum fesselndere geben.

Das Buch hat einen sehr simplen Aufbau, denn es besteht aus "Anfang", "Mitte" und "Ende" (schließlich noch einmal "Anfang", was sicherlich dafür steht, dass eine Geschichte niemals ein wirkliches Ende hat, da das Leben der Figuren immer weitergeht....blah blah, sorry, ich wollte nicht ausschweifen), welche auch wirklich beschriftet und dann in weitere Kapitel unterteilt sind. Es wird nichts vorweg genommen, weil Vida Winter darauf besteht, dass ihre Erzählungen immer der Reihe nach nieder geschrieben werden, von Anfang bis zum Ende. Und so spitzt sich alles bis zum Schluss zu, wo eine überraschende Erkenntnis und erstaunliche Wahrheiten auf einen warten. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zwar im Verlauf der Story einige Rätsel lösen konnte, das Ende dann aber doch sehr überwältigend war.

2 Kommentare:

  1. Oh meine Kirsche! Das klingt wie ein Buch für mich =)
    Ich liebe Familiengeheimnisse ;)

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  2. Das Buch hab ich schon zwei mal gelesen und find es immer wieder klasse.

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Cherry