Freitag, 31. Dezember 2010

¡Rezension!: Die Dreizehnte Geschichte

Eingestellt von Cherry um 06:14 2 Kommentare
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder 

Titel: Die dreizehnte Geschichte
Autor: Diane Setterfield
Verlag: Heyne
Originaltitel: The Thirteenth Tale
Seitenzahl:
528
Preis: 9,99 € (D)
ISBN:
978-3-453-40549-3



Klappentext:

Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiß keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern nieder brannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester.

Erste Gedanken:

Mir wurde das Buch von einer Bekannten empfohlen, die auch sonst einen sehr ähnlichen Geschmack hat, was Literatur betrifft. Ich konnte mir also schon sicher sein, dass mir die Geschichte gefallen würde, doch trotz allem war ich skeptisch, da rätselhafte Romane über Familiengeheimnisse eigentlich nicht auf meiner Tagesordnung stehen.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

¡Challenge!: ABC

Eingestellt von Cherry um 18:58 1 Kommentare
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder
Und eine weitere Challenge hat es mir angetan: Die ABC-Challenge von "Herzensbücher" funktioniert nämlich so:

2011 müssen mindestens 12 Bücher mit jeweils verschiedenen Buchstaben gelesen und rezensiert werden. Ihr könnt natürlich nur die 12 Bücher abarbeiten und dann erhaltet ihr 1 Los für die Endverlosung, aber ihr könnt euch natürlich auch noch extra Lose verdienen. Wenn ihr zwei Buchstaben mehr abgearbeitet habt kriegt ihr 1 extra Los (Wenn ihr 4 mehr habt 2 und so weiter...).

Kirsches Blogparade

Eingestellt von Cherry um 17:16 2 Kommentare
Wie die Erdbeere schon erzählt hat, gibt es zur Zeit auf der Seite  "Buchsaiten" eine Aktion, die sich Blogparade nennt. Eine wirklich tolle Idee, wie ich finde und deswegen mache ich ebenfalls mit:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Nichts: Was im Leben wichtig ist

Die Ethiklehrerin meiner Schwester hatte es ihr empfohlen und deswegen wollte sie auch, dass ich es lese. Zuerst war ich etwas skeptisch, was die Thematik anging, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Autorin wirklich so grausam vorgehen würde, wie andere es mir zuvor beschrieben hatten. Als ich es dann aber las, konnte ich es nicht mehr fort legen. Wirklich aufwühlend und philosophisch!

Blogparade zum Jahresende

Eingestellt von Strawberry um 14:00 2 Kommentare
Die liebe Frau von Saiten veranstaltet zum Jahresende hin eine Blogparade über dein persönliches Bücherjahr 2010. Da ich das ganz amüsant fand, werde ich versuchen sie zu beantworten.

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Gut gegen Nordwind, weil...

ich eigentlich mit E-Mail - Romane negative Erfahrungen gemacht habe und es Anfangs eher aus Langeweile und mit Widerwillen gelesen habe. Auch wenn die Handlung einfach gestrickt ist, sind es die Figuren, die das Buch zu meinem Lieblingsbuch gemacht haben.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

¡Rezension! - Matched

Eingestellt von Strawberry um 13:22 0 Kommentare

Titel: Matched
Verlag: Penguin
Deutscher Titel: Cassia & Ky 01 - Die Auswahl
Seitenzahl:
384
Preis: 11,30 € (D)
ISBN:
9780141333052





Klappentext:
On her seventeenth birthday, Cassia meets her Match. Society dictates he is her perfect partner for life. Except he's not. In Cassia's society, Officials decide who people love. How many children they have. Where they work. When they die. But, as Cassia finds herself falling in love with another boy, she is determined to make some choices of her own. And that's when her whole world begins to unravel...


Erste Gedanken:
Oh weh! So oder so ähnlich war mein erster Gedanke, als ich mir den Klappentext durchgelesen habe. Es hatte mich ein wenig an „Hunger Games“ erinnert: ein System, welches die Leute unterdrückt, Vorstellung unserer zukünftigen Welt und natürlich ein Mädchen zwischen zwei Männern. Und da ich an „Hunger games“ nie heran kam (obwohl anscheinend jeder so begeistert davon zu sein schien), hatte ich bei diesem Buch so meine Zweifel, ob es mir gefallen würde.

Sonntag, 26. Dezember 2010

¡Challenge! - I'm in...english - Challenge

Eingestellt von Strawberry um 20:28 1 Kommentare
2011 - ein neues Jahr, eine neue Challenge. Genau wie die Kirsche werde auch ich an einer Challenge teilnehmen:


        

In den letzten Tagen ist man als Leser etliche Male über diese Challenge gestolpert und da ich ein überaus großer Bewunderer der englischen Sprache bin, musste ich einfach dran teilnehmen.
Die Challenge ist also wie für mich geschaffen. Außerdem weiß ich jetzt schon, welches Buch ich im Januar lesen werde:

Forbidden von Tabitha Suzuma.

Man darf also gespannt sein!

Die Regeln:

In jedem Monat   muss mindestens ein Buch in englischer Sprache gelesen werden - ob es sich dabei um die Originalsprache des Buches handelt ist unerheblich. Damit sich ein positiver Effekt mit der regelmäßigen Sprachpraxis verbindet, muss für jedes Mal, wenn in einem Monat KEIN englisches Buch gelesen wird, ein weiteres englisches Buch gelesen werden - im schlimmsten Fall also ein Lesemarathon von 24 Büchern im Dezember 2011.
Um ausreichend Kenntnisse über das Buch nachzuweisen, soll jeweils eine Rezension verfasst werden, die aber auch – im Gegensatz zur Lektüre – in einem anderen Monat verfasst werden darf, also mindestens 12 Rezensionen bis 31.12.2011.

Quelle: Libromanie

Samstag, 25. Dezember 2010

¡Challenge!: Alte Freunde

Eingestellt von Cherry um 20:40 1 Kommentare
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder
Ich habe es gewagt und nehme nun an meiner ersten Challenge teil.
Da unser Blog ja noch ziemlich neu ist und wir uns in der Welt des Rezensions-Schreibens noch beweisen müssen, hoffe ich, dass wir ein wenig an Publicity gewinnen werden. Hier kommt die Beschreibung (welche ihr auch hier findet):

Wann hast du das letzte Mal dein Lieblingsbuch gelesen? Wann das letzte Mal in dem Buch geblättert, dass sich an deine Kindheit erinnert? Bist du auch so damit beschäftigt, deinen SUB abzubauen, dass du die Bücher, die du schon gelesen hast, ganz vergisst? In der „Alte Freunde Challenge“  geht es darum, die Bücher noch einmal zu lesen, die uns richtig begeistert haben und die wir gerne noch einmal lesen würden, aber es einfach nie tun.

Die Regeln sind ganz simpel:

  • Vom 1.1.2011 bis zum 1.7.2011 werden 6 Bücher noch einmal gelesen. Das macht ein Buch pro Monat und sollte eigentlich zu schaffen sein, ohne den SUB zu vernachlässigen.
  • Diesmal möchte ich keine Rezension im üblichen Sinne, sondern einen Bericht darüber, wie es war, das Buch noch einmal zu lesen und was sich dabei eventuell geändert hat.
  • Teilnehmen kann natürlich wieder jeder mit Blog oder ohne.
  • Und eine Belohnung gibt’s für den einen oder anderen sicher auch, falls das Los auf ihn fällt

Ich bin noch am Überlegen, welche 6 Bücher ich wählen werde. Am liebsten würde ich mir einige aus meinen Kindertagen aussuchen, aber leider besitze ich viele davon nicht mehr, da ich früher öfter Bibliotheken besucht und die Romane dort nur ausgeliehen habe. Es werden also wahrscheinlich Schätze werden, die bisher nur ein paar Jahre zurück liegen, aber mir damals unbeschreiblich gut gefallen haben. Sobald ich eine Liste zusammengestellt habe, werde ich sie hier veröffentlichen.

Diese Titel kommen bisher auf jeden Fall in Frage:

- Harry Potter und der Gefangene von Askaban
- Marsmädchen
- Zwei und Dieselbe
- Der Schatten des Windes
- Die Bücherdiebin
- Der Junge im gestreiften Pyjama
- Tintenherz
- Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
- Rubinrot

Zeitlich wird die Challenge jedenfalls zu schaffen sein und ich werde genug Platz in meinem Kalender haben um mich weiterhin auch anderen Büchern zu widmen. Die Rezensionen werden also nicht nachlassen.


¡Rezension!: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown

Eingestellt von Cherry um 05:43 0 Kommentare
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder 

Titel: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
Autor: Anne Helene Bubenzer
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Originaltitel:-
Seitenzahl:
480
Preis: 9,95 € (D)
ISBN: 
978-3-499-25289-1



Klappentext:

Von einem Bären, der auszog, die Menschen zu trösten. Henry N. Brown wird am 16. Juli 1921 als Teddybär geboren. Er erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird. So beginnt ein Leben, wie es turbulenter nicht sein könnte. Eine Odyssee durch Europa, durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden, Angst und Hoffnung, Sehnsucht und Glück – gesehen durch die Augen und erlebt mit dem Herzen eines Teddybären. Und überall, wo Henry hinkommt, bemerkt er, dass die Menschen vor allem ein Bedürfnis haben: Sie brauchen jemanden, der ihnen zuhört …


Erste Gedanken:

Als mir die Erdbeere das Buch bei Amazon zeigte, war ich erst einmal von der Idee, einen Teddy-Bären einen Roman schreiben zu lassen, total hin und weg. Mir war schon von Anfang an klar, dass kaum jemand so viel über verschiedene Menschen und Geschichten berichten konnte wie ein geliebtes Spielzeug. Überzeugt davon, dass ich dieses Buch lesen musste (auch die Rezensionen sprachen für sich), packte ich es wenige Tage später in meinen Einkaufskorb und verschlang es wie den leckersten Marshmallow, den ihr euch vorstellen könnt (falls ihr keine Marshmallows mögt, stellt euch einfach eure Lieblingssüßigkeit vor).


Urteil:

Es ist gerade mal 24 Stunden her, dass ich das Buch zugeschlagen habe. Es schwirrt mir weiterhin im Kopf umher und lässt mich einfach nicht los. Kennt ihr dieses Gefühl, was man hat, wenn man die letzte Seite eines guten Buches umblättert und weiß, dass die Geschichte zu Ende ist?  Dann wisst ihr auch wie es einem fast das Herz zerreißt und man sich sehnlichst wünscht es würde doch noch mehr bedruckte Blätter dieser Art geben. Genau dieses Gefühl stieg in mir hoch als Henry mich „verließ“.

Henry ist einer der liebenswürdigsten Romanhelden von denen ich bisher gelesen habe. Auch wenn er sich weder bewegen noch Gespräche führen kann, so beschreibt er in Gedanken seine Gefühle so genau und detailliert, dass man vom ersten Moment an von diesem kleinen (fast braunen) Bären gefesselt wird. Seine naive Weise an die Dinge heran zu gehen, wie es sonst nur Kinder tun, bringt einen des Öfteren zum Lächeln und weckt bei anderen vielleicht alte Erinnerungen an Kindertage, in denen man noch neugierig durch die Welt spazierte. Auch wenn dies auf den ersten Blick eher einfach und oberflächlich erscheint, so ändert man schnell seine Meinung, denn es folgen sehr philosophische und weise Gedankengänge, wie man sie von einem Teddy vielleicht nicht erwartet hätte. So lässt er den Leser aus der Sicht eines Spielzeugs auf die Menschen schauen und beschreibt ihre Wechselhaftigkeit und ihre Bedürfnisse, die bei vielen die gleichen zu sein scheinen.

„Alle Menschen hatten doch zwei Arme, zwei Beine, einen Kopf und eine Nase im Gesicht. Ich weiß bis heute nicht, woran man da erkennen soll, ob einer besser oder schlechter als der andere ist.“

Was mir wirklich fantastisch an diesem Buch gefallen hat, war der ständige Wechsel der Gefühle. Man konnte nicht anders als mit zu fiebern und zu hoffen, dass sich am Ende jeder kleinen Besitzergeschichte alles zum Guten wenden würde. Aber dieser Roman wäre nicht so gut, wenn er jeder Figur ein Happy End versprochen hätte und so kamen mir an so manchen Stellen die Tränen. Gegensätzlich dazu gab es allerdings auch Situationen in denen man vor Freude hätte aufspringen wollen. Man kann also weder behaupten, dass das Buch hauptsächlich optimistisch oder pessimistisch wäre, es war einfach real.
Manchmal atmete man vor Erleichterung auf, um gleich im nächsten Moment (nachdem man von der Realität direkt einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte) vor Verzweiflung den Kopf zu schütteln und wieder jegliche Hoffnung zu verlieren. Es geht einfach nicht anders als von jedem Schicksal betroffen zu sein, als wäre man selbst der Bär, der verzweifelt versucht seine Schützlinge zu trösten. Natürlich hat man, wie auch Henry, seine Lieblinge unter der langen Schlange der Besitzer und Freunde, aber dennoch lässt kein Fall einen kalt, denn jeder hat seinen tragischen Hintergrund. 

Das Buch bietet also viel Abwechslung, nicht nur was die Emotionen betrifft, sondern auch die Umgebung. Da der liebe Teddy am Ende der Erzählung schon gut über 80 Jahre alt ist, kann man sich denken, dass er so manches erlebt und gesehen hat. Man kann den Roman zwar nicht „historisch“ nennen, aber dennoch liest es sich wie eine kleine Zeitreise, die immer wieder deutlich macht, wie sehr sich die Menschen äußerlich verändern, innerlich aber stets die gleichen Wünsche und Bedürfnisse haben, egal in welcher Zeit oder an welchem Ort sie leben.

„Aus Erfahrung wusste ich, dass die wichtigsten Dinge oft in den Minuten des Abschieds gesagt werden. Viele Menschen schaffen es einfach nicht vorher.“

„Die unglaubliche Geschichte des Henry N . Brown“ ist ab heute eines meiner Lieblingsbücher und ich bin sehr froh, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat. Es ist eines dieser Werke, was man nicht mehr vergessen kann, weil man es förmlich aufsaugt als wäre man ein Schwamm, der sich auf Buchstaben und Liebenswürdigkeit spezialisiert hat. Man kann aus jeder Geschichte etwas über andere, und somit auch über sich selbst lernen. Und ja, dies klingt vielleicht übertrieben, aber dennoch ist es wahr.


Cover:

Das Cover meines Taschenbuchs (welches ihr auch oben seht), gefällt mir zu 50%. Einiges auf dem Bild passt schon ziemlich gut zum Inhalt, anderes dagegen nicht. Um nicht zu viel zu verraten, möchte ich nur einmal die Farbe des Bären nennen, von der eindeutig gesagt wird, dass sie nicht braun ist. Aber wenn wir einmal davon absehen, so finde ich das Cover doch schon recht ansprechend.
Vom Thiele Verlag gab es früher bereits dieses Exemplar im Handel, was ich zwar auch sehr schön finde, da ich Schlichtheit manchmal mehr schätze als zugekleisterten Kitsch, aber mich immer sehr stark an Winnie the Pooh erinnert.


 
 
Bewertung:

Mittwoch, 22. Dezember 2010

¡Rezension!: Die Geheime Benedict Gesellschaft und die große Entscheidung

Eingestellt von Cherry um 23:36 2 Kommentare
Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder 

Titel: Die Geheime Benedict-Gesellschaft und die große Entscheidung
Autor: Trenton Lee Stewart
Verlag: Bloomsbury
Originaltitel: The Mysterious Benedict Society and the Prisoner's Dilemma
Seitenzahl:
400
Preis: 17,90 € (D)
ISBN: 
9783827054135




Klappentext:

Seit Monaten sind Reynie, Kleber, Kate und Constance, die vier Mitglieder der geheimen Benedict-Gesellschaft, mit ihren Familien nun schon bei Mr Benedict zu Gast. Und das nicht ganz freiwillig. So schön es bei Mr Benedict auch ist - manchmal fühlen sich die Vier in dem von Regierungsagenten umstellten Haus wie Gefangene. Doch solange Mr Benedict den gefährlichen "Flüsterer", die von seinem skrupellosen Zwillingsbruder Mr Curtain erfundene Maschine zur Gedankenmanipulation, beherbergt, sind alle in großer Gefahr und sollen deshalb strengstens bewacht werden. Da verschwindet nach einem mysteriösen Stromausfall plötzlich der "Flüsterer": Höchste Zeit für die geheime Benedict-Gesellschaft, endlich wieder in Aktion zu treten! Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mit Hilfe des Flüsterers wird Mr Curtain sehr bald so mächtig sein, dass ihn niemand mehr aufhalten kann ...

Erste Gedanken:

Nach den beiden ersten Teilen wollte ich natürlich auch das dritte und letzte Buch der Benedict-Reihe lesen. Auch wenn mich der zweite Teil nicht sonderlich überzeugt hat, wollte ich seinem Nachfolger trotzdem eine faire Chance geben und so kaufte ich mir den (ganz schön teuren) Roman. Was mir als allererstes auffiel, war, dass die Bücher immer dünner wurden, was mich nicht gerade freudig stimmte, da ich für diesen Preis doch ein paar mehr Seiten erhofft hatte. Darüber wollte ich allerdings hinweg sehen (großherzig wie ich bin ;) ), wenn mir das Buch am Ende ein großartiges Finale bieten würde.

Urteil:

Bevor ich nun meinen Text schreibe, möchte ich schon im Voraus sagen, dass mich der dritte Teil der Benedict-Gesellschaft ziemlich enttäuscht hat. Von einer spannenden Geschichte mit einem fantastischen Ende war dieses Buch leider weit entfernt.

Schon der Verlauf der Story zeigt, dass der Autor viel zu viel Arbeit in uninteressante Dinge legt. Es werden Erklärungen gegeben, wo gar keine nötig sind und manchmal hält er sich so sehr an Beschreibungen fest, dass man schon wieder vergessen hat um was es eigentlich geht. So beginnt das wirkliche Abenteuer auch erst ab der Hälfte des Buches (wenn man es denn bis dahin geschafft hat), doch auch hier kommt die Spannung eindeutig zu kurz. Das liegt auch daran, dass an manchen Stellen der Überraschungseffekt schon von einen der Protagonisten vorweg genommen wurde und man bereits weiß, dass die Kinder zum Beispiel in eine Falle laufen. 

Damit kommen wir auch schon zum nächsten Kritikpunkt: die Protagonisten. Die vier Kinder sind nämlich nicht nur hochbegabt, sondern auch noch sehr reif und vernünftig für ihr Alter. Dieser Fakt hat mich in manchen Situationen schon fast zur Weißglut gebracht. Es kommt nie zu einer wirklichen Auseinandersetzung zwischen den Kindern, außer der vierjährigen Constance zeigt keiner irgendwelche Trotzreaktionen, die bei Kindern normalerweise üblich sind, und auch sonst verstehen und lösen die vier die Probleme und Rätsel viel zu schnell. Es ist immer alles Friede, Freude, Eierkuchen und weckt damit einfach keine Emotionen zwischen Leser und Helden. Als Kind hätte ich dieses Buch jedenfalls niemals durchlesen können, da es mich viel zu schnell gelangweilt hätte. 

Auch das Miträtseln, so wie man es aus anderen Abenteuergeschichten kennt, ist unmöglich, da die Aufgabenstellungen so gar nicht mit den Lösungen in Einklang gebracht werden können. Vielleicht liegt dies an der schlechten Übersetzung, weil man die Rätsel nicht gut vom Englischen auf das Deutsche übertragen konnte, aber irgendetwas Sinnvolles hätte man sich doch ausdenken können, oder? Die beste Stelle dafür (und die muss ich hier einfach nennen, damit man meine Meinung versteht):


» Falls ihr den Spoiler lesen wollt, hier klicken!


Um es kurz zu fassen, kann ich nur sagen, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte. Das Lesen hat sich nur so dahin geschleppt, die Protagonisten sind überreife Schlaumeier und das Ende war einfach nur eine satte Enttäuschung. Noch einmal würde ich dieses Buch nicht kaufen und ich hoffe wirklich, dass keine weiteren Teile folgen werden. Auch der Spruch auf dem Cover:

„Ein Buch für alle, die nach Harry Potter und der Tintenwelt auf der Suche nach wirklich spannenden dicken Schmökern sind"

Ist völlig fehl am Platz.

Wer sich die Romane dennoch kaufen und sich ein eigenes Bild machen will, sollte sich, wenn er denn genügend Englischkenntnisse hat, die englische Dreierkollektion kaufen, die es schon für 16 € bei Amazon gibt. Nur mal als Vergleich: Der dritte Band hat in der deutschen Sprache fast 18 € gekostet. 

Cover:

Das Cover des dritten Teils ähnelt den anderen beiden sehr und ist im Übrigen auch das des englischen Buches(ein seltener Fall). Bis vor Kurzem haben mir die Cover noch sehr gefallen, denn ich mag den lustigen Zeichenstil von Diana Sudyka. Allerdings habe ich nun die neuen Versionen entdeckt:



 Und diese gefallen mir noch etwas besser, da sie, passend zum Titel, etwas Geheimnisvolleres ausstrahlen.
 
 
Bewertung:

 

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!