¡Rezension!: Stella. Ein Weihnachtsmärchen

VanaVanille


Titel: Stella. Ein Weihnachtsmärchen
Autor/in: Sergio Bambaren
Verlag: Piper
Originaltitel: Rainbow. A Christmas Fable
Seitenzahl:
96
Preis: 8,95 € (D)
ISBN:
9783492259682





Klappentext

Die kleine Taube Stella leidet darunter, anders als alle anderen zu sein, denn statt eines schneeweißen Federkleids schillert ihr Gefieder in allen Farben des Regenbogens. Doch ausgerechnet sie hat den Menschen eine ganz besondere Botschaft zu überbringen. – Der Bestsellerautor Sergio Bambaren erzählt voller Wärme davon, was jeder Einzelne zu geben vermag, wenn er an sich selbst und den Sinn der Schöpfung glaubt. Zauberhafte Illustrationen machen dieses Buch zu einem wunderschönen Weihnachtsgeschenk. – Vom Autor des Weltbestsellers »Der träumende Delphin«.

Erste Gedanken
 
Ich weiß, eigentlich ist Weihnachten vorbei, aber der Titel und das Cover haben mich neugierig gemacht. Ganz plötzlich lag es dann in meinem Postkasten und ich fing sofort an es zu lesen.


Meine Meinung

Stella, unsere kleine Protagonistin und Taube, ist schon bei ihrer Geburt im Paradies etwas ganz Besonderes. Ihre Federn strahlen so bunt wie ein Regenbogen und heben sie von ihren Geschwistern und der Umgebung sehr stark ab. Auch wenn sie zuerst mit der Scham und Traurigkeit kämpfen muss, die dieses Anders-Sein hervorruft, sieht sie doch bald ein, das Schönheit im Auge des Betrachters liegt und hinter jeder Besonderheit auch ein Sinn steckt.
Stella ist ein schüchternes, naives, kleines Täubchen, was noch lernen muss, was im Leben wichtig ist. Im Laufe der Geschichte begegnet sie vielen Geschöpfen im Himmel, wie auch auf Erden, und sie erfährt immer mehr von ihren Freunden, neuen Bekanntschaften und den Menschen, denen sie auf ihrer Reise auf der Erde helfen soll.

Ich muss zugeben, dass die Geschichte mich sehr an "Rudolph the red nosed reindeer" erinnert, nur das sie im Gegensatz dazu einen religiösen Hintergedanken repräsentiert, der bei Rudolph nicht vorhanden war. Trotzdem kann man die Parallelen nicht verschweigen. Zwei Tiere, die auf die Erde kommen und ein spezielles Kennzeichen an sich haben, was sich erst als Problem und dann als Segen erweist. So hilft Rudolph dem Weihnachtsmann und Stella hilft Gott, deren Mission zu erfüllen.

Die Philosophie hinter dem Buch kennt man ebenfalls aus vielen anderen Geschichten für groß und klein: jeder ist etwas Besonderes, alles hat seinen Sinn, die größten Ängste kommen aus einem selbst etc., aber das macht das Märchen auf keinen Fall schlecht oder nicht lesenswert. Es ist eher ein Geschichte für Kinder, auf die noch vieles im Leben wartet und für Erwachsene, die solch simplen Weisheiten in ihrem Alltag oft vergessen und daran erinnert werden müssen, was sie doch eigentlich längst wissen sollten.  


Was die Gestaltung des Buches betrifft, so finden sich an einigen Stellen passende Illustrationen von Heinke Both. Diese übermitteln jedoch nicht das Gefühl eines Bilderbuchs, sondern sind sehr seriös und schön gemalt.

Mein Urteil

Ein wunderschönes Weihnachtsmärchen, welches für junge, aber auch für ältere Leser geschaffen ist. Die Botschaften darin haben allerdings nicht notgedrungen etwas mit Weihnachten zu tun, sondern eher mit dem Leben und unseren Mitmenschen allgemein, sodass man es auch zu anderen Zeiten lesen kann.

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