¡Rezension!: Der Zauberbann

VanaVanille


Titel: Der Zauberbann
Autor/in: Lilyane Barley
Originaltitel: -
Seitenzahl: 228
Preis: 17,90 € (D)
ISBN:
978-3-940609-21-2




Klappentext

Tim und Sarah sind seit ihrer Geburt durch einen magischen Zauber, der ihnen in die Wiege gelegt wurde, auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden.
Gemeinsam kämpfen die Kinder gegen böse Mächte, betreten verborgene Parallelwelten und treffen auf menschenfremde und unheimliche Wesen. Sie geraten in den Bann einer skrupellosen Fee und in die Fänge eines arglistigen Hexenmeisters.
Werden sie die gefährlichen Herausforderungen bestehen? Nicht nur ihr eigenes Leben, sondern das aller Menschen hängt davon ab ...

Erste Gedanken

Ein ziemlich unbekanntes Buch, was mir trotz allem ins Auge fiel. Ich kann mich gerade nicht einmal mehr erinnern, wie dies zustande kam, aber da ich gerade dabei bin eine Rezension zu schreiben, muss es irgendwie geschehen sein.
Ich erwartete ein, mit Märchen- und Fabelwesen ausgeschmücktes, fantasievolles Kinder/Jugendbuch, welches verständlich und einfach geschrieben wurde. Mehr wagte ich mir an dieser Stelle nicht zu erahnen, da es bisher nur wenige Rezensionen zu diesem Roman gab und ich wirklich keine Ahnung hatte, was auf mich zukommen würde. Genau aus diesem Grund war ich ziemlich gespannt.


Meine Meinung

Was meine Erwartungen betrifft, so wurden sie mit diesem Buch vollkommen bestätigt. Schon die Altersangabe "ab 8 Jahren" sprach für eine kindgerechte Geschichte mit freundlichen Protagonisten und fiesen Bösewichten, wie sie von jungen Lesern erwartet werden. Auch der Schreibstil war leicht zu verstehen und brachte mich an keiner Stelle dazu inne zu halten. Unnötige, detailreiche Beschreibungen von Umgebung oder anderen Äußerlichkeiten wurden ausgelassen, um Kinder nicht mit solchen Nebensächlichkeiten zu langweilen. Diese Tatsache hatte eine wirklich positive Wirkung auf meinen Lesefluss, denn somit konnte man das Buch regelrecht verschlingen.

Tim und Sarah sind zwei Protagonisten, wie sie sicherlich oft in Kinderbüchern vorkommen. Sie sind freundlich, hilfsbereit, mutig und mir an einige Stellen doch schon wieder zu perfekt. Beide scheinen keine wirklichen Schwächen zu besitzen und tun in schwierigen Situationen immer das Richtige. Zwar half dies dem Verlauf der Geschichte sich schnell zu entwickeln, aber die Glaubwürdigkeit der beiden Freunde wurde damit ein wenig zurückgesetzt. Gerade mit ihren 12 Jahren waren sie mir doch einen Grad zu reif und vernünftig.
Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass besonders Tim sehr sympathisch auf mich gewirkt hat. Vielleicht lag es sogar daran, dass er etwas reifer war und sich deswegen auch ältere Leser leicht an ihn gewöhnen konnten. An manchen Stellen musste ich sogar schmunzeln, weil ich mir gut vorstellen könnte, dass er, wenn er doch ein paar Jährchen älter wäre, einen wirklich guten Protagonisten für einen Jugendroman abgeben würde. Seine dunklen, bis zur Schulter reichenden Haare und blauen Augen sprachen jedenfalls dafür.

Wie es sich für einen Fantasyroman gehört, durften natürlich auch die verschiedensten bekannten und neuen Wesen nicht fehlen. Darunter befanden sich Elfen, Nixen, Pegasus, Zyklopen, Feen, aber auch noch nie dagewesene Geschöpfe wie (meine persönlichen Lieblinge) Stubenraupen, die sich vor das Bett des Besitzers legen und den Raum von Ungeziefer befreien. Der Roman hatte eine Menge solcher Wesen zu bieten und war also auch in dieser Hinsicht wirklich spannend und überraschend.

Doch nicht nur die Lebewesen dieser Fantasiewelt sind erwähnenswert, sondern auch viele Artefakte, die im Laufe des Romans eine Rolle spielen. So habe ich mir oft gewünscht, dass es doch gewisse Dinge auch im realen Leben geben würde, da sie wirklich nützlich sein könnten. Die Autorin überraschte mich hier mit wahrlich neuen und interessanten Ideen, die einen von dieser Welt träumen ließen. Zu gern hätte ich ebenfalls einen Fuß hinein gesetzt, und wenn man dies bei einem Leser erreicht, kann man behaupten, eine wirklich gelungene, fantasievolle Welt geschaffen zu haben. Manchmal hätte ich mir sogar noch genauere Beschreibungen der Umgebung und von einigen besonderen Arten gewünscht, weil es mich reizte mehr von ihnen zu erfahren.


Mein Urteil

Ein gelungenes Fantasybuch, was sich besonders für junge Leser eignet. Protagonisten und Gegenspieler haben zwar ihre altbekannten Rollen, von denen auch nicht abgewichen wird, aber abgesehen davon enthält der Roman auch viele neue Dinge, die ich bisher noch von keinem anderen Werk dieses Genres kannte.
Wenn ich einen Vergleich zu einem anderen Buch ziehen müsste, so erinnert es mich ein wenig an "Das kleine Volk", welches ebenfalls von einem verwunschenen Wald erzählt in dessen Leben zwei Kinder eindringen, allerdings nicht annähernd so viel Handlung beinhaltete.
Was man bei den beiden Figuren jedoch erwähnen sollte, ist, dass sie nicht wie gewöhnliche Protagonisten nur gute Freunde, sondern durch einen magischen "Zauberbann" verbunden sind. Diese Vorstellung hat mir wirklich sehr gut gefallen, denn wer wünscht sich nicht auch einen Seelenverwandten?

4 Kommentare:

  1. Das Buch hört sich ganz gut an, aber ich lasse lieber die Finger davon. Ich bin nicht so der Fan von Kinderbüchern, irgendwie bin ich meistens enttäuscht von ihnen und merke immer deutlich, dass sie für jüngere gestaltet sind :)

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  2. Ja, das Buch war auch eindeutig für jüngere gestaltet und oft kann ich solche Romane auch nicht lesen, aber wenn man sich darauf einstellt, ist es nur halb so schlimm. ^^
    Ich würde das Buch persönlich auch nur Kindern von 8 bis 13 Jahren empfehlen, alles darüber wäre wohl schon wieder zu alt.

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  3. So gut es sich auch anhört, und so gerne ich auch Kinderbücher lese... Ich würde mir das Buch nicht kaufen. Ok, du hast es ja jetzt als Rezensionsexemplar bekommen (Glückwunsch übrigens! :D), aber für DEN Preis SO wenig Seiten... Nein, danke! =(

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  4. Japp, der Preis hat mich auch schockiert und deswegen hätte ich es wohl auch nie gekauft.

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