¡Rezension!: Desires of the Dead

VanaVanille


Titel: Desires of the Dead (Body Finder 2)
Autor/in: Kimberly Derting
Verlag: Headline
Originaltitel: -
Seitenzahl: 368
Preis: 6,99 £ (E) / 7,90 € (D)
ISBN:
  978-0755378968




Die Story in Desires of the Dead spielt drei Monate nachdem Violet den Serienkiller in Bodyfinder gestellt hat und nur knapp seiner Rache entgangen ist. Seitdem hat sich einiges verändert, denn Jay und sie sind nun voll uns ganz ein Liebespaar und können sich ein Leben ohne den jeweils anderen nicht mehr vorstellen. 
Schon zu Beginn des Buches war ich genau aus diesem Grund etwas skeptisch, denn wer meine Rezension zum ersten Teil gelesen hat, weiß, dass ich von den Liebesschwüren in Bodyfinder etwas erschlagen wurde und mir zu wenig vom Thriller übrig blieb. Ich befürchtete, dass es im zweiten Teil genauso weitergehen würde. Allerdings täuschte ich mich - glaube ich jedenfalls - denn die Situationen zwischen Jay und Violet schienen weniger geworden zu sein. Zwar gab es auch in diesem Roman wieder einige Passagen, die mir etwas zu kitschig waren, aber im Großen und Ganzen hielt es sich diesmal in Grenzen.

Begeistert musste ich feststellen, dass sich die Autorin jetzt mehr auf Violets Gabe konzentrierte. Bereits zu Beginn erfuhr man viel mehr über die Gefühle der Protagonistin und ihre besondere Fähigkeit, die diesmal eine ganz andere Seite von sich zeigte. Viel intensiver wurden die einzelnen Echos dargestellt und verdeutlichten damit auch die Last, die auf Violets Schultern lag.
Allgemein ging Derting in Desires of the Dead detailreicher auf das junge Mädchen ein. Sie musste häufiger Situationen alleine bestehen, ohne die Unterstützung ihrer Familie oder Jay, und wollte dadurch beweisen, dass sie auch selbstständig entscheiden und agieren konnte. Trotzdem fand ich sie an einigen Stellen doch etwas wehleidig und unvernünftig, sodass dramatische Szenen heraufbeschworen wurden, die man eigentlich hätte vermeiden können. Natürlich war das die volle Absicht der Autorin, aber es schien mir doch etwas gekünstelt, da jeder, der schonmal einen amerikanischen Teeniefilm gesehen hat, erahnen konnte, was bald folgt.
Okay, solche Sachen kann man ja noch verkraften, denn es handelt sich schließlich um ein Jugendbuch und soll besonders Teenager begeistern, aber dann gab es eine Situation, die einfach übertrieben und nicht nachvollziehbar war. Ich will sie euch nicht vorenthalten, also wer sie lesen will, der darf. 



Wie man es bereits vom ersten Teil kannte, blieb auch diesmal Violet nicht die einzige aus deren Perspektive man der Geschichte folgen konnte. Ab und zu gab es wieder einmal kurze Kapitel, die den Gedankengang des "Bösewichts" beschrieben und die Geschichte spannender gestalten sollten. Allerdings hat sich die gute Frau Derting diesmal etwas Anderes einfallen lassen und überzeugte mich mit Ideenreichtum. Auch die Titel der einzelnen "Bösewicht"-Kapitel fand ich sehr gut gewählt, denn es handelte sich hierbei um die sieben Todsünden.
Ich vermeide es nun weiter über diese kurzen Auszüge zu reden, denn ich möchte nicht zu viel verraten. Eins kann man allerdings sagen: Das Buch unterscheidet sich in diesem Fall sehr von seinem Vorgänger und das war erleichternd, denn ich befürchtete, dass der Autorin nichts Neues einfallen würde. Aber wie ihr nun wisst, hat sie mich überzeugen können.

Leider muss ich noch dazu sagen, dass ich diesmal mehr Vermutungen über den Täter aufstellte, als im ersten Teil, dafür war allerdings die Auflösung auch viel simpler und konnte nicht wirklich überraschen. Vielleicht wollte die Autorin damit bezwecken, dass sich der Leser in seinen Theorien verrennt und somit das Offensichtliche übersieht, aber irgendwie ist ihr das nicht gut gelungen. 


Mein Urteil

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Desires of the Dead weder besser noch schlechter war als der erste Teil. Zwar fielen die Liebesszenen in diesem Buch etwas knapper aus, was ihm einen Pluspunkt verschafft, doch leider litt ebenfalls die Spannung im zweiten Teil etwas und konnte mit der in Bodyfinder nicht mithalten. Auch der Überraschungseffekt blieb diesmal irgendwie ganz aus, weshalb ich den Roman genauso bewerte, wie schon seinen Vorgänger.



11 Kommentare:

  1. Woohooo...Sie hats geschafft. Kirschlein, Mama ist stolz auf dich ;)
    So, what next? *g*

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  2. Lurchi ist auch stolz auf dich! :D
    (Ich traue mich immernoch nicht an ein englisches Buch xD)

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  3. @Strawberry: Danke xD Ohne dich hätte ich das niemals in Angriff genommen! *theatralischer schniefer*

    @Leselurch: Hihi, danke. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich es schaffe, aber das Buch konnte man wirklich sehr gut auf englisch lesen. ^^

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  4. Ohne zu wissen was das für ein Buch ist, hab ich beim Anblick des Covers gleich an Bodyfinder gedacht...und siehe da, es ist die Fortsetzung! Englische Bücher zu lesen macht eigentlich recht viel Spaß oder? Es gibt eben einfach verständliche aber auch immer schwere! Wie es aussieht werde ich wohl auch als nächstes ein englischen Roman lesen ;) Danke für deine Meinung!

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  5. Dein erster englischer Roman? Vorsicht, nach den Dingern wird man schnell süchtig ;)
    Ich glaub bald werd ich auch mit dieser Reihe anfangen. LG :)

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  6. @Ayanea: Das Buch auf englisch zu lesen, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass sich das auch mit anderen Werken wiederholen wird ^^

    @KatarinaLiest: Dann wünsch ich dir viel Spaß beim Lesen ;)

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  7. Na, das klingt doch schonmal recht gut - einiger Kritikpunkte zum Trotz. Habe mir sogar den Spoiler durchgelesen ... und ja, da muss ich dir recht geben ... ein bisschen übertrieben.
    Das ging ja ganz schön flott mit der englischen Version, bei mir würde das wohl ein bisschen länger dauern. ;)

    Jetzt freue ich mich erst recht auf den Herbst.

    LG Reni

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  8. @Reni: Ja, es ließ sich wirklich einfacher und schneller lesen als gedacht. =) Gott sei Dank, sonst hätte ich wohl aufgegeben.

    Hm und ich habe mal bei Nica gelesen, dass der deutsche Erscheinungstermin von Bodyfinder 2 sich verschoben hat auf nächstes Jahr.

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  9. Ach nö! Schon wieder ein Buch, dessen Veröffentlichung verschoben wurde... ist ja blöd. Vor zwei Monaten hatte ich beim Verlag angefragt und da meinten die im Herbst ... so schnell geht das wohl. Naja, sonst muss doch noch die englische Fassung her... ich muss eh noch einen Beleglink an den Verlag schicken, da frag ich gleich mal nach. Danke für die Info. :)

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  10. Irgendwie klingt's ja doch schon wieder gut ... immerhin weniger Liebesszenen, die hatten mich beim ersten Band am meisten gestört. Und auch wenn die Rezension grad keine Begeisterungsstürme bei mir heraufbeschwört, werd ich dem Buch wohl doch eine Chance geben (und hoffen, dass ich genügend Haare habe, damit es nicht auffällt, wenn ich mir dann bei besagter Spoiler-Stelle ein paar ausreiße).

    Ich warte aber auf die deutsche Ausgabe; eilig hab ich's nicht und Teil 1 steht ja auch auf Deutsch hier. (: Dass sie den Termin allerdings wieder verschoben haben (sollen), ist schon blöd. >:

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  11. @Reni: Ja, frag mal am besten nochmal beim Verlag nach ^^ Bisher hab ich es nur bei Nica gelesen.

    @Shiku: Jaa, so toll fand ich das Buch auch nicht, aber die Liebesszenen waren eindeutig nicht mehr soo kitschig, wie beim ersten Teil. Da haben sie mich ja auch schrecklich aufgeregt.

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Cherry