¡Rezension!: Ashes, Ashes

VanaVanille


Titel: Ashes, Ashes
Autor/in: Jo Treggiari
Verlag: arsEdition
Originaltitel: Ashes, Ashes
Seitenzahl: 400
Preis: 16,95 € (D)
ISBN:
978-3-7607-8471-7




Die Welt, wie wir sie kannten, liegt in Trümmern. Naturkatastrophen und Seuchen haben dafür gesorgt, dass sich die 16jährige Lucy nun allein durch das Leben schlagen und jeden Tag neuen Gefahren ins Auge sehen muss. Als dann auch noch ein Tsunami ihren Unterschlupf zerstört, hat sie keine andere Wahl und muss sich dem charmanten Aidan und seiner kleinen Gruppe, bestehend aus den wenigen Überlebenden, anschließen. Jetzt hat sie zwar genug Essen und lebt geschützter als vorher, doch auch in diesem scheinbar geregelten Leben herrschen Angst und Schrecken: vor der Seuche, vor den Katastrophen und vor allem vor den Sweepern. Aber was wollen diese Gestalten von Lucy und den anderen?

Während sich viele Jugendbuch-Dystopien eher mit dem Thema der zukünftigen Gesellschaft befassen und nur am Rande die ein oder andere Naturkatastrophe erwähnen, beginnt Ashes, Ashes sofort mit der Erläuterung der Geschehnisse der letzten Jahre, die dem Leser damit sofort ein Bild von Lucys Lage verschaffen.
Es ist sicherlich Geschmackssache, aber ich muss sagen, dass ich diese Aufklärung schon zu Beginn der Geschichte etwas voreilig fand. Man hatte keine Chance die "neue Welt" selbst zu entdecken und hatte bereits auf den ersten Seiten eine genaue Vorstellung, wie das Land sich im Laufe der Vergangenheit verändert hat. So gab es bis zum Ende leider kaum etwas, was der Leser noch selbst herausfinden konnte.

Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass Frau Treggiari mit dieser detailreichen Beschreibung eine wirklich erschreckende Erde geschaffen hat, die einen an mancher Stelle schon schlucken lässt. Wie ihre Protagonistin dabei noch so stark und unabhängig bleiben kann, war mir oft ein Rätsel, machte sie aber durchaus sympathisch. Schade nur, dass sich die Autorin dabei mehr auf das konzentrierte, was Lucy tat, als auf das, was sie dachte. Mich hätten ihre verzweifelten Gedanken und Gefühle viel mehr interessiert, als der blanke Kampf ums Überleben. Leider blieben genau diese außen vor und schimmerten nur selten einmal durch.

Mit den anderen Figuren ging es mir ähnlich. Besonders Aidan bildete bald einen Störfaktor und machte aus meiner sonst so harten Lucy ein weichgekochtes Ei. Insgesamt konnte ich die Beziehung zwischen den beiden nicht wirklich gutheißen und mochte dieses Paar somit kein einziges Mal. Ich muss sogar sagen, dass mir dafür andere Charaktere, die von Lucy und Aidan als bösartig dargestellt wurden, viel besser gefielen und diese auch nachvollziehbarer handelten. 

Auch die bereits genannte, sehr detailreiche Sprache, wurde mir hin und wieder zum Verhängnis. Da Lucy manchmal für die simpelsten Handlungen eine ganze Seite brauchte, langweilten mich viele Szenen sehr und sorgten außerdem dafür, dass die Geschichte nicht voran kam. Was bringt einem viel Action, wenn man diese so sehr ausschmückt, dass nichts mehr von der Spannung übrig bleibt und der Leser glaubt an der Stelle kleben zu bleiben?


Mein Urteil

Nette Idee, zerstörerische Welt, eher lahme Charakter. Für Leser, die Fans von Naturgewalten und Überlebenskampf sind, wird das Buch sicherlich ein guter Fang sein. Wer allerdings auf Tiefe und Emotionen steht, sollte sich den Kauf zweimal überlegen.


3 Kommentare:

  1. Ich hätte eigentlich solche Lust dieses Buch mal zu lesen. Der Klappentext hört sich sehr interessant an. Jetzt hab ich aber schon so viel mittelmäßig bis schlechtes über das Buch gehört, dass ich mir da nicht mehr so sicher bin ;)

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  2. @Buecherphilosophin: Tja ja =( leider ziemlich langatmig geschrieben, was mir die beste Idee meist zerstört.

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  3. Habe gerade auch eine Dystopie gelesen die nur "Ash" heißt und die mir sehr gut gefallen hat. Danke für die gute Rezi sonst hätte ich mir "Ashes,Ashes" wahrscheinlich gekauft :)

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Cherry