¡Rezension!: Oksa Pollock. Die Entschwundenen

VanaVanille


Titel: Oksa Pollock. Die Entschwundenen
Verlag: Oetinger
Originaltitel: Oksa Pollock - La forêt des égarés (franz.)
Seitenzahl: 464
Preis: 18,95 € (D)
ISBN:
978-3-7891-4503-2




Die noch 13jährige Oksa Pollock hat ihre magischen Fähigkeiten endlich unter Kontrolle und macht sich nun darauf gefasst, bald nach Edefia zu suchen, dem wunderschönen, unsichtbaren Land aus dem ihre Großmutter kommt. Aber ihre Reise muss warten, denn ihr bester Freund Gus steckt in der Klemme. Nur Oksa und ihre Verbündetetn können ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Aber was müssen sie alles dafür aufs Spiel setzen?

Wider jeglichen Erwartungen begann der zweite Teil der Oksa Pollock-Reihe doch sehr turbulent und bewies schon nach kurzer Zeit, dass die Geschichte der jungen Huldvollen nicht so fortgesetzt wurde, wie man es nach dem ersten Roman vermutete. So erahnte ich darin schnell einen typischen "Zwischenband", in dem der Hauptteil - die Suche nach Edefia - erst einmal warten musste. Trotz dieser Einsicht stellte ich allerdings erleichtert fest, dass die Spannung und der Witz darunter nicht leiden mussten und es wieder mal ein unterhaltsames Buch geworden ist.

Im Großen und Ganzen gleicht der zweite Teil dem ersten Buch sehr. All die positiven Aspekte, die ich bereits bei Die Unverhoffte nannte, waren auch hier wieder vertreten. Oksa blieb eine unglaublich sympathische Protagonistin, die trotz ihres Mutes und starken Kampfgeist auch eine sehr sentimentale Seite in sich trug und diese nur selten versteckte. Aus diesem Grund lässt sich die Geschichte auch von jüngeren Lesern gut verstehen und nachvollziehen. Trotzdem merkt man, dass das Mädchen älter und reifer geworden ist, was man besonders an den zwischenmenschlichen Beziehungen sehen kann. Diesmal spielen nämlich speziell Oksas Gefühle für ihren besten Freund Gus und ihrem Verbündeten Tugudal eine ausschlaggebende Rolle und lassen junge Mädchenherzen sicherlich sehr schnell schmelzen.

Doch nicht nur Oksa blieb eine interessante Person; auch ihre Freunde und Gegenspieler hatten wieder einiges zu bieten. Dazu gehörten, neben den bekannten Gesichtern, auch viele neue Figuren, die im ersten Teil nur leicht beschrieben wurden, im zweiten Roman aber eine größere Rolle bekamen. Rätsel wurden entlüftet, Intrigen aufgedeckt und neue Geheimnisse gesponnen, sodass es auch diesmal viel zu entdecken galt und man sich nur noch mehr auf den nächsten Teil freut.

Zum Hörbuch

Nur selten empfehle ich besonders das Hörbuch einer Geschichte, aber bei Oksa Pollock. Die Entschwundenen lohnt sich dieser Tipp allemal. Sprecherin ist die überaus talentierte Cathlen Gawlich, die einige vielleicht aus der Serie Spongebob als Eichhörnchen Sandy kennen. Die Gabe, ihre Stimme in die merkwürdigsten Tonlagen zu verstellen, kam auch hier sehr gut zur Geltung und machte beim Hören eine Menge Freude. Besonders die Darstellung der verschiedenen Fabelwesen war brillant und brachte mich an vielen Stellen zum Schmunzeln, weil sie mit solch Temperament und Euphorie las, dass ich gar nicht anders konnte als mit zu fiebern.

Auch wenn es natürlich schade ist, dass man nur eine gekürzte Version des Buches zu hören bekommt, ist es für begeisterte Hörbuchhörer ein wahrer Ohrenschmaus, der sich wirklich lohnt. 


Mein Urteil

Ein weiterer, schöner Roman über Oksa Pollock, die uns hoffentlich in Zukunft mit vielen neuen Abenteuern beglücken wird. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den zweiten verschlingen, egal ob gelesen oder gehört.


1 Kommentare:

Ich liebe Kommentare, oh ja, ich liebe sie wirklich. Aber bitte schreibt keine nichtssagenden Einzeiler und verlinkt danach auf euren Blog. Die Kommentarfunktion soll nicht als Werbetafel, sondern für Diskussionen und nette Gespräche dienen.

Ich danke,
Cherry