Titel: Ewiglich die Sehnsucht
Autor/in: Brodi Ashton
Verlag: Oetinger
Originaltitel: Everneath
Seitenzahl: 384
Preis: 17,95 € (D)
ISBN: 978-3-7891-3040-3
ISBN: 978-3-7891-3040-3
Klappentext:
Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr … Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie …
Erste Gedanken:
Ich bin schon lange ein Fan der griechischen Mythologie und fühle mich deswegen immer ein wenig zu den Büchern hingezogen, die sie als Basis ihrer Geschichte haben. So war es dann auch mit Ewiglich die Sehnsucht, wofür der Verlag ja schon seit ein paar Monaten groß Werbung machte. Trotzdem weiß man immer erst nach dem Lesen, ob sich dies auch wirklich lohnt.
Meine Meinung:
Nur ein letztes Mal möchte Nikki ihre große Jugendliebe Jack erblicken. Ein letztes Mal sicher gehen, dass ihre Entscheidung Cole zu folgen die richtige war. Doch als sie nach der Nährung wieder in ihr altes Leben zurückkehrt, muss sie erkennen, dass ihre Gefühle zu Jack noch längst nicht erloschen sind.
Wie kann sie auf der Erde bleiben? Was muss sie tun, damit sie nicht noch einmal Abschied nehmen muss? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und erst am Schluss wird sich herausstellen, ob Jack dazu fähig ist Nikki zu retten.
Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten um gleich zu Beginn des Romans zu erkennen, dass es sich mal wieder um eine sehr romantische Liebesgeschichte handelte, die den Leser aber nicht nur in das normale Highschool-Leben, sondern auch in die griechische Mythologie entführen wollte.
Wer nun gleich Parallelen zu Percy Jackson oder Göttlich verdammt ziehen will, der ist damit nicht völlig auf der falschen Spur, sollte aber schon jetzt erfahren, dass die Autorin es vielmehr auf die Unterwelt, als auf die griechischen Götter abgesehen hatte. Insbesondere der Orpheus & Euridike-Mythos wurde dabei als Grundbaustein der Handlung genutzt und gegenwartsgerecht modernisiert. Genau dieser Punkt störte mich an einigen Stellen etwas, da ich es als unpassend empfand Sagengestalten mit Smartphones hantieren zu lassen, aber dies war eher eine Frage des eigenen Geschmacks und wird einen Leser, der sich nur auf eine romantische Liebesgeschichte freut, nicht weiter stören.
Als viel problematischer empfand ich doch die sich eher zurückhaltende Protagonistin, die zwar Erzählerin des Buches war, aber nicht viel Sinnvolles dazu beitrug. Auch hier schien wieder der wichtigste Fakt ihre Schönheit zu sein. Was allerdings den Rest ihres Charakters anging, so blieb man eher im Unklaren. Aus diesem Grund war es für mich eher schwer nachvollziehbar, wieso gleich zwei männliche Figuren so wahnsinnig von ihr besessen waren. Nur wegen ihres Äußeren? Soll das der Grund einer so tiefen Liebe sein?
Sie gab mir jedenfalls keine einzige Situation Gefallen an ihr zu finden, da sich ihre Handlung meist auf Selbstmitleid und Egoismus beschränkte.
Dabei empfand ich die Beziehung zwischen Jack und Nikki nicht einmal als besonders oberflächlich, wenn man sich nur auf ihn konzentrierte und mal davon absah, dass sich seine Gefühle auf dieses nichtssagende Mädchen bezogen. Auch wenn er in meinen Augen ein typischer Mr. Perfect war - intelligent, sportlich, romantisch, beliebt etc. - so war ich ihm doch nicht gänzlich abgeneigt, da er genauso auch Schwächen zeigte, die ihn ebenso liebenswürdig machten.
Leider sollte er, wie schon erwähnt, nicht der einzige Anwärter bleiben und konkurrierte mit dem total gegensätzlichen Cole. Dieser brachte nicht nur den Hauch griechischer Mythologie mit ein, sondern erfüllte mit seinem kaltherzigen und rockigen Gehabe die Rolle des unnahbaren Machos, der tief innen doch einen schrecklich, weichen Kern besaß. Ich hätte ihn lieber als den gnadenlosen Bösewicht gesehen, aber naja.
So kam auch dieser Roman nicht ohne Dreiecksbeziehung aus und verlor in meinen Augen ein wenig an Reiz.
Im Großen und Ganzen war die eigentliche Handlung hinter der einnehmenden Liebesgeschichte allerdings ganz interessant, wenn auch des Öfteren ein wenig durchschaubar. Viele Rätsel mussten gelüftet, viele Missverständnisse geklärt werden, doch als wirklich gelungen empfand ich besonders das Ende, was mir wahrlich gefallen hat. Am Schluss wünschte ich mir, dass dieses Werk mit diesem Ausgang abgeschlossen wäre, was die Geschichte umso tragischer, und für mich damit auch schöner gemacht hätte, aber natürlich handelt es sich auch diesmal nur um den ersten Teil einer Trilogie. Mal schauen, vielleicht belasse ich es auch dabei und ignoriere die Nachfolger. ;)
Wie kann sie auf der Erde bleiben? Was muss sie tun, damit sie nicht noch einmal Abschied nehmen muss? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und erst am Schluss wird sich herausstellen, ob Jack dazu fähig ist Nikki zu retten.
Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten um gleich zu Beginn des Romans zu erkennen, dass es sich mal wieder um eine sehr romantische Liebesgeschichte handelte, die den Leser aber nicht nur in das normale Highschool-Leben, sondern auch in die griechische Mythologie entführen wollte.
Wer nun gleich Parallelen zu Percy Jackson oder Göttlich verdammt ziehen will, der ist damit nicht völlig auf der falschen Spur, sollte aber schon jetzt erfahren, dass die Autorin es vielmehr auf die Unterwelt, als auf die griechischen Götter abgesehen hatte. Insbesondere der Orpheus & Euridike-Mythos wurde dabei als Grundbaustein der Handlung genutzt und gegenwartsgerecht modernisiert. Genau dieser Punkt störte mich an einigen Stellen etwas, da ich es als unpassend empfand Sagengestalten mit Smartphones hantieren zu lassen, aber dies war eher eine Frage des eigenen Geschmacks und wird einen Leser, der sich nur auf eine romantische Liebesgeschichte freut, nicht weiter stören.
Als viel problematischer empfand ich doch die sich eher zurückhaltende Protagonistin, die zwar Erzählerin des Buches war, aber nicht viel Sinnvolles dazu beitrug. Auch hier schien wieder der wichtigste Fakt ihre Schönheit zu sein. Was allerdings den Rest ihres Charakters anging, so blieb man eher im Unklaren. Aus diesem Grund war es für mich eher schwer nachvollziehbar, wieso gleich zwei männliche Figuren so wahnsinnig von ihr besessen waren. Nur wegen ihres Äußeren? Soll das der Grund einer so tiefen Liebe sein?
Sie gab mir jedenfalls keine einzige Situation Gefallen an ihr zu finden, da sich ihre Handlung meist auf Selbstmitleid und Egoismus beschränkte.
Dabei empfand ich die Beziehung zwischen Jack und Nikki nicht einmal als besonders oberflächlich, wenn man sich nur auf ihn konzentrierte und mal davon absah, dass sich seine Gefühle auf dieses nichtssagende Mädchen bezogen. Auch wenn er in meinen Augen ein typischer Mr. Perfect war - intelligent, sportlich, romantisch, beliebt etc. - so war ich ihm doch nicht gänzlich abgeneigt, da er genauso auch Schwächen zeigte, die ihn ebenso liebenswürdig machten.
Leider sollte er, wie schon erwähnt, nicht der einzige Anwärter bleiben und konkurrierte mit dem total gegensätzlichen Cole. Dieser brachte nicht nur den Hauch griechischer Mythologie mit ein, sondern erfüllte mit seinem kaltherzigen und rockigen Gehabe die Rolle des unnahbaren Machos, der tief innen doch einen schrecklich, weichen Kern besaß. Ich hätte ihn lieber als den gnadenlosen Bösewicht gesehen, aber naja.
So kam auch dieser Roman nicht ohne Dreiecksbeziehung aus und verlor in meinen Augen ein wenig an Reiz.
Im Großen und Ganzen war die eigentliche Handlung hinter der einnehmenden Liebesgeschichte allerdings ganz interessant, wenn auch des Öfteren ein wenig durchschaubar. Viele Rätsel mussten gelüftet, viele Missverständnisse geklärt werden, doch als wirklich gelungen empfand ich besonders das Ende, was mir wahrlich gefallen hat. Am Schluss wünschte ich mir, dass dieses Werk mit diesem Ausgang abgeschlossen wäre, was die Geschichte umso tragischer, und für mich damit auch schöner gemacht hätte, aber natürlich handelt es sich auch diesmal nur um den ersten Teil einer Trilogie. Mal schauen, vielleicht belasse ich es auch dabei und ignoriere die Nachfolger. ;)
Mein Urteil:
Eine wirklich schöne Idee, die mich auch oft mitfiebern ließ. Leider war aber auch in diesem Roman die Protagonistin das größte Problem und sorgte so für einen großen Dämpfer. Wer allerdings romantische Geschichten liebt und sich einen Mr. Perfect wünscht, der greift hier zum richtigen Buch.
Cover:
Am deutschen Cover mag ich das Symbol des Granatapfels, welches für die griechische Unterwelt und damit für Persephone und Hades steht. Der Rest ist aber nur so lala.
Ich kann diese amerikanischen Cover nicht leiden, die nur darauf aus sind hübsch auszusehen, mehr aber nicht mit dem Buch gemein haben. Ja, vielleicht sieht es ein wenig so aus als würde die weibliche Figur in die Unterwelt gesogen werden, aber das war es dann auch. Ich kann diese typischen Bilder langsam nicht mehr auseinander halten.
Bewertung:


Infos zur Autorin:



















































3 Kommentare:
Tolle und ausführliche Rezi!
Für mich scheint das Buch nichts zu sein, trotz des schönen Covers *schmacht* Aber gut, ein Buch weniger, das Platz auf meiner langen Wunschliste finden muss :)
Liebe Grüße
Anka
Das Buch würde mich auch interessieren. Aber eine lauwarme Erzählerin hat mich noch nie begeistern können. Dann les ich vielleicht doch was anderes.
LG, Katarina :)
PS: Das Design mit den Schneemännern ist echt süß :D
@Anka: Wenn ich ich noch einmal entscheiden müsste, würde ich es wahrscheinlich auch nicht lesen, aber so schlecht, war es nun auch nicht ;) (Trotzdem ist man natürlich ein wenig erleichtert auch mal ein Buch von der Wunschliste streichen zu können, statt immer mehr drauf zu schreiben)
@buecherphilosophin: Die Erzählerin empfand ich auch als das größte Problem, leider.
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