Titel: Dustlands 01 - Die Entführung
Autor/in: Moira Young
Verlag: Fischer
Originaltitel: Blood Red Road
Seitenzahl: 464
Preis: 16,99 € (D)
ISBN: 978-3-8414-2142-5
ISBN: 978-3-8414-2142-5
Klappentext:
»Sie nennen mich den Todesengel. Weil ich noch nie einen Kampf verloren habe.«
Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.
Der erste Band einer epischen Endzeit-Fantasy, eine Geschichte, die dein Herz schneller schlagen lässt.
Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.
Der erste Band einer epischen Endzeit-Fantasy, eine Geschichte, die dein Herz schneller schlagen lässt.
Erste Gedanken:
Wie war das noch gleich mit dem Vorsatz erst mal keine Dystopien zu lesen? Diesmal habe ich allerdings einen triftigen Grund: Dustlands wurde in unserer Buchhandlung als Buch des Monats angepriesen und diesen Platz erhält nur selten ein Jugendbuch. Das hat mich neugierig gemacht.
Meine Meinung:
Eins steht allerdings fest: Sie wird kämpfen müssen. Bis aufs Blut.
Kurz. Simpel. Rasant. Zwischen Schreibstil und Protagonistin gab es bei Frau Youngs Debütroman keine großen Unterschiede. Man brauchte nicht lange zu lesen, um mitzubekommen, dass Saba kein Mensch vieler Worte war. Weitab von jeglicher Zivilisation lebte sie zusammen mit ihrer kleinen Familie mitten im Ödland, wo es von nichts sehr viel gab, außer vom Sand und hungrigen Aasgeiern.
Sie war speziell, nicht besonders klug, unsozial und hatte lediglich Stärke und Dickköpfigkeit, die sie am Leben hielten. Es ist also nicht falsch zu sagen, dass sie sich im großen weiten Jugendbuchuniversum ziemlich von ihren Kolleginnen abhob und ich mir wahrlich Hoffnungen machte, dass dieser Roman vielleicht ohne Liebesgeschichte auskommen würde, womit ich leider falsch lag.
Wenn man weit entfernt von anderen Menschen lebt und auch mit der eigenen Familie nicht viele Worte wechselt, dann finde ich einen eher kühlen und misstrauischen Charakter sogar sehr glaubwürdig. Sabas Kälte störte mich somit absolut nicht, sondern machte sie manchmal sympathischer als gedacht. Doch als dann ein Junge in ihr Leben tritt und sie das erste mal körperliche Anziehung verspürt, verwandelte sie sich ganz plötzlich von einem gefühllosen Felsbrocken zu einem schwärmenden Teenager, der hin und wieder sogar die Rettung seines Bruder vergaß.
Dieser Sprung war mir persönlich viel zu groß. Selbstverständlich verändert man sich auf solch einer Reise, und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden gestärkt, aber was zwischen ihr und ihrem männlichen Gegenstück so ablief, zerstörte mir meine vorher erbaute Hoffnung.
Dabei hätte dieses Paar eigentlich ganz nett sein können, wenn die Autorin ihnen nur genügend Zeit gegeben hätte.
Wie erwähnt, erging es dem Leser beim Schreibstil zuerst nicht anders. Viele kurze, aneinandergereite Sätze bildeten ein Ganzes. Hier wurden sogar grammatikalische Fehler mit eingebaut, um die Tatsache zu unterstützen, dass in Sabas Zeit das richtige Sprechen und Lesen verloren gegangen sind. Dennoch ließ sich der Text, trotz erster Zweifel, gut und schnell lesen. Fehlende Anführungsstriche machten auch das Erkennen der wörtlichen Rede manchmal etwas schwer, wurden im weiteren Verlauf allerdings nicht weiter vermisst.
Großes Problem war dafür Folgendes: Sobald es spannend und interessant wurde, übersprang die Autorin diese Momente mit sehr schnellen Handlungsverläufen, was bei ihr hieß: viele kurze Sätze hintereinander. Sobald ich mir allerdings wünschte, dass es doch etwas zügiger vorangehe - was besonders bei langen Reisen auf sandigem Gebiet und unerwartet intimen Gesprächen der Fall war - wurden diese Szenen unnötig in die Länge gezogen. Dabei hätte ich gerade bei einer Protagonistin wie Saba gehofft, dass man sich mehr auf ihre Rache und nicht auf ihre ersten Annäherungsversuche konzentrieren würde, denn für den Rest wäre ja auch noch in den nächsten Teilen Platz gewesen.
Manchmal verlor der Text dabei die Kraft, die er hätte aussenden können. Mir fehlte Gefühl an den traurigen und Wut an den brutalen Stellen, sodass ich mich fragen musste, ob Frau Young dies bewusst gemacht hatte, um Sabas Abgeschiedenheit zu symbolisieren, oder sie sich einfach viel lieber auf eine ganz andere Emotion stürzen wollte. Ihre ersten Versuche waren genau genommen sehr viel versprechend, aber dies nahm im Verlauf der Geschichte immer weiter ab. Schade eigentlich.
Nachdem ich den Roman gelesen habe, habe ich mir auch endlich mal den Trailer dazu angesehen (ja, ich weiß, eigentlich soll man es andersherum machen, aber naja ;) ) Leider ist dieser Trailer spannender als das Buch selbst:
Mein Urteil:
Leider war Dustlands im Nachhinein nicht ganz so spannend wie erwartet, und dabei auch noch schnulziger als erhofft. Der vorerst noch kalte und etwas zurückgebliebene Charakter der Protagonistin war zwar wirklich interessant und verlieh dem Buch eine ganz andere Stimmung, als es bei anderen Dystopien der Fall war, aber da die Autorin dies nicht überall durchsetzte und an vielen Stellen nachließ, konnte mich der Roman nicht durchweg überzeugen.
Cover:
Das deutsche Cover sieht dem amerikanischen Original sehr ähnlich, allerdings muss ich sagen, dass mir unser Schriftzug und auch die Farbgebung noch ein wenig besser gefallen. Man kann sich gut vorstellen, dass das Mädchen dort auf dem Bild Saba sein soll, wie sie sich allein auf die Suche nach ihrem Bruder macht. Da man sie nicht von vorne sieht, stört mich die Person auf dem Cover nicht einmal.
Dafür, dass dieses Buch eigentlich noch recht frisch ist, habe ich schon ziemlich viele Cover dazu gefunden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:
Das UK-Cover hat mich ziemlich enttäuscht, auch wenn der Hintergrund eigentlich gut passt. Der Rest spricht mich allerdings nicht an. Irgendwie muss ich immer an die Mortal Instruments-Reihe denken. Fragt mich nicht warum.
Es gibt aber noch ein drittes, englischsprachiges Cover, was noch weniger zum Thema passt.
In meinen Augen sieht es aus wie ein nichtssagender Thriller, und nicht, wie eine Jugendbuchdystopie. Zwar passt die Krähe schon - Saba besitzt nämlich eine namens Nero - ist aber sonst doch eher eine Enttäuschung.
Weiter geht es mit dem italienischen Cover, was irgendwie aussieht, als wäre es das, für einen Comic.
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| Amerika |
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| UK |
Das UK-Cover hat mich ziemlich enttäuscht, auch wenn der Hintergrund eigentlich gut passt. Der Rest spricht mich allerdings nicht an. Irgendwie muss ich immer an die Mortal Instruments-Reihe denken. Fragt mich nicht warum.
Es gibt aber noch ein drittes, englischsprachiges Cover, was noch weniger zum Thema passt.In meinen Augen sieht es aus wie ein nichtssagender Thriller, und nicht, wie eine Jugendbuchdystopie. Zwar passt die Krähe schon - Saba besitzt nämlich eine namens Nero - ist aber sonst doch eher eine Enttäuschung.
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| Italien |
Auch der Titel ist mit Dark Eden ein ganz anderer und passt irgendwie nicht ganz zum Buch.
Ich vermute, dass die junge Frau auf dem Bild Saba sein soll, und da beginnt schon das Problem. Ja, ok, es sieht schon irgendwie klasse aus, aber wenn man es näher betrachtet, so wirkt sie doch eher wie eine Vampirjägerin auf Beutezug. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie solche Kleidung getragen haben soll, aber naja.
Und als letztes folgt das schwedische Cover (sieht man ja auch nicht alle Tage).
Im Gegensatz zu den anderen Bildern, spielt dieses auf Sabas Herzstein an, der ihr bei ihrer Suche treu zur Seite steht. Auch hier passt der Hintergrund wieder sehr gut ins Bild, aber da man nur den ausgestreckten Arm sieht, wirkt es doch sonst recht leer.
Das dunkle Rot, was das ganze Cover beherrscht, finde ich allerdings wieder sehr gelungen, denn es steht nicht nur für die gefährlichen Sandstürme, sondern auch für das Blut, was während der Geschichte vergossen wird.
Bewertung:
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| Schweden |
Im Gegensatz zu den anderen Bildern, spielt dieses auf Sabas Herzstein an, der ihr bei ihrer Suche treu zur Seite steht. Auch hier passt der Hintergrund wieder sehr gut ins Bild, aber da man nur den ausgestreckten Arm sieht, wirkt es doch sonst recht leer.
Das dunkle Rot, was das ganze Cover beherrscht, finde ich allerdings wieder sehr gelungen, denn es steht nicht nur für die gefährlichen Sandstürme, sondern auch für das Blut, was während der Geschichte vergossen wird.
Bewertung:


Infos zur Autorin:
Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. ›Dustlands – Die Entführung‹ ist ihr erster Roman.
Mehr?:
Da dieses Buch in den meisten Kreisen doch schon sehr beliebt zu sein scheint, werden sich wohl auch einige freuen, dass bereits das Cover für die zweite UK-Ausgabe feststeht.
In der jetzigen, deutschen Ausgabe gibt es sogar schon einen kleinen Klappentext für den Nachfolger (sollten besser nur die lesen, die auch schon den ersten Teil hinter sich haben):
Die Tonton sind geschlagen. Lugh wurde gerettet. Der Herzstein hat Saba und Jack zusammengebracht. Nun zieht es Saba und ihre Familie nach Westen, wo sie ihn treffen und ein neues Leben beginnen wollen. Alles sollte gut sein.
Aber die Schatten der Toten verfolgen Saba. Und eine andere Art von Schatten kriecht über die Dustlabds.
Dann taucht ein Bote auf. Mit Neuigkeiten von Jack.
Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. ›Dustlands – Die Entführung‹ ist ihr erster Roman.
Mehr?:
Da dieses Buch in den meisten Kreisen doch schon sehr beliebt zu sein scheint, werden sich wohl auch einige freuen, dass bereits das Cover für die zweite UK-Ausgabe feststeht.In der jetzigen, deutschen Ausgabe gibt es sogar schon einen kleinen Klappentext für den Nachfolger (sollten besser nur die lesen, die auch schon den ersten Teil hinter sich haben):
Die Tonton sind geschlagen. Lugh wurde gerettet. Der Herzstein hat Saba und Jack zusammengebracht. Nun zieht es Saba und ihre Familie nach Westen, wo sie ihn treffen und ein neues Leben beginnen wollen. Alles sollte gut sein.
Aber die Schatten der Toten verfolgen Saba. Und eine andere Art von Schatten kriecht über die Dustlabds.
Dann taucht ein Bote auf. Mit Neuigkeiten von Jack.






















































4 Kommentare:
Dann bin ich mal gespannt...hab das Buch als Hörbuch hier und wollte das heute Abend in der Badewanne mal entspannt anfangen zu hören!
Einen schönen Blog hast du!
LG Luminchen...die sich über einen Besuch von dir freuen würde ;-)
Es überrascht mich auch mal eine etwas mittelmäßigere Rezension zu dem Buch zu lesen. Bisher hab ich alle nur in höchsten Tönen davon schwärmen hören können. Aber mir gefällt die Rezension echt gut, denn auch wenn sie das Buch nicht als den totalen Knaller darstellt, macht sie mich auf jeden Fall sehr neugierig :)
@Luminchen: Bin mal gespannt, wie du das Hörbuch bewertest. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen es zu hören, weil die Sätze so kurz und abgehackt sind. Aber mal schauen, vielleicht setzt die Sprecherin es auch sehr gut um.
@captain cow: Ich kann nicht wirklich verstehen, wieso so viele davon begeistert sind. Auf dem UK-Cover steht sogar "Besser als Panem!" was in meinen Augen eine ganz schön krasse Übertreibung ist, aber naja. Trotzdem möchte ich auf keinen Fall von dem Buch abraten. Es hat schon seine Reize. ^^
@ Cherry: Ach, immer diese Panem-Vergleiche. Die bewirken bei mir ohnehin nur, dass ich erstmal zurückschrecke. Schlimm, sowas... Aber die beste Art und Weise, um zu erkennen was da wirklich dran ist, ist sowieso lesen :]
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