¡Rezension!: Das meiste Buch der Welt (DMBDW)

VanaVanille


Titel: Das meiste Buch der Welt
Autor/in: Christian Walther & Nele Ming
Verlag: Gulliver
Originaltitel: -
Seitenzahl: 176
Preis: 8,95 € (D)
ISBN:
978-3-407-74331-2




Da ich mir anfangs noch absolut nichts unter DMBDW vorstellen konnte und es vielen vielleicht genauso geht, ist es wohl hilfreich erst einmal zusammen zu fassen, wie ich dieses Buch empfunden habe. DMBDW ist eine Mischung aus Mach dieses Buch fertig, einer Bravo-Zeitung, unnützem Wissen und ganz viel schmutzigem und makaberem Humor. So schmutzig und makaber, dass ich damit absolut nicht gerechnet hatte. Dabei fand ich gerade diese tabulose Einstellung sehr erfrischend, da ich böse Witz liebe und mich auch über primitive Scherze totlachen könnte (das muss ich leider zugeben).

Neben solch bösen Sprüchen und Wortwitzen, gab es allerdings auch noch sehr unterhaltsame Sachen, die alles in den Dreck zogen, was unseren heutigen Alltag so ausmacht. Fast Food, Casting Shows, das Internet und Statussymbole wie iPhone & Co. wurden dabei nur zu gern auf die Schippe genommen und für die skurrilsten Dinge missbraucht. Ob nun mit Listen, Persönlichkeitstests, Ratgeber-Artikeln oder einem Quiz, die beiden Autoren haben sich wirklich urkomische Ideen einfallen lassen um ihre Leser zu "entertainen" und bei Laune zu halten.

Das alles war auch schön und gut, aber dennoch gab es Fälle, in denen ich uninteressiert weitergeblättert habe. Das lag hauptsächlich daran, dass viele Gags wieder und wieder erschienen. Zwar in anderen Formen, aber dennoch immer so, dass es einem auffallen musste. Vielleicht sollten sie dadurch einen gewissen Running Gag-Status erhalten, aber da sie sich nur auf Stars wie Lena, Charlotte Roche, Guttenberg etc. bezogen ( man kann sich ja denken, was da für Witze wiederholt wurden) und für einen guten öfter vorkommenden Witz viel zu viele waren, wirkte es irgendwann nur noch nervig. So wurde z.B. ein Zitat gleich auf fünf verschiedenen Seite benutzt. Das macht einfach keinen Spaß mehr, wenn man das so oft lesen muss.
Auch fragte ich mich an einigen Stellen: Könntest du jetzt darüber lachen, wenn du den Film nicht gesehen hättest? Die Antwort darauf lautet Klipp und Klar: Nein. Ich war froh, dass ich erst vor ein paar Wochen Das Leben des Brian geguckt habe, sonst wären mir wohl einige Witze abhanden gekommen. Das ist allerdings nicht nur mit diesem, sondern auch mit einer ganzen Menge anderer Filme so. Man muss also schon ein ordentliches Konsumkind sein, um alles in diesem Buch zu verstehen. Da bin ich fast schon erleichtert, dass ich es nicht bin.


Mein Urteil

Einige sehr gute Lacher waren drin, die nicht nur makaber und manchmal auch pervers waren, sondern in mancher Hinsicht auch ziemlich intelligent. Trotzdem gab es viele Gags, die mir zu oft wiederholt wurden und mir den halben Spaß am Buch nahmen. 


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