Montag, 13. Februar 2012

¡Rezension!: Das meiste Buch der Welt (DMBDW)

Eingestellt von Cherry um 21:30
Cover 


Titel: Das meiste Buch der Welt
Autor/in: Christian Walther & Nele Ming
Verlag: Gulliver
Originaltitel: -
Seitenzahl: 176
Preis: 8,95 € (D)
ISBN:
978-3-407-74331-2



Klappentext:

Dieses Buch hat vor allem eins: Humor. Es enthält gut gemachten Quatsch für alle Lebenslagen. Fulminante Bestenlisten und gigantische Mitmachseiten treffen auf knallharte Persönlichkeitstests und Tipps zu Sex, Job oder Lieblingseissorten. Egal ob Promis, Stars und Sternchen, Kinofilme oder Weltbestseller, ob Facebook, Bands, Handys oder Starköche – nichts ist sicher vor dem meisten Buch der Welt.


Erste Gedanken:

Als ich vom Beltz-Verlag die Anfrage für dieses Buch bekam, freute ich mich über eine locker leichte Abwechslung zwischen all den Romanen, die ich derzeit lese. Ich erwartete humorvolle und nicht ganz ernst zu nehmende Seiten, die mir mal ein breites Grinsen auf das Gesicht zeichnen sollten.


Meine Meinung: 

Da ich mir anfangs noch absolut nichts unter DMBDW vorstellen konnte und es vielen vielleicht genauso geht, ist es wohl hilfreich erst einmal zusammen zu fassen, wie ich dieses Buch empfunden habe. DMBDW ist eine Mischung aus Mach dieses Buch fertig, einer Bravo-Zeitung, unnützem Wissen und ganz viel schmutzigem und makaberem Humor. So schmutzig und makaber, dass ich damit absolut nicht gerechnet hatte. Dabei fand ich gerade diese tabulose Einstellung sehr erfrischend, da ich böse Witz liebe und mich auch über primitive Scherze totlachen könnte (das muss ich leider zugeben).

Neben solch bösen Sprüchen und Wortwitzen, gab es allerdings auch noch sehr unterhaltsame Sachen, die alles in den Dreck zogen, was unseren heutigen Alltag so ausmacht. Fast Food, Casting Shows, das Internet und Statussymbole wie iPhone & Co. wurden dabei nur zu gern auf die Schippe genommen und für die skurrilsten Dinge missbraucht. Ob nun mit Listen, Persönlichkeitstests, Ratgeber-Artikeln oder einem Quiz, die beiden Autoren haben sich wirklich urkomische Ideen einfallen lassen um ihre Leser zu "entertainen" und bei Laune zu halten.

Das alles war auch schön und gut, aber dennoch gab es Fälle, in denen ich uninteressiert weitergeblättert habe. Das lag hauptsächlich daran, dass viele Gags wieder und wieder erschienen. Zwar in anderen Formen, aber dennoch immer so, dass es einem auffallen musste. Vielleicht sollten sie dadurch einen gewissen Running Gag-Status erhalten, aber da sie sich nur auf Stars wie Lena, Charlotte Roche, Guttenberg etc. bezogen ( man kann sich ja denken, was da für Witze wiederholt wurden) und für einen guten öfter vorkommenden Witz viel zu viele waren, wirkte es irgendwann nur noch nervig. So wurde z.B. ein Zitat gleich auf fünf verschiedenen Seite benutzt. Das macht einfach keinen Spaß mehr, wenn man das so oft lesen muss.
Auch fragte ich mich an einigen Stellen: Könntest du jetzt darüber lachen, wenn du den Film nicht gesehen hättest? Die Antwort darauf lautet Klipp und Klar: Nein. Ich war froh, dass ich erst vor ein paar Wochen Das Leben des Brian geguckt habe, sonst wären mir wohl einige Witze abhanden gekommen. Das ist allerdings nicht nur mit diesem, sondern auch mit einer ganzen Menge anderer Filme so. Man muss also schon ein ordentliches Konsumkind sein, um alles in diesem Buch zu verstehen. Da bin ich fast schon erleichtert, dass ich es nicht bin.


Mein Urteil:

Einige sehr gute Lacher waren drin, die nicht nur makaber und manchmal auch pervers waren, sondern in mancher Hinsicht auch ziemlich intelligent. Trotzdem gab es viele Gags, die mir zu oft wiederholt wurden und mir den halben Spaß am Buch nahmen.


Cover:

Großes, fettes Ausrufezeichen, was wohl schreien soll: Hier, hier, guck mich an!
Aber irgendwie passt es auch zu der aufdringlichen und anzüglichen Art des Buches.



Bewertung:




Vielen Dank an den Beltz Verlag für das Rezensionsexemplar.

Infos zu den Autoren:

Christian Walther, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Philosophie und Germanistik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Nach kurzen Stationen bei Stadtmagazinen und Rundfunk arbeitet er heute als Lektor und spielt in einer Band. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.

Nele Ming wuchs als jüngster Spross einer dreizehn-köpfigen Großfamilie in Memmingen, Bayern, auf. Nach dem Schulabschluss studierte sie an der MIN-Fakultät in Hamburg. In ihrer Freizeit strickt sie Wollpullover mit dem Mustern chinesischer Porzellankunst der Ming-Dynastie und wartet gespannt darauf, was am 21.12.2012 passiert.
 

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!