Verlag: Oetinger
Originaltitel: Oksa Pollock - Le coeur de deux mondes (franz.)
Seitenzahl: 395
Preis: 18,95 € (D)
ISBN: 978-3-7891-4504-9
Seitenzahl: 395
Preis: 18,95 € (D)
ISBN: 978-3-7891-4504-9

Klappentext:
Oksa bleibt keine Wahl. Sie muss ihre Bestimmung erfüllen und die magische Welt Edefia mit Hilfe ihrer Familie und ihrer Freunde aus den Händen des bösen Ocious reißen. Denn das Gleichgewicht in Edefia ist inzwischen so gestört, dass auch die reale Welt vom Untergang bedroht ist. Aber um überhaupt in das verborgene Land zu gelangen, muss sich Oksa mit ihren schlimmsten Feinden verbünden. Bald weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann, denn auch Tugdual scheint falsch zu spielen. In Band drei der Bestsellerserie von Anne Plichota und Cendrine Wolf geht es um große Gefühle und eine tödliche Feindschaft. Die Abenteuer von Oksa Pollock, der Retterin der Welt, werden immer spannender!
Erste Gedanken:
Und ein drittes Mal sollte ich nun die Junge Huldvolle Oksa Pollock bei ihren Abenteuern begleiten und endlich einen Blick in das sagenumwobene Land Edefia werfen. Da es also mit der richtigen Geschichte weitergehen sollte, war ich schon sehr gespannt darauf.
Meine Meinung:
Als Naturkatastrophen langsam drohen die Erde zu zerstören, bleibt Oksa und ihren Anhängern keine Wahl mehr: sie müssen so schnell wie möglich nach Edefia, um das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen. Auf dem Weg dahin gibt es allerdings so einige Hürden zu bewältigen, Leben zu retten und Rückschläge einzustecken, welche die Freunde immer wieder fast scheitern lassen. Doch ihr Bündnis, die Liebe und ihr Mut führen sie nun endlich in das langersehnte Land Edefia, wo schon neue Gefahren auf sie warten.
Keine Frage, wer bereits die beiden ersten Oksa Pollock-Bände gelesen hat, wird auch zu dieser Fortsetzung nicht Nein sagen können, denn endlich kann der Leser auch das Heimatland der Baba Pollock kennen lernen, von dem er vorher so viel gehört, bisher aber nie viel gesehen hat. Trotzdem ist es auch diesmal ein ziemlich langer Weg bis dorthin, denn bevor die Gruppe endlich einen Fuß in dieses fantastische Reich setzen darf, muss man sich gemeinsam mit ihnen erst einmal durch 3/4 des Buches kämpfen. Damit meine ich nicht, dass es eine Qual war es zu lesen, sondern dass es diesmal so viele Kampfszenen und Begegnungen mit Feinden gab, wie in keinem der zwei Teile davor. Wer also Action mag und von solchen Situationen nicht genug bekommen kann, darf sich an dieser Stelle freuen.
Was die Charaktere angeht, so kann man im Vergleich zu den Vorgängern nicht groß von einer Veränderung sprechen. Die Lieblinge sind geblieben, Nebencharaktere werden vertieft und auch der ein oder andere Name kommt neu dazu. Im Laufe der Zeit ist mir übrigens aufgefallen, dass es günstig gewesen wäre eine Tabelle mit all den Figuren zu führen (am besten noch mit einer kleinen Beschreibung zu jeder), denn die Welt um Oksa scheint sich immer weiter zu fächern und ist nichts für vergessliche Leser (und das bin ich normalerweise nicht). Besonders wenn Monate zwischen dem Lesen des einen und des anderen Teils liegen, ist es manchmal schwer wieder in die komplexen Figurenkonstellationen zu finden, auch wenn die natürlich für tiefere Charakter und einer Menge Informationen stehen. Für alle, die sich also die Reihe um die Unverhoffte noch antun wollen: nehmt am besten gleich Stift und Papier zur Hand. Nur ein gut gemeinter Rat.
Auch merkt man in diesem Buch, dass es sich mit Oksas Unschuld langsam erledigt hat, denn was mit einer spannenden Geschichte für junge Leser begann, wird an einigen Stellen dieses Teils schon zur leichten Teenie-Romanze. Ob das einem gefällt, bleibt Geschmackssache, und wenn man sich Oksas junge 13 Jahre anschaut, auch eine Frage der Einstellung, aber ich muss sagen, dass sich die Autoren für diese doch eher reife Verhaltensweise der Protagonistin auch eine gute Lösung haben einfallen lassen. Natürlich könnte auch die als bequem und nicht unbedingt brillant interpretiert werden, aber jedenfalls gab es überhaupt eine.
Dabei muss ich, trotz gewisser Skepsis, sagen, dass mir die Pärchenbildung ganz gut gefallen hat und ich sie nicht als unnötig oberflächlich beschreiben würde, wie es in so manchem Jugendbuch der Fall ist, welches eigentlich für ältere Leser gedacht wäre. Hier werden Emotionen beschrieben, die man als pubärtierendes Kind wirklich fühlt und die liebe Oksa deswegen auch nie wirklich unsympathisch machen, auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, dass sie ein kleines, cooles Mädchen bleibt, was gern ein Ninja wäre und mit ihrem besten Freund Gus nicht solche albernen Probleme durchstehen muss. Aber naja, auch tolle Charaktere müssen mal erwachsen werden.
Mein Urteil:
Wie ich es von Oksa gewohnt war, konnte sie mich auch diesmal wieder halbwegs glücklich zurücklassen. Natürlich gab es das ein oder andere Problem, welches mir nicht ganz zusagen konnte, aber im Großen und Ganzen mag ich die Junge Huldvolle sehr und freue mich immer wieder, wenn sie mich mit ihren fabelhaften Fähigkeiten und unglaublich lustigen Lebewesen besucht.
Allerdings hat sich das Kinderbuch, das es vorher in meinen Augen war, nun langsam zum Jugendbuch entwickelt und könnte für so manches Kind vielleicht doch noch etwas zu hoch sein.
Cover:

Ich bin wirklich froh, dass wir diese hübschen, sehr gut passenden Illustrationen auf den deutschen Covern haben, denn die Originale lassen doch sehr zu Wünschen übrig.
Besonders die Personen im Hintergrund sehen hier furchtbar billig aus. Pfui.
Bewertung:

Vielen Dank an den Oetinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

Infos zu den Autorinnen:
Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Cendrine Wolf erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt.
Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Anne Plichota erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt.
Teil ein und zwei:

















































1 Kommentare:
Das sind wirklich viele Regale und viele Bücher! :)Schön! Ich gucke mir wirklich gerne an wie und wo andere ihre Bücher aufbewahren.
Lg Steffi
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