¡Rezension!: Machine of Death

VanaVanille


Titel: Machine of Death
Autor/in: Ryan North [Hrsg.] Mathhew Bennardo [Hrsg.] David Malki [Hrsg.]
Verlag: Heyne
Originaltitel: -
Seitenzahl: 640
Preis: 9,99 € (D)
ISBN:
978-3-453-52878-9



Ein Tropfen deines Blutes genügt, und die Maschine sagt dir, wie du sterben wirst. Dabei drückt sie sich allerdings nur selten sehr detailliert aus, was zur Folge hat, dass du selbst mit der Vorhersage nicht erahnen kannst, wann, und wie genau es passiert.
Du willst den Tod von dir lenken, ihm aus dem Weg gehen, aber schließlich erwischt es dich doch, meist so, wie du es nicht einmal in deinen dunkelsten Träumen für möglich gehalten hast. Auf deinem Zettel steht also BOOT und du glaubst, dass es reichen würde nie mehr auch nur in die Nähe eines Hafens zu kommen? Aber was ist, wenn du dich auf der Autobahn befindest und vor dir ein großer Anhänger fährt, der Motorboote transportiert? Was ist, wenn sich plötzlich ein Seil löst und eines der Boote direkt auf deine Windschutzscheibe knallt?
Ich sehe, du verstehst, was ich meine.

Mir ist klar, dass es viele Leser gibt, die mit Kurzgeschichten nicht viel anfangen können (leider), doch wenn es um ein so komplexes Thema wie die Existenz einer Todesmaschine geht, wäre es mehr als langweilig einen Roman dazu zu lesen, der lediglich von einem einzigen Autoren geschrieben wurde. Viel mehr Sinn macht es da doch, wenn sich mehrere professionelle und amateurhafte Schriftsteller zusammensetzen und jeder für sich eine Kurzgeschichte zu dieser Maschine verfasst. Zuerst wird einem gar nicht klar sein, wie verschieden die Meinungen und Aussichten der jeweiligen Menschen sind, doch sobald man erst einmal drei oder vier Geschichten durchgelesen hat, fällt einem auf, dass jeder dieses Gerät anders interpretiert und in ihm ganz verschiedene Chancen, aber auch Gefahren sieht (vielleicht wird es ja einige von euch interessieren: einige der Erzählungen gehen in Richtung Dystopie). Genau das ist der Vorteil einer Anthologie: sie ist abwechslungsreich.
Und so abwechslungsreich sind übrigens auch die Illustrationen, die passend zur folgenden Erzählung am Anfang einer jeden Geschichte stehen. 34 Künstler haben sich daran gesetzt, um die Stimmung der Story einzufangen. 

Wie bei einem Album der eigenen Lieblingsband wird es allerdings vorkommen, dass einige Werke einen mehr berühren/ansprechen, als andere (das ist einfach nicht zu vermeiden). Ich hatte jedoch das Glück, das gut 80% der Geschichten mir sehr gefallen haben und ich mich durch keine der Shortstories "durchbeißen" musste.
Trotzdem wird es vielleicht den ein oder anderen geben, der mit einem der Texte nicht zurecht kommt, oder einfach den Schreibstil nicht mag. Mein Tipp: aufhören und eine andere Geschichte lesen. Da die einzelnen Werke nicht aufeinander aufbauen, ist es vollkommen egal, wo man beginnt oder aufhört zu lesen. 

Mein Urteil

Eine gelungene Anthologie zu einem außergewöhnlichen Thema. Die einzelnen Geschichten sind so unterschiedlich, dass sie auch verschiedene Gefühle im Leser wecken: Trauer, Wut, Liebe und Glück. So kann man sich auf ein sehr abwechslungsreiches Lesevergnügen vorbereiten. Zusätzlich gibt es zu jeder Geschichte auch noch eine dazu passende Illustration, manchmal mehr, manchmal weniger eindeutig. Klasse Idee!

Meine 6 Lieblingsgeschichten

Verzweiflung / Selbstmord / Mandel / Gemüse / Nichts / Blutverlust 


2 Kommentare:

  1. Hmm davon habe ich ja noch nie was gehört oO Aber es sieht gut aus; nicht nur die Illustrationen sondern vor allem deine Meinung macht mich neugierig auf mehr. Danke für die Vorstellung! Gerade weil ich mich wieder mehr an Kurzgeschichten ranwagen möchte, werd ich mir das Buch mal merken.

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  2. Klingt ja mal sehr gut die Rezi! Glaube das Buch hol ich mir. Die Idee ist echt genial.

    Zu den Katzen: Welche meinst du denn? ;)

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