¡Rezension!: Numbers - Den Tod im Griff

VanaVanille


Titel: Numbers - Den Tod im Griff
Autor/in: Rachel Ward
Verlag: Chicken House
Originaltitel: Numbers 03. Infinity
Seitenzahl: 320
Preis: 14,95 € (D)
ISBN:
978-3-551-52037-1




Zwei Jahre sind seit Adams und Sarahs letztem Abenteuer vergangen. Zwei Jahre in denen sie zu verantwortungsvollen Eltern und reifen Menschen herangewachsen sind. Doch die Zukunft bleibt ungewiss, nachdem Naturkatastrophen die meisten Städte unter sich begraben haben, und damit auch Elektrizität und moderne Technik vernichteten. Verloren reisen sie von Ort zu Ort, finden hier und da Unterschlupf, bleiben aber nie an einer Stelle, denn das Leben ist gefährlich, besonders wenn die alte Regierung weiß, dass man die Gabe besitzt, Todesdaten zu lesen. Adam ist in Gefahr, und somit auch Mia, Sarah und ihr ungeborenes Kind.

So ganz anders ist dieser letzte Teil der Numbers-Trilogie, der auch diesmal abwechselnd aus den Augen der beiden Protagonisten Sarah und Adam erzählt wird. Die beiden Jugendlichen sind nun keine - mit Schimpfwörtern um sich schmeißenden - Halbwüchsigen mehr, sondern zwei Erwachsene, die sich herzzerreißend um ihre kleine Familie kümmern. Auch wenn sie hin und wieder ein wenig ihres alten Charakters durchscheinen lassen, fällt es beim Lesen doch schwer die alten Figuren darin zu erkennen. Grundängst bleiben natürlich erhalten, doch die Prioritäten und Wünsche haben sich drastisch verändert, was in zwei Jahren nur glaubwürdig ist.

Doch auch der Rest der Geschichte lenkt diesmal in eine ganz andere Richtung. Während Jem im ersten Teil ihre Fähigkeiten eher als nebensächliches Übel darstellte und Adam seine Gabe im zweiten Band sehr oft hinterfragte, beschäftigt sich die Autorin diesmal mit dem Thema, was geschehen würde, wenn die falschen Hände an solch eine Macht kämen. Wie weit könnte man sie nutzen? Was für Gefahren kämen auf uns zu? 
Diese völlig andere Herangehensweise weckte meine Neugier und wirkte diesmal auch viel überlegter. Besonders interessant wurde es allerdings, als man nach und nach die neuen, noch unbekannten Fähigkeiten entdeckte, obwohl ich gerade in diesen auch ein großes Problem sah.

Der Tod ist unausweichlich, er ist mächtiger als wir und wir sollten nicht einmal darauf hoffen, dass er irgendwann einen Bogen um uns macht. So war die eindeutige Botschaft in den beiden Teilen bisher, mit der ich auch ganz klar einer Meinung war. Das dritte Buch zeigt uns allerdings, dass all das völlig falsch ist, ein unendliches Leben möglich wäre und wir - winzige Menschen, die wir sind - dem Tod von der Schippe springen können. Der Mann mit der Sense wurde zur Lachnummer, die man gut und gerne, gleich mehrmals, austrickste, als würden alle sterblichen Regeln nicht mehr gelten. 
Diese Idee wollte mir einfach nicht in den Kram passen.  

Mein Urteil

Auch nach dem schon etwas besseren zweiten Teil wieder eine kleine Steigerung. Trotzdem kann ich dem Buch einfach keine bessere Bewertung geben, da mir, wie schon in den beiden Vorgängern, die wahre Spannung gefehlt hat und diesmal ein paar Unstimmigkeiten zwischen mir und dem Hauptthema des Buches aufkamen. Alles ging glimpflich aus, obwohl solch ein Inhalt eigentlich nicht nach einem Happy End schreit. Irgendwie werden Frau Ward und ich keine Freunde.


2 Kommentare:

  1. Ich werde mir wohl das Buch zulegen, aber danach werde ich die Trilogie mit anderen Büchern tauschen :)

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  2. @Deniz: Das ist wahrscheinlich das Beste, wenn einem die Reihe nicht so zusagt ^^ Sollte ich vielleicht auch machen.

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