¡Rezension!: Wie man unsterblich wird

VanaVanille


Titel: Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt
Autor/in: Sally Nicholls
Verlag: dtv
Originaltitel: Ways to Live Forever
Seitenzahl: 208
Preis: 8,95 € (D)
ISBN:
978-3-423-62455-8




Ich muss sicherlich nicht erwähnen, dass dieses Buch eher zu der Kategorie Am Ende werde ich mir sowieso die Augen aus dem Kopf weinen gehört - das sollte ja bereits aus dem Klappentext hervorgegangen sein - doch ist es auch authentisch genug, dass man als Leser jedem Wort Glauben schenken mag? Möchte man mit den Figuren mitleiden? Sie trösten? Sie verstehen?
Da ich schon ein paar Bücher in dieser Richtung gelesen habe (Oscar und die Dame in Rosa oder auch Bevor ich sterbe) war der Inhalt erst einmal nichts Neues für mich. Dennoch fiel mir auch diesmal wieder auf, dass verschiedene Autoren auch ganz unterschiedlich mit ein und demselben Thema umzugehen wissen. Gott sei Dank.

Was mir sofort beim Lesen auffiel, und was sich auch von den meisten anderen Büchern dieser Sorte unterschied, war die Tatsache, dass Sam nicht alleine war. Nicht allein in dem Sinne, dass er nicht die einzige Figur war, die sterbenskrank war. Während sich in den meisten anderen Romanen der oder die Protagonist/in immer wieder fragt Wieso muss ausgerechnet mir das passieren? hat sich Sam mit ganz anderen Problemen auseinandersetzen können. Er wusste, dass er nicht der Einzige ist, der mit einer Krankheit wie Leukämie zu kämpfen hat, und dachte eher darüber nach, was nach dem Tod mit seinem Körper geschehen würde. Gibt es einen Gott? Wenn ja, würde Sam in den Himmel kommen? Was muss noch getan werden, um sein Leben als vollständig betrachten zu können?

Sehr liebenswert und nachdenklich führt die Autorin ihre Leser an den kleinen Sam heran, der trotz seines kurzen Lebens weiterhin Freude an jedem Tag hat und niemals im Selbstmitleid versinkt. Mit Witz und Trotz erzählt er uns in seinen Aufzeichnungen die Geschichte seines Sterbens und erleichtert uns dabei die Auseinandersetzung mit dem Tod und der Trauer, die uns auf jeder Seite begleiten.
Besonders schön ist dabei das letzte Kapitel. Man muss nicht groß darüber nachdenken, wie der Roman wohl enden wird - denn bei Themen wie Leukämie bleibt schlussendlich doch nur ein Ausweg - und trotzdem schafft Frau Nicholls es, dass man nicht in ein bodenloses Loch fällt und den Rest des Tages nichts mehr mit sich anfangen kann. Nein, ganz im Gegenteil. Die letzten Seiten sind nochmal einen Schmunzler wert, bringen dabei gleichzeitig zum Lachen und Weinen und tun einfach nur gut.

Mein Urteil

Ein bewegendes und sehr gutes Buch zu den Themen Krebs, Tod und Trauer. Es gibt übrigens schon einen Film dazu (was sonst?) 


1 Kommentare:

  1. Davon hatte mir eine bekannte bereits erzählt. Ich mag solche Geschichten sehr gerne, auch wenn ich mir am Ende ebenfalls meistens die Augen aus dem Kopf heule. Dieses hier klingt deshalb sehr gut. Danke für die tolle Rezension (:

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Cherry