¡Rezension!: Vaclav und Lena

Erdbeere


Titel: Vaclav und Lena
Autor/in: Haley Tanner
Verlag: dtv
Originaltitel: Vaclav and Lena
Seitenzahl: 340
Preis: 14,90 € (D)
ISBN:  978-342248679




Es waren einmal zwei kleine Kinder - Vaclav und Lena - die aus dem weit, weit gelegenen Land namens Russland in die USA kamen. Vaclavs Eltern hoffen in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf ein besseres Leben, Lena hofft auf eine Familie. Doch alles was sie in ihrer kindlichen Naivität wirklich wollen, ist das aus Vaclav ein berühmter Zauber und Lena seine Assistentin wird. Doch dann verschwindet Lena.

Gleich zum Anfang muss ich sagen, dass mich das Cover ganz schön reingelegt hat. Ich war felsenfest der Meinung, die Geschichte spiele in Amerika der 50er Jahre, doch siedelt sie sich in unserer Gegenwart an. Die Idee, zwei Immigrantenkinder mit einem großen Traum, die sich aus den Augen verlieren und wiederfinden, fand ich eigentlich ganz interessant. Gerade das Thema Immigration hat mich fasziniert. Jedoch zieht sich die Geschichte teilweise so sehr ins Unendliche, bis endlich mal etwas passiert. Auch wenn der Leser bis dahin relativ im Dunkeln tappt, was genau passiert ist. Man weiß nur: Lena ist weg.

Das Buch wurde aus der Sicht von Vaclav und Lena, aber auch aus Vaclavs Mutter geschrieben. Dadurch bekommt der Leser einen Eindruck davon, was die Figuren denken und fühlen. Leider drifteten ihre Gedanken manchmal ins Endlose ab, brauchten etwas Zeit bis zum Punkt zukommen oder konzentrierten sich aufs Unwesentliche. Ich nehme an, dies ist auch von der Autorin so beabsichtigt und sollte die Gedankenwelt eines jungen Immigrantenkindes authentischer machen, da dessen Wortschatz natürlich geringer ist als der eines native speakers. Dennoch hatte ich meine Probleme mit der Sprache des Buches, da es sich nicht so flüssig zu lesen lies. Was jedoch nicht hieß, dass es schlecht geschrieben war.

Das Buch konzentriert sich hauptsächlich auf Vaclav und Lenas Beziehung. Angefangen als beide noch Kinder waren - bis hin zum Teenageralter. Dass sich kleine Kinder schon die ganz große Liebe schwören und irgendwann auch heiraten wollen, fand ich teilweise unglaubwürdig. Dass sich dies über 7 Jahre hinauszieht, ebenso. Denn als sie sich endlich wiederfanden (nach über der Hälfte des Buches) , knüpfte ihre Liebe nahtlos da an, wo sie 7 Jahre zuvor auseinander gerissen wurden. Generell fand ich das Wiedersehen irgendwie seltsam, da kaum Fragen aufkamen und kaum Antworten gegeben wurden. Auch den Wunsch, auf den letzten 80 Seiten Lenas Eltern zu finden, war irgendwie fehlplaziert und hatte sich auch schnell erledigt. Das Ende ist schnell erzählt, der große Höhepunkt blieb aus. Schade! Gerade von dem Ende habe ich mir einiges mehr erhofft.

Mein Urteil

Dank Klappentext hatte ich große Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Trotz interessanten Anfang und Potential, haben mich die nicht so richtig vorhandene Story und manchmal etwas sperrige Sprache etwas gelangweilt. Schade!


2 Kommentare:

  1. Hey,
    das bezieht sich jetzt nicht auf diesen Artikel, ich wollte bloß fragen, ob einer von euch "The Casual Vacancy" von J.K. Rowling lesen und rezensieren wird. WÜrde mich sehr interessieren :)
    Liebe Grüße!

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  2. Hey, also soweit ich weiß, hat sich die Kirsche das Buch gerade erst gekauft. Also gelesen wird es schon mal ;)
    Inwiefern es rezensiert wird, muss die Kirsche entscheiden. =)
    Liebe Grüße

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