¡Rezension!: Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte

VanaVanille


Titel: Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte
Autor/in: Catherynne M. Valente
Verlag: Rowohlt
Originaltitel: The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making
Seitenzahl: 320
Preis: 17,95 € (D)
ISBN:
978-3-499-21632-9


Ein verträumtes kleines Mädchen, das aus seinem langweiligen Leben gerissen und direkt in das wunderschöne Feenland befördert wird... kann es für fantasieliebende Bücherwürmer etwas Schöneres geben? Auf den ersten Blick natürlich nicht. September scheint bereits zu Beginn der Geschichte eine vielversprechende, mutige kleine Heldin zu sein, die zusammen mit uns in ein Reich entführt wird, wie es strahlender nicht sein kann. Witzige Wortspiele, schräge Figuren, sehr originelle Ideen, all das beschert uns die kreative Autorin, welche vor neuen Einfällen scheinbar nur so strotzt. Immer mehr Wesen lernen wir kennen, immer mehr seltsame Regeln des Feenlands, immer mehr von diesem und jenem... immer mehr... und mehr... und mehr ... und....

Zu viel! Tut mir leid, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich ein Buch mal mit seinen märchenhaften Geschöpfen und außergewöhnlichen Handlungen überfordern kann, aber was Frau Valente hier schuf, endete bei mir oftmals in auswegloser Verwirrung. Das lag nicht nur an sinnlosen, beinahe absurden Dialogen, sondern auch an viel zu vielen Charakteren, die nicht wirklich eine wichtige Rolle spielten, sondern einfach mal erwähnt werden sollten. Mir schien es zu 75% des Buches so, als würde uns die werte Autorin nur beweisen wollen, was sie alles auf dem Kasten hat. Und hier noch was, ach ja und hier, das kann ich ja auch noch einbauen. Und während sie so schrieb, verfing sie sich zu oft in einem wirren Blahblah, dass ich mich trotz der ruhelosen Atmosphäre extrem langweilte.

Schön und gut, mag man da sagen, es gibt viele verwirrende Bücher und schließlich ist dieses Werk nunmal eine Mischung aus Alice im Wunderland und Der Zauberer von Oz (übrigen beides Geschichten, die ich sehr liebe), da kann es mal zu irren Szenen kommen. Und eigentlich spricht da auch nichts gegen, wenn man doch dazwischen nicht immer den Fokus verlieren würde. Ich beendete das Buch und kannte September kein bisschen besser - weshalb ich hier auch nichts zu ihrem Charakter sagen kann. Sie war in meinen Augen lediglich eine Marionette der Autorin, ohne Sinn und Verstand. So gab es neben ihr auch viele weitere Figuren, die nur nebenher liefen und keine weitere Aufgabe hatten als ihre bloße Existenz. Das macht keinen Spaß. Das Buch hätte mir sehr gut gefallen können, wenn man es nicht so vollgestopft und sich eher auf einen schönen Handlungsstrang konzentriert hätte. 

Mein Urteil

Das Buch wurde überstrapaziert. Wenn man mal bedenkt, dass es noch zwei weitere Teile gibt, würde man doch glauben, dass die Autorin ihre vielen und dabei auch sehr schönen Ideen nicht alle in den ersten Roman quetschen muss. Wahrscheinlich kommen da auch noch viel mehr Einfälle, aber ich weiß nicht, ob ich Lust habe mir dies ein zweites Mal anzutun.
Fazit: Kreativität top, Umsetzung...naja, wenn man bedenkt, dass dieses Buch ab 10 Jahren empfohlen wird...eher flop.


5 Kommentare:

  1. Hm...Das Cover sieht echt super aus! Schade das es anscheinend nicht ganz so toll ist, wie der Klappentext verspricht...

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  2. Woah, da hast du ja echt kein gutes Haar dran gelassen D: Ich fand das Buch wirklich toll. Ich versteh schon, was du meinst, es ist wirklich "voll", aber ich konnte von der Kreativität der Autorin gar nicht genug bekommen und fand das richtig toll. In Happen lesen, hilft hier natürlich, das ist kein Buch, dass man an einem Nachmittag runterliest.

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  3. @MB: Ich hab's echt versucht und war auch sehr traurig darüber, aber die Autorin konnte mich nicht erreichen. Da sie so viel drumherum erzählte, kam mir die Protagonistin selbst zum Ende hin noch fremd vor. Leider.

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  4. Also ich fands super. Die kreativen Dialoge sind das beste an dem Buch. Ich habs auf einmal gelesen. Ich versteh nicht wirklich wwas du mit "voll" meinst. So viele Personen kommen da doch garnicht vor.

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    1. Dann solltest du die Besprechung nochmal von vorn lesen, denn ich denke, ich hab es deutlich erklärt ;)

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