¡Rezension!: Der Magnolien-Club

VanaVanille


Titel: Der Magnolien-Club
Autor/in: Katie Crouch
Verlag: Hanser
Originaltitel: The Magnolia League
Seitenzahl: 352
Preis: 14,90 € (D)
ISBN:
978-3-446-24163-3



Eine Hippie-Protagonistin, die es sich vorgenommen hat die Welt zu verbessern und sich auf keinen Fall der kapitalistischen Gesellschaft hinzugeben? Klingt zuerst auf alle Fälle nach etwas Neuem. Als sie nach dem Tod ihrer Mutter dann auch noch in das luxuriöse Leben ihrer Großmutter verfrachtet wird, die ihr weißmachen will, dass sie die zukünftige Anführerin des sogenannten Magnolien-Clubs ist, ergibt das wohl einen der eher ausgefalleneren Handlungsstränge im Jugendbuchbereich und sollte vielleicht den ein oder anderen neugierig machen, der mal nach etwas Originellem sucht. Keine Frage also, dass Frau Crouchs Buch einen zweiten Blick wert ist. Aber wird dieser noch positiver, oder eher negativ ausfallen?

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Alex, trotz ihrer besonderen Vergangenheit und des hervorstechenden Charakters, manchmal einige Probleme hatte. Nicht nur, dass sie immer wieder verkündetet wie schwabbelig und tollpatschig sie wäre, auch ihre hoch gepriesenen Vorsätze, stets an die Natur zu denken und sich so zu mögen wie sie ist, ließ sie schnell fallen. Sehr bald verwandelte sie sich genau wie ihre neu gewonnen Freundinnen (die anderen Magnolien) in eine gut angezogene, dürre Prinzessin, die statt auf herkömmlichen Wege mit ihrem Fahrrad nun mit dem Auto zu prunkvollen Partys fuhr. Irgendwann blieb also von unserer speziellen Heldin nicht mehr fiel übrig und so verwandelte sich das vielversprechende Buch langsam zum Einheitsbrei. Leider leider.

Und dennoch. Es gab wiederum Dinge, die ich nicht ganz vermutet hätte. Dass die sonst eher üppige Alex plötzlich dünn, ihre Haar auf einmal glänzend, und ihre Ausstrahlung abrupt strahlend wurde, hatte einen magischen und keinesfalls realistischen Grund. Denn Der Magnolien-Club ist nicht wie zuerst vermutet eine menschliche Version des Hässlichen Entlein, sondern behandelte ebenso afrikanische Zauberei und das Brauen von teuflischen Tränken, die eine ausschlaggebende Rolle in Alex' Entwicklung spielten.
Eigentlich ganz spannend, wenn man mal darüber nachdenkt, und nicht der typische Fantasykram, den man sonst zu lesen bekommt. Aber da es auch hier wieder Unstimmigkeiten zwischen der Protagonistin und ihren Versprechungen gibt - bezüglich ihrer Liebe - hat sie meinen Rausch so manches mal ernüchtert. 

Die letzte Seite reicht aus um zu erkennen, dass es sich leider auch hier wieder um eine Trilogie (oder Reihe) handelt, deren erster Teil ziemlich offen endet. Man kann sich die spätere Entwicklung schon ziemlich gut vorstellen, weswegen ich noch stark überlege, ob ich mir die nächsten Bände noch antun werde. Wir werden sehen.

 Mein Urteil

Dass es sich beim Magnolien-Club um etwas Neues handelt, kann man wahrlich nicht abstreiten, ob das aber an jeder Stelle gut ist, ist wieder eine andere Frage. Alex ist nicht gerade das, was man eine charakterstarke Protagonistin nennt, denn trotz ihrer Weltverbesser-Ideenwerden werden diese auch schnell wieder über Bort geworfen. Schade eigentlich, denn diese Mischung aus realistischer Teenagerstory und afrikanischer Zauberei hat mir oftmals gut gefallen.


2 Kommentare:

  1. Klingt nicht gerade umwerfend :-/ Schade, das Buch hat mich sehr angesprochen gehabt

    AntwortenLöschen
  2. das cover ist wirklich ein hingucker, schade dass die protagonistin nicht überzeugen konnte!! wirklich schade, da ich die idee eigentlich super originell fand und auch solche besonderen storys sehr zu schätzen weiß!
    Liebe Grüße Jueli

    AntwortenLöschen

Ich liebe Kommentare, oh ja, ich liebe sie wirklich. Aber bitte schreibt keine nichtssagenden Einzeiler und verlinkt danach auf euren Blog. Die Kommentarfunktion soll nicht als Werbetafel, sondern für Diskussionen und nette Gespräche dienen.

Ich danke,
Cherry