¡Rezension!: Night School 01 - Du darfst keinem trauen

VanaVanille


Titel: Night School 01 - Du darfst keinem trauen
Autor/in: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Originaltitel: Night School
Seitenzahl: 464
Preis: 17,95 € (D)
ISBN:
978-3-7891-3326-8


Eins muss man der Autorin lassen. Auch wenn ich stets versuchte mir einzureden Dir ist doch total egal was passiert, du musst das jetzt nicht weiterlesen. konnte ich doch die Finger nicht von diesem Buch lassen. Es brachte mich nicht nur auf die falsche Fährte - denn ich vermutete, hier würde es sich um eine Art von Fantasy handeln - Frau Daugherty wusste auch wie man dem Leser immer nur kleine Stückchen des großen Geheimnisses vorwarf und ihn so dazu brachte bis zum Ende durch zu halten. Und ja, Durchhalten ist nicht die schlechteste Wortwahl, die ich an dieser Stelle treffen konnte.

Auf den ersten Seiten dachte ich mir noch, wie cool es doch ist, es mal mit einer etwas anderen Protagonistin zu tun zu bekommen. Eine kleine Rebellin, die nachts heimlich Schulspinde anschmiert, Unmengen Alkohol in sich reinschüttet und auch sonst das böse, kleine Mädchen spielt. Was zuerst noch so toll aussah, verwandelte sich aber bald zu einer bitteren Realität, denn Allie war keineswegs ein abgebrühtes Mädchen, sondern nur ein zart besaiteter Teenie, der sich mitten in der Pubertät befand - anders kann man ihre wilden Stimmungsschwankungen jedenfalls nicht erklären. 
Das fing schon mit ihren ersten Schritten auf dem neuen Schulgelände an, denn genau ab diesem Moment wird sie still, pflichtbewusst, eifrig und gleich von zwei hübschen Jungs angegafft, die beide nicht die Finger von ihr lassen können. Das arme, arme Ding.Was ich jedoch noch um einiges seltsamer fand, war die Tatsache, dass sie ein geschicktes Händchen dafür hatte sich in Schwierigkeiten zu bringen, was oftmals an ihrer Neugier lag. Und trotzdem, als das erste mal das Wort "Night School" fällt, kommt sie nicht einmal auf die Idee zu fragen, um was es sich handelt. Wäre das nicht die erste Frage, die einem in den Kopf springt, wenn man vorher noch nie davon gehört hat?

Und dann tröpfelt die Geschichte erst einmal so dahin. Ein seltsames Knurren im Wald, eine verwirrte, beste Freundin, das Problem sich zwischen zwei Jungs zu entscheiden und natürlich - aber warum sage ich natürlich, denn die Story spielt ja in Großbritannien und nicht in Amerika - ein schicker Ball mit hübschen Kleidern und einem - ja jetzt endlich kommts - MORD! Aber bis wir dahin kommen, passiert erst einmal eine ganze Weile rein gar nichts, oder jedenfalls nichts, was von Belang wäre.
Und hier wären wir wohl auch schon bei meinem größten Kritikpunkt angelangt. Diesmal war es nicht das Liebesdreieck (obwohl vorhanden), nicht die naive Protagonistin (obwohl vorhanden), sondern das eeeeeeeewige Dahinplätschern des Handlungsbaches, der mit ein wenig mehr Sturmwarnungen doch zu einem reißenden Fluss hätte werden können. Bei solch mysteriösen Büchern wünsche ich mir einfach mehr Spannung, oder jedenfalls hin und wieder einen kleinen Nervenkitzel, der mich bis zu den letzten Seiten treibt. Leider war beides nicht ausreichend vorhanden.

Mein Urteil

Ich habe es zu Ende gelesen und kann nicht sagen, dass ich es bereue, aber hier hätte man viel mehr spannende Stellen einbauen können, damit das Lesevergnügen einfach größer gewesen wäre. So war Night School ein nettes Buch, was auf alle Fälle viele Geheimnisse in sich birgt, aber nicht so richtig in Fahrt kam. Ob ich den zweiten Teil zur Hand nehme, muss ich wirklich noch überlegen.


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