¡Rezension!: City of heavenly fire

Erdbeere
Klappentext:
Darkness has descended on the Shadowhunter world. Chaos and destruction overwhelm the Nephilim as Clary, Jace, Simon, and their friends band together to fight the greatest evil they have ever faced: Clary’s own brother. Sebastian Morgenstern is on the move, systematically turning Shadowhunter against Shadowhunter. Bearing the Infernal Cup, he transforms Shadowhunters into creatures of nightmare, tearing apart families and lovers as the ranks of his Endarkened army swell. Nothing in this world can defeat Sebastian—but if they journey to the realm of demons, they just might have a chance…





Lange musste ich darauf warten und war – das muss ich gestehen – nach dem 4. und 5. Band nicht sonderlich scharf darauf, da die Reihe für mich an Qualität verloren hatte. Wer die Serie fleißig verfolgt, weiß, worauf die letzten Bücher hingearbeitet haben: Der unausweichliche Krieg gegen Sebastian. Zum Inhalt kann ich nicht viel sagen, ohne alles zu spoilern, aber ich war wieder von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt und klebte förmlich an den Worten. Dieses Talent besitzt Cassandra Clare nach wie vor. Der Einstieg ist abrupt, keine lange Einleitung und sofort gefüllt mit Action, von der es im Buch nicht mangelt.  Wenn man sich die Reihe seit City of Bones mal anschaut, fällt einen auf, wie sehr sich die Charaktere verändert haben. Vom dauerwitzelnden Jace, der etwas schüchternen Clary bis hin zum stereotypischen, nerdigen besten Freund ist eine immense Steigerung zu erkennen. Immerhin mussten sie in den Büchern einiges an Schicksalsschlägen verkraften und durch die Hölle gehen. Wortwörtlich. Die Ereignisse haben sie reifen lassen und das merkt man ihnen an. Auch der Ton der Geschichte wurde von Buch zu Buch düsterer und die Leichtigkeit geringer. 

Wie schon bei der Infernal Devices -Reihe, verhielt es sich mit der letzten Seite wie Freunden auf Wiedersehen sagen. Dieses mal sogar ganz ohne heulen. Ich war erstaunt wie schnell ich mich wieder in die Welt der Shadowhunter verliebt und verloren habe und traurig war sie zu verlassen. Sogar kleine Auftritte von Tessa, Jem und den Figuren der neuen Reihe, The Dark Artifices, gaben mir das Gefühl, von einer großen Familienreunion zu lesen. Es schafft nach wie vor kein anderer Autor mir so viel Freude an eine erfundenen Welt zu bringen wie Clare. An keinen anderen Figuren hängt man,  schließt man so sehr ins Herz und lacht über dessen Humor wie bei Clare.  Jetzt, direkt nach der Beendigung des Buches, vermisst man es schon fast.


Natürlich hatte das Buch auch schwächen.  Wenn ich sage, dass Buch strotze nur so vor Action, dann strotze das Buch wirklich nur so vor Action.  Zeit weilen sogar etwas zu viel. Die armen Kinder wurden ja von einem Abenteuer ins nächste geschickt, was manchmal etwas langatmig zu lesen war. Auch Clares Hang zum Farbenspiel ist mir aufgefallen (wie schon bei TID), was  nicht schlimm war, aber brachte mich immer zum schmunzeln. Dass Jace im Licht engelsgleich aussieht und seine Augen Bernstein/gold schimmern ist mir schon in City of Bones aufgegangen. Leider verstrickt sich da Clare auch oft in Wiederholungen. Wie zum beispiel Jaces oben erwähnte engelsgleiche Gestalt und goldenen Augen. Ja, einmal reicht! Für Clare Verhältnis war das Ende nicht übermäßig dramatisch. Und sie ist ja bekannt dafür, ihre Leser leiden zu lassen. Aber hier war alles ganz human mit überraschend wenig Drama am Ende. Ein Tod, der mich nicht wirklich schockte, ein paar Momente zum Luft anhalten oder zum schlucken, aber mir hat das Ende trotzdem gefallen. Nach sechs Büchern verdient jeder mal sein Happy End. Dass sie hier schon die Geschichte von Emma und Julian anriss (Clare-Fans werden wissen, über was ich rede) bin ich nun mehr als gespannt auf die neue Reihe über Shadowhunter, denn ich glaube oder sogar weiß,  dass ich die Figuren genauso lieben und ins Herz schließen werde wie Will, Jem, Magnus und die anderen. Aber dann ist auch mal gut, Clare! :)



Ein gutes, würdiges Ende für eine tolle Reihe. Wir Lesen haben gelitten, viel gelacht und geschwitzt. Diejenigen, die die letzten Bände eher weniger mochten, haben hier wieder ihre Freude dran.



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