¡Kurz gesagt...!: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

VanaVanille

Wer den Klappentext gelesen und ganz sehnsüchtig um ein zweites The Fault in Our Stars gebettelt hat, den muss ich an dieser Stelle bereits enttäuschen (oder beruhigen, wie auch immer man es nimmt). Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe handelt zwar auch von zwei Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind und irgendwie lernen müssen, damit umzugehen, doch Stil, Sprache und Handlung haben nichts mit John Greens Werk gemein. Das ist auf der einen Seite zwar erleichternd - haben wir es also nicht mit einer billigen Kopie zu tun - auf der anderen aber auch etwas schade, denn so erreicht dieses Buch weder die Emotionalität noch die Genialität des anderen.

Frau Betts Figuren konnten mir einfach nicht ans Herz wachsen, und so verfolgte ich die Geschichte rund um Zac und Mia zwar begleitet von Mitgefühl, allerdings nicht begleitet von tiefer Zuneigung, welche bei solchen Büchern von enormer Wichtigkeit sind, wie ich finde. Es blieb für mich somit die Geschichte zweier schwerkranker Jugendlicher, die sich vielleicht verlieben (in meinen Augen war das allerdings eher platonisch), die aber auch sehr von ihrer schrecklichen Krankheit eingenommen werden. Es ist eher ein Buch, das Hoffnung machen soll und fällt für mich in die Kategorie - verzeiht dieses krasse Wort - gewöhnliches Krebsbuch. Es hat zwar all das, was man von solch einem Roman erwartet, aber es fehlt ihm an Außergewöhnlichkeit, sodass es in dem großen Pool der Krebs behandelnden Jugendbücher eher untergeht.

6 Kommentare:

  1. Schade eigentlich. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, mir das Buch zuzulegen, aber ich habe bisher nur Schlechtes davon gehört... Es kommt halt nichts mehr an The Fault In Our Stars dran für mich, das ist das Problem. Ich habe auch mal so ein ähnliches Buch gelesen, aber das hat mich auch nur enttäuscht...

    xo xo
    Sina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich möchte niemandem von diesem Buch abraten, denn es ist auf keinen Fall schlecht, nur eben nicht so besonders, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber ehrlich gesagt, hatte ich bereits damit gerechnet und habe es eher gelesen, um herauszufinden, ob es Parallelen zu "Fault in our Stars" aufweist. Irgenwie glaube ich, dass ich einfach zu viele Romane des "Genres" gelesen habe.

      Löschen
  2. Hmmm, im Gegensatz zu Sina habe ich eigentlich nur positive Rezis zum Buch gelesen, du hingegen hältst dich mit deiner Begeisterung ja eher zurück. xD Vielleicht lese ich das Buch trotzdem irgendwann einmal (haha. *auf SuB guck* "Ja, ihr kommt alle noch dran" Redest du auch manchmal mit deinen Dingen? Ich rede sogar meinem alten Laptop gut zu, der etwas langsam geworden ist. xD). An "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kommt zwar nichts dran, aber ich möchte dem Buch trotzdem unvoreingenommen entgegen kommen. Es gibt immer wieder Meisterwerke, aber wenn man alle Bücher an diesen misst, ist man eh fast immer unzufrieden. Deswegen habe ich mir das ein wenig abgewöhnt. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herrlich! Ja, ich rede manchmal auch mit meinen Dingen und bin danach erleichtert, dass es keiner mitbekommen hat ;D

      Und ich habe das Buch nicht an "The Fault in our Stars" gemessen (was übrigens auch nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehört, ich mochte es zwar sehr gern, aber bin nicht so besessen davon, wie andere ;)). Aber ich hatte vorerst die Befürchtung, dass es sich bei der Autorin um eine Trittbrettfahrerin handelt, die einfach nur von John Greens Ruhm kosten wollte. Sie hat mir bewiesen, dass sie das nicht ist, und das hat mich sehr beruhigt. Aber auch wenn man es nicht vergleicht, so hätte ich es doch nicht besser bewerten können, aus den genannten Gründen ;)

      Aber schlecht war es auf keinen Fall. Ich hoffe, dass es dir noch besser gefällt als mir :)

      Löschen
  3. Liebe Kirsche,
    Ich habe das Buch auch noch vor mir und bin gespannt darauf, auch wenn es bei dir jetzt nur mit Mittelmaß abgeschnitten hat. Der Brief der Autorin, wie es zum Buch kam, und dass sie es zuerst wieder wegen Greens "Schicksal" verworfen hatte, hat mir sehr gut gefallen und mir irgendwie angesprochen. Aber du hast recht, mittlerweile gibt es so viele Krebsbücher. Gewöhnliche fallen da einfach hinten runter. Schauen wir mal ... :-)
    Grüß dich lieb,
    Damaris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Den Brief fand ich auch ziemlich hilfreich, denn auf den ersten Blick MUSS man irgendwie an "TFIOS" denken - selbst die Autorin hat's ja getan. Und er machte mir das Buch auch erst wieder schmackhaft. Aber neee, leider war es einfach nicht meins. Trotzdem wünsche ich dir natürlich sehr viel Lesevergnügen :)

      Löschen

Ich liebe Kommentare, oh ja, ich liebe sie wirklich. Aber bitte schreibt keine nichtssagenden Einzeiler und verlinkt danach auf euren Blog. Die Kommentarfunktion soll nicht als Werbetafel, sondern für Diskussionen und nette Gespräche dienen.

Ich danke,
Cherry