¡Rezension!: Naomi & Ely

VanaVanille
  
Klappentext:
Naomi und Ely sind beste Freunde seit der Kindheit, und zum Schutz ihrer Freundschaft haben sie eine No-Kiss-List erstellt: eine Liste der besonders süßen Jungs, die mit dem absoluten Küssen-Verboten-Bann belegt sind. Dann aber passiert es doch: Ely küsst Bruce, der eigentlich Naomis Freund ist! Das Schlimme: Ely meint die Sache mit Bruce richtig ernst. Noch schlimmer: Naomi merkt erst jetzt, wen sie eigentlich liebt – und das ist nicht Bruce, sondern Ely…


Von Nick & Norah sollte schon jeder etwas gehört haben; auch Dash & Lily durften in viele Leserherzen einziehen; aber wer zur Hölle sind Naomi & Ely? Vielleicht war ich mal wieder zu unaufmerksam, oder aber dieser Roman vom Super-Schreiber-Pärchen Cohn/Levithan kam einfach nie so gut an, wie es bei den beiden anderen der Fall war - keine Ahnung - jedenfalls stolperte ich zufällig über dieses für mich bis dahin noch so unbekannte Paar, und über ihre No-Kiss-List und war irgendwie angetan. Dash & Lily hatte ich damals sehr gemocht, und auch wenn mich Nick & Norah nie interessiert hatten, so hörte man doch stets nur Gutes. Wieso sollte das bei Naomi & Ely anders sein?

Diese Frage ist einfacher zu beantworten als man vielleicht glauben mag: Naomi und Ely sind äußerlich die reinsten Arschlöcher. Hübsch, arrogant und so sehr von sich eingenommen, dass kein Platz für Andere da zu sein scheint. Aber wie bereits gesagt - und hier folgt nun die Betonung - ist das nur äußerlich der Fall. Wenn man erst einmal in ihre Köpfe schauen darf, erkennt man doch die Gedanken ganz normaler, junger Menschen, die sich verunsichert durch die Welt der Liebe schlagen und mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, wie alle anderen auch. 
Naomi: schön, von allen begehrt und total in Ely verliebt. Ely: schön, ein Aufreißer ... ach ja, und schwul. Eigentlich klar, dass das nicht gut gehen kann, doch da es sich bei den beiden zwar um vorerst unsympathische, aber dennoch sehr authentische Figuren handelt, ist die ganze Sache doch nicht so einfach, wie man denkt. 

Ich war begeistert von den vielen anderen Stimmen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Stimmen, die uns die Geschichte rund um unsere beiden Protagonisten weiter erzählen, allerdings auch ihre eigenen kleinen Lovestorys beitragen dürfen. So entdecken wir die Liebe in all ihren Facetten: Eifersucht, Sehnsucht, Hass, Zuneigung und alles drumherum. Die Liebe ist nicht rosarot; sie ist knallbunt; genauso wie dieses Buch.





Naomi, Ely und ihre Geschichte haben mich nach ersten Zweifeln doch noch sehr beeindruckt. Sie sind nicht auf jeder Seite sympathisch, aber warum sollten sie auch? Ich habe erkannt, dass man sich nicht immer in die Protagonisten eines Buches verlieben muss, um es trotzdem zu mögen, denn wären die beiden nicht so, wie sie sind, hätte die Handlung nicht so stattfinden können. Aber keine Sorge, es gibt natürlich trotzdem Nebenfiguren, die man gern umarmen möchte, und schlussendlich sind Naomi und Ely dann doch irgendwie ganz in Ordnung.




4 Kommentare:

  1. Ist schon lange her, dass ich das Buch gelesen hab, aber ich fand es damals auch toll. Lustigerweise hab ich die Figuren gar nicht als unsympathisch (auch wenn nur äußerlich) in Erinnerung... vielleicht weil ich mich und meinen besten Freund damals so sehr in den beien wiedergefunden hab. Hach, wird Zeit für einen Reread.

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    1. Hmmm mein Problem mit Naomi war, dass sie sich ihrer Schönheit so bewusst war und absichtlich Herzen brach, nur weil sie mit ihrem eigenen nicht zurecht kam. Irgendwann legte sich das zwar, weil sie einem dann nur noch Leid tun konnte, aber anfangs hatte ich echt Bedenken, dass ich mich nicht mit ihr anfreunden konnte.

      Ich weiß zwar nicht, ob du dich noch dran erinnern kannst, aber bei "Before I fall" war es auch so, dass dir die Protagonistin nicht unsympathisch war, mir aber sehr. Vielleicht kommst du mit diesen Charakteren einfach besser zurecht als ich :D

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    2. Wie gesagt, ist bei mir schon über 6 Jahre her, dass ich das Buch gelesen hab. Wer weiß wie ich Naomi heute empfinden würde.

      Ha, da hab ich mich tatsächlich nicht mehr so genau dran erinnert. Ich verstehe natürlich schon, was an solchen Figuren doof ist und im echten Leben fände ich viele solcher Handlungen sicher nicht okay, aber drüber zu lesen, ist einfach immer noch mal was anderes. Meist geht es ja auch darum wie die Person sich zum Besseren entwickelt.

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    3. Ja, deswegen fand ich Naomi irgendwann auch wieder in Ordnung, weil sie sich eben entwickelte. Gott sei Dank :)

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