¡Filmgedanken!: Die Tribute von Panem - Mockingjay Part 1

VanaVanille
 



Es kommt einem so vor, als wäre es erst gestern gewesen, als wir das erste Mal verfolgen durften, wie Jennifer Lawrence & Co. über die Leinwand sprangen, schossen und uns begeisterten. Seitdem sind allerdings Jahre vergangen und die Euphorie, die aufkommt, wenn ein neuer Panem-Teil in die Kinos kommt, hat sich dennoch nicht gemindert. Auch wenn sich die Filmemacher dazu entschlossen hatten, aus einem dritten Band zwei "Meisterwerke" zu erschaffen, so konnte selbst das die Freude auf den Kinobesuch nicht mindern. Aber ein wenig bitter, war es schon.



 

Ich muss ehrlich gestehen, dass es lange her ist, dass ich mir den dritten Panem-Teil zu Gemüte geführt habe. Das lag allerdings auch daran, dass er für mich immer der schwächste Band war (so wird es wohl vielen gehen) und mich seine beiden Vorgänger einfach viel mehr faszinierten. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass sie die Atmosphäre des finalen Teils sehr gut eingefangen haben. Er ist einfach anders als die beiden vorhergegangenen - düsterer, farbloser, grausamer -  und so kann man auch diesen Film nicht mit Teil eins und zwei vergleichen, sondern muss ihn wohl so nehmen wie er ist.

Bereits hier gerate ich ins Stocken, denn wirklich viel mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Klar, es war schön zu sehen, wie sie die neuen Charaktere umgesetzt haben, die Musik wurde sehr passend gewählt - ich könnte mir Katniss' Song die ganze Zeit anhören - und es gab viele Schlüsselszenen, die beibehalten wurden, aber ihr werdet bei meinen negativen Punkten vielleicht erkennen, dass diese positiven Argumente etwas schwach daherkommen. Trotzdem, einen dicken Pluspunkt gibt es für Finnick und Peeta, auch wenn deren Rollen nur klein waren (leider!).


 

Wie bereits erwähnt, war das dritte Buch für mich immer das "schlechteste", weshalb ich auch bis jetzt - und das hat sich nach dem Schauen des Films nur verstärkt - nicht verstehen kann, wieso ausgerechnet dieses Finale unbedingt geteilt und unnötig in die Länge gezogen werden musste. Ist es wirklich nur die Geldmacherei, oder haben hier die Produzenten mehr gesehen, als eigentlich da ist? Wie dem auch sei, Part 1 von Mockingjay fühlte sich für mich wie eine lange lange Einleitung an, die erst am Ende wirklich spannend wurde ... und dann aufhört (übrigens genau an der Stelle an der ich den Abbruch vermutete). Er ist deswegen nicht schlecht, aber als "gut" würde ich ihn auch nicht bezeichnen.

Ich habe danach mit meinen beiden Mitguckern diskutiert und wir waren uns einig, dass dem Film eine Prise Sonnenschein in Form von Hoffnung fehlte. Sonst war dafür immer Mr Mellark zuständig, allerdings war dieser ja leider verhindert und brachte uns damit nur noch mehr Sorgen (was ich hier allerdings nicht bemängeln möchte, denn wow, der Typ hat mich echt dort abgeholt, wo mich Katniss diesmal leider im Regen stehen ließ). Dafür mache ich mir jetzt große Hoffnungen für das wirkliche Finale.

Wenn man mal von der dürftigen Handlung absieht, so habe ich auch noch an einer irren Kameraführung zu meckern, die wahrscheinlich für Authentizität sorgen sollte, mir aber eher Kopfschmerzen bereitete. Das Schauen wurde dadurch noch anstrengender und ich kann jedem nur empfehlen, sich weit genug von der Leinwand wegzusetzen, denn je näher man sitzt, desto schlimmer wird es. Wackeln, Lichter, noch mehr Wackeln... wuahhh... grausig.


 

Es passierte das, was ich bereits befürchtete: die erste Hälfte von Band drei gibt einfach zu wenig Stoff her, um ein wirklich gelungener Film zu werden. Als Überleitung zum Finale ist er zwar ganz nett, aber nach dem tollen zweiten Teil war ich doch etwas enttäuscht. Jetzt heißt es eigentlich nur noch Daumen drücken, dass wir dafür vom letzten Streifen von den Kinosesseln gefegt werden. Ich hoffe hoffe hoffe...

2 Kommentare:

  1. Ich war auch etwas zwiegespalten, aber fand den Film trotzdem gut und kam nicht enttäuscht aus dem Kino zurück. Meine Kritik ging auch heute online und am meisten zu bemängeln hatte ich, dass einfach ein paar wichtige Dinge aus dem Buch gefehlt haben. Ich fand es auch sehr schade, dass Finnicks Rolle so gekürzt wurde, im Film kamen all die Angstzustände aus dem Buch ja gar nicht zur Geltung und man ging null darauf ein, das wäre nicht nur für den Zuschauer spannend gewesen, sondern hätte auch Sam Claflin mehr Zeit zum strahlen gegeben. Auch Gales Storyline wurde ja ehrheblich gekürzt, da er im letzten Buch ja eine sehr radikale Wandlung durchmacht, fand ich die schon sehr wichtig, sie ist ja auch für die finale Entscheidung elementär. Präsidentin Coin war mir auch viel zu symphatisch dargestellt, im Buch merkt man ihre Motive schon viel eher, im Film war davon jetzt nicht so viel zu spüren. Aber natürlich gab es auch viel Gutes, ich mochte es, dass der Film erwachsener war, düsterer, die Rebellion und deren Auswirkungen radikal gezeigt wurden und Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson konnten mich erneut überzeugen. Bin trotz allem gespannt auf den zweiten Teil, finde aber die Teilung auch unnötig.

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    1. Da hast du das Kino eindeutig zufriedener verlassen als ich, aber wie ich sehe, hattest du ja auch so einige Kritikpunkte. Ich muss gestehen, dass ich damals, bei den Büchern, wirklich an Gale interessiert war, in den Filmen lässt er mich aber absolut kalt. Ich kann dem Schauspieler leidernichts abgewinnen und deswegen war mir seine kleine Rolle (obwohl die im Gegensatz zu den anderen beiden ja trotzdem noch groß war) ziemlich egal. Er gefällt mir einfach nicht, was auch daran liegt, dass sein Gesicht irgendwie nicht so gut in die Geschichte passt, wie die der anderen. Als er seinen Kampfanzug trug, hatte ich immer das Gefühl, ich würde einen schlechten, amerikanischen Actionstreifen sehen. :/

      Das mit Coin habe ich aber auch genauso empfunden wie du. Sie wirkte fast sanft, und gar nicht so, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich werde mir das dritte Buch nochmal genauer anschauen, und dann vergleichen. Es ist einfach zu lang her.

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