¡Rezension!: Piraten der Nacht

VanaVanille


Titel: Piraten der Nacht
Autor/in: Ross Mackenzie
Verlag: Chicken House
Originaltitel: Zac and the Dream Pirates
Seitenzahl: 352
Preis: 13,95 € (D)
ISBN:
978-3-551-52028-9




Zac Wonder ist ein eher unscheinbarer Junge, der nicht recht in seine Umgebung zu passen scheint. Doch als er mit seiner Großmutter Eve nach Mitternacht reist, dem Land der Träume, öffnet sich ihm eine fantastische neue Welt von der er nie zu träumen gewagt hätte. Allerdings sind die beiden nicht zum Spaß dort, denn die gefährlichen Traumpiraten und ihre Anhänger haben es auf die Träume der Menschen aus Zacs Welt abgesehen und wollen durch diese mehr und mehr an Macht gewinnen.

Weil Zac im Gegensatz zu seinen gewöhnlichen Altersgenossen eher zurückhaltend und ruhig war, entwickelte ich ihm gegenüber sofort eine gewisse Sympathie. Zwar war seine Rolle als schüchterner Junge, der in den schwierigsten Situationen plötzlich riesigen Mut bewies, nicht gerade originell, aber ich muss zugeben, dass mir diese Tatsache nicht unbedingt missfiel, denn so ließ er mehr Platz für andere Figuren, von denen mir einige noch mehr zusagten. Neben Zac gab es nämlich noch viele weitere Personen, die mit ihren skurrilen Eigenschaften, lustigen Witzen oder beeindruckenden Fähigkeiten fesseln konnten. Das lag auch daran, dass der Autor nicht nur aus Zacs Sicht den Verlauf der Geschichte beschrieb, sondern auch öfter die Perspektive anderer Charaktere einnahm und selbst die Bösewichte zu Wort kommen ließ.

Da sich Mackkenzie für diese Erzählweise entschied, sorgte er ebenfalls dafür, dass es keinen Moment ohne Spannung gab. Immer wieder stolperten seine Figuren von einem Problem in das nächste und mussten sich so gegen die verschiedensten Wesen, ob nun bekannt (z.B. Vampire, Werwölfe etc.) oder unbekannt, verteidigen. Sein Schreibstil war dabei zwar kindgerecht dafür aber nie so simpel, dass ein Erwachsener sich gelangweilt hätte. Denn da sich der Protagonist in einer neuen Welt befand, die er selbst noch entdecken musste und vor beeindruckenden Dingen nur so wimmelte, gab es viele Details und schöne Beschreibungen, die das Buch nie zu einfach wirken ließen.

Ich muss sogar sagen, dass mich der Humor und einige Ideen an manchen Stellen an Harry Potter erinnert haben. Es gab zwar nie etwas Bestimmtes, was bereits in der Buchreihe des berühmten Zauberlehrlings erwähnt wurde, aber die Art, wie die Dinge beschrieben wurden, und diese vielen lustigen Ideen, haben mich sehr oft an ihn denken lassen.

Einziges Manko an dem Buch (was allerdings sicherlich nicht für jeden ein Minuspunkt wäre): es handelt sich mal wieder nur um den ersten Teil einer Buchreihe. Natürlich freue ich mich nach diesem Leseerlebnis auf den nächsten Teil, aber es hätte mich mehr begeistern können, wenn es ein in sich geschlossenes Buch gewesen wäre. So kann man nur warten, wann der nächste Part veröffentlicht wird.


Mein Urteil

"Piraten der Nacht" hat mich im wahrsten Sinne des Wortes überrascht. Besonders Kinder, die Abenteuer lieben und bei ihrer Lektüre auf Witz und Humor achten, werden dieses Buch wahrscheinlich verschlingen und nach mehr verlangen. Voller Fantasie, neuartigen Ideen, genialen Erfindungen und gruseligen Bösewichten jeglicher Art, bot dieses Werk all das, was ein junges Leserherz höher schlagen lässt.


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