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"Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten", das große Finale einer packenden Trilogie
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| (ISBN: 978-3-7373-5508-7 // Übersetzer*innen: Kristian Lutze, Pauline Kurbasik, Andreas Helweg) |
Schnelldurchlauf: Der Zopf | Hundert Jahre Einsamkeit | Die Herrenausstatterin
Ich finde es wunderbar, wie das feministische Buch langsam den Markt ein wenig aufwirbelt. Der Zopf bildet da keine Ausnahme. Aus den Perspektiven einer indischen Mutter, die trotz ihrer Kaste eine ordentliche Ausbildung für ihre Tochter fordert; einer italienischen Tochter, die plötzlich das Familienunternehmen übernehmen muss und einer erfolgreichen kanadischen Anwältin, die mit einem Schlag ihren doch so sicheren Boden unter den Füßen verliert, bekommen die Leser*innen drei Leben geboten, wie sie zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, die sich aber in einer Sache gleichen: dem Wunsch nach Anerkennung und Freiheit. Und schlussendlich sind ihre Stränge doch verwoben, wie die drei Haarsträhnen eines geflochtenen Zopfes.
Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe, ohne den Klappentext vorher zu überfliegen, denn dieser verrät wieder viel zu viel. Mir hat es gefallen, selbst herauszufinden, wie sich der Kreis zwischen den Dreien schließt. Etwas enttäuscht war ich jedoch darüber, dass das Buch viel zu schnell wieder vorbei war und wir eben nur einen kleinen Ausschnitt der drei Leben lesen konnten. So endet der Roman genau an der Stelle, an der es in meinen Augen erst so richtig spannend wurde. Dennoch ein lesenswertes Buch.

MEHRLESEN: Von einer nicht enden wollenden Bachelorarbeit, zukünftigen Wunschbüchern und neuen Regalbesetzern

Noch nie hatte ich eine so gute Ausrede für meine eher schwache Lesestatistik, denn ich schreibe derzeit an meiner Bachelorarbeit. Und obwohl ich den Theorieteil nun beendet habe, kann ich mich auf den gesammelten Lorbeeren leider noch nicht ausruhen, denn jetzt beginnt der Forschungspart. Die Interviews dafür habe ich bereits geführt, aber das Transkribieren und die Auswertung werden nochmal sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Und ehrlich gesagt habe ich jetzt schon keine Lust mehr, aber was soll's. Falls sich jemand dafür interessieren sollte: Ich schreibe über den Beitrag kunsttherapeutischer Angebote bei der sozialen Rehabilitation von Menschen mit depressiven Störungen.
MEHRLESEN: Von (zu vielen) neuen Büchern, Unistress und Umzugsplänen

Ich bin kein großer Freund von zu viel privater Plauderei auf Bücherblogs, aber derzeit kommt es mir so vor, als müsste ich mich vor mir selbst verteidigen, weil ich einfach zu selten zum Lesen komme. Angefangen hat alles mit dem wohl stressigsten Semester meiner bisherigen Unilaufbahn. Dies liegt vor allem an einer immensen Anzahl von Texten, die für die Seminare gelesen werden müssen (wie ihr also seht, ich komme eigentlich doch zum Lesen, nur ist meine Wunschlektüre leider nicht dabei), die auch gern mal auf englisch verfasst wurden. Das nimmt Zeit in Anspruch ... sehr viel Zeit, und da ich nicht die hellste Leuchte bin, was gutes Zeitmanagement betrifft, kommt die Textladung oftmals geballt auf mich zu. Egal, kommen wir zum etwas interessanteren Thema:
Schnelldurchlauf:
Scarlet und der Zauberschirm | Miss Vee oder wie man die Welt buchstabiert | Die Bibliothekare: Die unsichtbare Bibliothek
Cherry
10/27/2016
0 Früchte, 3 1/2 Früchte, 3 Früchte, Bastei Lübbe, Fischer, List, Schnelldurchlauf

Nach Ewigkeiten habe ich mal wieder ein Kinderbuch ab 8 Jahren gelesen und muss gestehen, dass mich der simple Stil doch eher nervt, als dass er mich zum schnellen Lesen anregt. Aber dieser Fakt sei mal außen vor, schließlich ist die Geschichte rund um Scarlet, ihre Katze Mitternacht und den roten Zauberschirm für wesentlich jüngere Leser gedacht, als ich es bin. Betrachtet man also nur die Geschichte hinter den Buchdeckeln, so verbirgt sich dort ein niedliches, magisches Abenteuer, welches besonders damit Glänzen kann, dass es alle Diversity-Verfechter da draußen glücklich machen sollte: Menschen verschiedener Herkunft und Hautfarbe, ein blinder Junge, und alle leben sie unter einem Dach. Wenn dann aber die junge Heldin der Geschichte unheimlich begabt, unheimlich freundlich und unheimlich weise ist (ja, sie analysiert sogar das Motiv des Bösewichts wie eine wahre Psychologin) und dazukommt, dass alle Erwachsenen ein bisschen naive, allzeit fröhliche Gesellen sind, die den Kindern blind vertrauen, verliert das Buch doch einige der Pluspunkte, die es vorher mit seiner Vielfalt sammeln konnte.

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