Takis Würgers "Stella" und "Der Club"

Cherry

Dieses Buch scheint in aller Munde zu sein. Würgers Stella hat in den Augen des deutschen Feuilletons die altbekannte Debatte "Was darf Literatur?" wieder aufkeimen lassen. Meiner Ansicht nach völlig unverständlich, handelt es sich doch um ein Buch, das weder verunglimpft, noch verschweigt. Wir folgen darin dem jungen Schweizer Fritz Anfang der 40er Jahre, der sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. In Gerüchten ist ihm zu Ohren gekommen, dass in Deutschland Juden in LKWs gepfercht und danach abtransportiert werden. Wohin, das weiß keiner so genau. Deswegen reist er selbst nach Berlin, wo er die junge Christin kennenlernt und sich kurz darauf in sie verliebt. Doch Christin ist nicht die, für die sie sich ausgibt.  

Eine kleine Auswahl meiner Highlights 2018

Cherry


Auf den letzten Metern des Jahres 2018 habe ich dieses großartige Buch zuende gelesen. Ein wenig Leben nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, ist aber jede Leseminute wert. Dennoch weiß ich, dass nicht jedem dieser Roman gefallen wird, weil im Fokus seiner Handlung ein Mensch steht, der im Laufe seines Lebens sehr viel Schmerz erleiden musste, der wahrscheinlich nicht für jeden gleich erträglich ist. Selbst auf mich wirkten einige Situationen kontruiert und absichtlich grausam. In einem Interview mit der Autorin habe ich jedoch gelesen, dass sie dieses Leid als gewollte Übertreibung einsetzt, um herauszufinden, wie weit man mit seinen Leser*innen gehen kann. Ein interessanter Ansatz, der mich nur noch mehr überzeugt.

Kurz gesagt: "Heilige und andere Tote"

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MEHRLESEN: Dezember 2018

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