¡Rezension!: Die Auserwählten - Im Labyrinth

VanaVanille


Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Autor/in: James Dashner
Verlag: Chicken House
Originaltitel: The Maze Runner
Seitenzahl: 496
Preis: 16,95 € (D)
ISBN:
978-3-551-52019-7




Eine Menge Jungs, eine Lichtung auf der sie schon seit zwei Jahren leben und um sie herum ein scheinbar unlösbares Labyrinth. Das ist die Welt in der Thomas aufwacht und sich versucht zurecht zu finden, denn all die Erinnerungen an sein altes Leben wurden gelöscht. Woher kommt er? Wie finden sie aus diesem gefährlichen Irrgarten heraus? Und was das Wichtigste ist: Wer zur Hölle hat sie hier eingesperrt?

Man braucht kein Hellseher zu sein um schon beim Lesen des Klappentextes zu merken, dass es sich bei diesem Buch um ein sehr geheimnisvolles und rätselhaftes Werk handelt. Nicht nur das riesige Labyrinth und die gelöschten Erinnerungen trugen dazu bei, dass  ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Auch viele kleine andere Details, die der Autor mit in seine Personen und Orte eingebunden hatte, sorgten für eine spannende Atmosphäre und interessante Handlungsstränge. Obwohl es eigentlich von Nachteil ist, wenn man bereits zu Beginn der Geschichte weiß, dass es sich um eine Dystopie handelt, muss ich doch sagen, dass mich seine Auflösung und die Problematik der zukünftigen Gesellschaft sehr gefesselt haben und man, trotz vorheriger Information, trotzdem miträtseln und überlegen konnte, um schließlich auf die Lösung zu kommen.

Allerdings komme ich nicht drumherum zu sagen, dass es dadurch oft so wirkte, als würde die Idee der Geschichte den Großteil des Buches in Anspruch nehmen und dafür die Charaktere eher nach hinten drängen. Es existierten zwar einige Personen, die man auch näher kennen lernen durfte, aber an keine von ihnen kam ich wirklich heran. Selbst der Protagonist Thomas blieb mir die ganze Zeit fremd und führte mich eher durch die Handlung, als dass er zu einer interessanten Persönlichkeit heran wuchs. Seine Gedanken und Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und ließen mich an vielen Stellen leider kalt, was dazu führte, dass ich ihn irgendwann nicht mehr für voll nahm. Auch die ganzen anderen Figuren blieben für mich eher leblos. Irgendwie glaube ich, dass Herr Dashner nicht unbedingt eine Begabung für fesselnde Charaktere hat, aber das ist sicherlich Geschmackssache. 

Es waren jedoch nicht nur die Figuren, die mich hin und wieder langweilten, sondern auch der langatmige und sich ständig wiederholende Schreibstil des Autoren. Manchmal kam er einfach nicht von der Stelle und erläuterte Probleme seitenlang, obwohl ein paar Worte weniger auch ausgereicht hätten. So kam es, dass mir seine Idee zwar gefiel und ich diese auch unbedingt weiter verfolgen wollte, sein Schreibstil allerdings direkt gegen meine Neugier wirkte und ich mich nur selten dazu aufraffen konnte, weiter zu lesen.

Ein bisschen enttäuscht war ich außerdem, als ich erkennen musste, dass es sich auch hier wieder nur um den ersten Teil einer Reihe handelt. Ich bezweifle, dass ich auch die anderen Teile lesen werde, denn der weitere Verlauf der Geschichte reizt mich nicht wirklich.


Mein Urteil

Mal wieder eine geniale Dystopie-Idee, die, durch das ausgefallene Konzept, der Panem-Reihe nahe kommt. Allerdings kann Herr Dashner wegen seines zähen Schreibstils und der eher steifen Personen nicht wirklich mithalten und macht es hoffentlich im nächsten Teil besser.


6 Kommentare:

  1. Ich hatte letztens gelesen das es von dem Buch bald eine Fortsetzung geben soll.
    Ich wollte es mir auch ansehen, schade das es wohl doch nicht so gut zu seien scheint.

    LG, Sarah

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  2. @sarahmiriam: Ich denke, dass es mal wieder eine Geschmackssache ist. Für mich war es nichts, aber anderen gefällt es sehr gut (wenn man sich mal die Rezensionen bei amazon oder lovelybooks anschaut). Wie wärs mit der Leseprobe ;) ?

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  3. Also die hassliste und Die Auwahl kann ich nur empfehlen, ich habe beide Bücher gelesen und fand sie toll!

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  4. Ich dachte Dir gefällt das Buch so gar nicht - zu Mindest machte Dein Zwischenbericht diesen Eindruck. Freut mich für Dich, dass Du doch noch einen Zugang zum Buch gefunden hast ;)

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  5. @Paralauscher: Na dann vertrau ich dir mal ;)

    @buecherphilosophin: Ich mochte den Schreibstil leider gar nicht, weil er, in meinen Augen, nicht von der Stelle kam. Dafür war die Idee aber wirklich sehr gut und hat mir auch ziemlich gefallen, darum ist es so ein typisches 3-Kirschen-Buch ^^

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  6. habe überlegt, ob ich das Buch meinem 15jährigen Bruder schenke. Wäre das was ? (:
    Er braucht was spannendes, sonst liest er es nicht :D
    Der Schreibstil ist da - glaube ich - nicht so wichtig für ihn!
    Liebe Grüße

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