Mittwoch, 10. August 2011

¡Rezension!: Die Guten, die Bösen und die Toten

Eingestellt von Cherry um 20:15
Cover 


Titel: Die Guten, die Bösen und die Toten
Autor/in: Johan von Riepenbreuch
Originaltitel: -
Seitenzahl: 51
Preis: 13,90 € (D)
ISBN:
978-3000316609

oder direkt beim Verlag

Klappentext:

Johan von Riepenbreuch galt lange Jahre als verschollen - ebenso sein in bösen Stilblüten gehaltene Chronik der Schrecken der Viktorianischen Zeit. Wiederaufgelegt und illustriert sind nun seine Verse, die sowohl tödlich verlaufende Duelle, Lobotomie, Kindstode und mehr mit schwarzem Humor unter die Lupe nehmen.



Meine Meinung: 

Wer es makaber mag, kann mit diesem Buch eigentlich nichts falsch machen, denn was den schwarzen Humor betrifft, so kann man Riepenbreuch mit Tim Burton vergleichen. Unterstützt wird diese These dabei von den wundervollen Illustrationen der Künstlerin Ebeneeza K., die aus jedem Vers des Autors ein düsteres Bild hervorbrachte und es passend zur viktorianischen Zeit gestaltete. Besonders gut gefiel mir dabei ihre Arbeit mit Schwarz, Weiß und einem kräftigen, blutigen Rot, was den verschiedenen Zeichnungen noch den letzten Schliff verpasste.

Jenes Zusammenspiel aus Kunst und Reim macht Die Guten, die Bösen und die Toten zu einem unverwechselbaren Werk, was zwar kurz, aber sehr unterhaltsam ist. Ob es dabei um düstere Alpträume, herzlose Morde, erschreckende Unfälle oder verstörende Schicksale geht, ist ganz egal, denn jede Seite des Buches ist auf ihre Art grausam und versteht es den Leser zu schocken aber gleichzeitig auch zum Schmunzeln zu bringen.

Trotzdem sollte hier gesagt sein, dass es sich bei Riepenbreuchs Poesie wirklich nur um kleine Verse handelt, die kaum über einen Vierzeiler hinaus gehen. Wer also lange Gedichte erwartet, sollte schon einmal gewarnt sein, denn der Autor ist ein Mann der wenigen, aber wirksamen Worte.

Da die einzelnen Verse leider keine Titel haben, kann ich nicht wie sonst meine Lieblinge aufzählen und nur sagen, dass meine Favoriten von Geschwisterliebe, Totenfotografie, einem Versteck unter der Treppe und Lobotomie handeln.  Wer das Buch irgendwann selbst in den Händen hält, kann ja raten, welche kleinen Gedichte gemeint sind. ;)


Mein Urteil:

Nichts für diejenigen, die ein schwaches Herz haben und keinen schwarzen Humor verstehen. Alle anderen können sich auf ein kurzes, aber wunderschön gestaltetes Werk freuen, was gleichzeitig schockt und amüsiert.


Cover:

Da ich von den Illustrationen ja sowieso begeistert bin, muss ich wohl kaum noch sagen, dass mir auch das Cover sehr gut gefällt. Hier gibt es sogar eine kleine Besonderheit. Vorne sehen wir das Portrait einer zugeschnürten Frau, die allerdings auf der Rückseite des Buches ein kleines Problem zu haben scheint.



Bewertung:






Vielen Dank an, für das Rezensionsexemplar.

Infos zum Autor:

Das wilde Dutzend, Verlag und Loge für Rätselhaftes und Verborgenes, entdeckte bereits 2009 das verschollen geglaubte Werk eines mysteriösen Totenfotografen, Chronisten und Anatoms. Sein Name: Johan von Riepenbreuch.
Sein Hauptwerk , eine wahre Schreckenschronik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, veröffentlichte der Verlag als „Die Guten, die Bösen und die Toten„, illustriert von Ebeneeza K. 2010.
Seine ebenfalls wieder entdeckten Traum- und Tagebücher sind leider wegen der in ihrem Versteck vorherrschenden Temperatur und  Luftfeuchtigkeit in äußerst schlechter Verfassung. Nach und nach werden die Seiten vorsichtig restauriert, entziffert und hier veröffentlicht. In der Hoffnung, ein wenig Licht auf das Leben und das Verschwinden dieses zu Unrecht vergessenen Autoren und Zeitzeugen zu werfen.

3 Kommentare:

Strawberry on 10. August 2011 22:44 hat gesagt…

Uuuh Kirsche, ich wusste gar nicht, dass du das gelesen hast.
Das sieht ja schick aus. Das werde ich mir unbedingt angucken, wenn ich bei dir bin. *__*

Miss Bookiverse on 11. August 2011 13:50 hat gesagt…

Wie toll :O Das werd ich mir auch gleich mal näher anschauen. Danke für den Tipp, ich liebe solche düsteren Sachen :D

Cherry on 11. August 2011 18:15 hat gesagt…

@Erdbeere: Tja, bin doch immer wieder für eine Überraschung gut ;D

@MB: Nichts zu danken :) Dachte mir schon, dass das auch was für dich wäre ;)

 

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!