¡Rezension! - Lola and the Boy Next Door

Erdbeere


Titel: Lola and the boy next door
Autor/in: Stephanie Perkins
Originaltitel: -
Seitenzahl: 384
Preis: 12,50 € (D)
ISBN:
978-0525423287




Was ich an Stephanie Perkins Bücher so toll finde, ist, dass sie zwar altbekannte YA Geschichten schreibt, aber ihre Figuren immer so interessant gestaltet bzw.  dass sie alles andere als perfekt sind, dass man nicht anders kann, als sie zu mögen. So auch Lola.

Lola ist 17 und hat eine Vorliebe für Perücken, ausgefallene Kleidung und für ihren Freund Max. Alles ist gut, bis sie den Umzugswagen in der Einfahrt ihres Nachbarhaues entdeckt. Plötzlich ist Lola in größter Alarmbereitschaft, denn es ist nicht möglich, dass SIE wieder da sind. Mit SIE sind die Bell- Zwillinge gemeint. Callilope und ihren Zwillingsbruder Cricket. Und Lola tut Gutes daran, ihnen nicht zu begegnen, Vor allen nicht Cricket.

Was dieses Buch ausmacht ist vor allem Lola. Sie ist wirklich eine so faszinierende und kreative Persönlichkeit. Ich mochte sie auf Anhieb. Nicht zu Letzt, weil sie so anders ist und mit ihrem Auftreten immer etwas aus der Reihe springt. Was sich vor allem in ihrem Kleidungsstil widerspiegelte, denn meisten trug sie Perücken in den verrücktesten Farben und hatte eine Vorliebe für Kleider im Stil von Marie Antoinette oder dem Look der 50er. Es war beeindruckend, wie sie sich durch ihre Kleidung ausdrückte und sie den Stil konsequent durchzog. Aber sie hatte auch ihre Schwächen. So fand ich es ziemlich egoistisch von ihr, dass sie die Menschen um sich herum verletzte, weil sie mit ihren Gefühlen selber nicht im Klaren war. Sie war schlichtweg mit den Dingen, die in ihrem Leben gegenwärtig waren, einfach überfordert und hatte manchmal einen Nullblick dafür, was richtig war.



Dennoch hat Stephanie Perkins mit Lola einen sehr interessanten Charakter geschaffen. Und dann war da noch Cricket. Ja, Cricket. An den Namen musste ich mich erst mal gewöhnen. Ich meine, Cricket? Jetzt echt? Geht es noch unmännlicher? Aber Cricket war ein wunderbarer Charakter, der mir sofort sympathisch war. Denn er ist keiner von diesen „mysteriösen, Schönlingen“, die man aus den meisten YA Büchern kennt, sondern er ist ein Erfinder und kleiner Streber und hatte so liebenswürdige Ticks an sich. Er war einfach nur süß, ein richtiger Mr. Nice guy. Was mich allerdings an der einen oder anderen Stelle etwas nervte. Vielleicht hätten ihm ein paar Ecken und Kanten ganz gut getan. Aber Lola und Cricket zusammen ergaben ein sehr schönes Team. Man hat gemerkt, dass sie sich ihr ganzes Leben kannten. Da war sofort eine Vertrautheit da.

Wer Anna and the french kiss gelesen hat und Anna mochte, kann sich freuen. Denn es gibt ein Wiedersehen mit ihr und St. Claire. Ich muss aber vorwarnen. So sehr ich Anna und St. Claire im ersten Buch mochte, so nervig fand ich sie in Lola and the boy next door. Sobald sie auftauchten, wurde nur auf ihre Dauerverliebtheit und Anschmachterreien eingegangen. Jaaa, das sich die beiden sehr mögen, ist mir schon im ersten Teil aufgegangen. 

Ansonsten bietet Perkins eine Reihe an Geschehnissen, mit der sich ihre Protagonistin auseinandersetzten muss. Wie zum Beispiel ihre Mutter, ihre schwulen Väter (die ich super fand. Wirklich!) oder ihre Beziehung zu ihrem Freund. Und dazwischen nur die alltäglichen Probleme einer Heranwachsenden. 
Aber ich muss sagen, mit  Anna and the french Kiss kann Lola nicht ganz mithalten. Anna war ein wenig überzeugender als Protagonistin. Dem Buch hat es aber nicht geschadet.


Mein Urteil

Eine nette Unterhaltung, locker und flockig geschrieben ,mit interessanten Figuren und einer noch interessanteren Protagonistin. Leider muss ich sagen, kommt Lola nicht ganz an Anna heran. Was nicht weiter schlimm ist. Das Buch konnte man trotzdem in einem Rutsch durchlesen. Wer Anna and the french kiss mochte, wir Lola auf jeden Fall auch mögen.


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