
~ Klappentext ~
Eine verschlüsselte Botschaft erreicht Sherlock Holmes. Für ihn und Dr. Watson ist klar: Sie steht in Zusammenhang mit Professor Moriarty, dem „Zentralgehirn der Unterwelt“, und sie bedeutet Gefahr. Doch ehe die beiden handeln können, geschieht ein grausamer Mord.
Der Insel Verlag präsentiert eine wunderbare, von Hans Wolf besorgte Neuübersetzung der Sherlock Holmes-Geschichten in neun Bänden. Jeder davon wäre eine Empfehlung wert; stellvertretend sei hier Das Tal der Angst genannt, möglicherweise einer der weniger populären Fälle des Meisterdetektivs aus der Baker Street,der einen grausamen Mord auf dem Land aufzuklären hat, dessen Hintergründe einige Jahrzehnte zurück zu liegen scheinen; in einem düsteren Industrierevier, das von einer Freimaurerloge beherrscht wird. Packend und intelligent zugleich.
(Quelle: amazon.de)
~ Meinung ~
Wie ich es nun schon von Der Hund der Baskervilles gewohnt war, fand ich auch in diesen Fall des Meisterdetektivs sehr schnell hinein. Clever und überraschend wie eh und je, löste Holmes einen sehr grausamen Mord, dessen Wurzeln scheinbar tief in der Vergangenheit wucherten.
Das war auch der Grund, wieso lediglich der erste Teil des Buches von unserem verehrten Ermittler handelte und man sich in der zweiten Hälfte plötzlich in Amerika, ein paar Jahrzehnte früher, befand. An dieser Stelle war ich mir ziemlich sicher, dass mir dieses Werk Doyles nicht zusagen würde, da ich Sherlock schon nach ein paar Seiten vermisste. Aber ich sollte mich irren, denn bald stellte sich heraus, dass es nicht nur er war, der mich bei diesen Geschichten weiterblättern ließ, sondern auch der unglaublich spannende Schreibstil, der mir besonders jetzt sehr oft ins Auge stach.
So wurde der Leser zwar vom Doppelgespann Holmes und Watson alleine gelassen, erhielt aber dafür, mit dieser so schrecklichen und ausgeklügelten Vergangenheit, eine wahre Belohnung. Ein Netz aus Boshaftigkeit spannte sich dabei über den vorher noch fremden Protagonisten. Morde, Drohungen und Prügeleien zeugten von Brutalität und Tücke, denen er eigentlich nicht hätte entfliehen können. Aber wie üblich konnte Doyle seinen Leser auch diesmal in Erstaunen setzen und erschuf eine Geschichte, die ich anfangs nicht erwartet hätte.
Trotz erster Zweifel muss ich zugeben, dass mir Das Tal der Angst sogar etwas besser gefallen hat als Der Hund der Baskervilles. Das lag hauptsächlich an den überraschenden Wendungen in der Geschichte, aber auch an der Feststellung, dass ich die Werke des Autors auch ohne die mithilfe Holmes' lesen kann. Damit also...
~ Fazit ~

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Zum Autor:
Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh geboren. Er absolvierte ein Medizinstudium und ließ sich zunächst als praktizierender Arzt in Portsmouth nieder. Erfolglos in seinem Beruf, entwickelte er in seiner Freizeit eine rege schriftstellerische Tätigkeit. Ab 1891 erschienen im „Strand Magazin“ die schon bald berühmten Geschichten von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Im selben Jahr ging Doyle nach London, um dort – wiederum vergeblich – sein Glück als Arzt zu versuchen. Erneut verschaffte ihm das berufliche Scheitern die nötige Zeit zum Schreiben. Neben den Detektivgeschichten entstanden so in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Romane und Kurzgeschichten, darunter bekannte Werke wie The Lost World (Die verlorene Welt, erschienen 1912). Trotz der großen literarischen Erfolge beschränkte sich Doyle nicht auf seine Tätigkeit als Schriftsteller. Er nahm regen Anteil am politischen Geschehen und kandidierte zweimal – allerdings erfolglos – für das britische Parlament. 1902 wurde er als Auszeichnung für sein Engagement im südafrikanischen Burenkrieg (1899-1902) in den Adelsstand erhoben. Als einer der bekanntesten englischen Autoren seiner Zeit starb Sir Arthur Conan Doyle am 7. Juli 1930 in Windlesham, Sussex.

















































5 Kommentare:
Sherlock Holmes wollte ich unbedingt mal lesen... Ich glaub, das werd ich nach den 2 Rezensionen von euch auch wirklich bald mal machen!
Ich find's übrigens toll, dass ihr eine Klassikerkategorie eingerichtet habt :)
@captain cow: Die Sherlock Holmes-Romane kann man sich auch auf alle Fälle antun. Ich werde sicherlich noch ein paar mehr lesen :)
Die Sherlock-Holmes-Romane habe ich bisher auch noch nicht gelesen, allerdings hörst du dich richtig begeistert an. :) Vielleicht werde ich es auch mal lesen, wenn ich eine Pause von den "üblichen" Büchern brauche. :)
@Sara: Ja, das stimmt, ich bin auch total begeistert und überrascht, wie schnell sie sich doch lesen lassen. Außerdem bilden sie mal eine schöne Abwechslung, wenn man sonst eher Jugendbücher liest.
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