¡Rezension!: Méto - Das Haus

VanaVanille


Titel: Méto - das Haus
Autor/in: Yves Grevet
Verlag: dtv
Originaltitel: MÉTO. La Maison
Seitenzahl: 224
Preis: 14,95 € (D)
ISBN: 
978-3-423-62514-2




Ihr kennt das sicherlich auch. Man schlägt ein Buch zu und alles was man danach denken kann ist: Ach Mensch, das hätte doch so gut werden können.
Genau solch ein Gefühl hatte ich nach dem Beenden der Méto-Lektüre auch. Ein weiteres Mal hatten mir zu hohe Erwartungen dieses schlanke Buch schmackhaft gemacht, und ein weiteres Mal wurde ich ziemlich enttäuscht. Was anfangs noch so mysteriös und vielversprechend begann, endete bald in einer Desillusionierung meinerseits. Ähnlich wie bei Dashners Die Auserwählten - Das Labyrinth, gefiel mir die Grundidee des Autors sehr gut - was er schließlich daraus machte, war dagegen nur halb so nett.

Die kleine Welt in der der junge Méto lebt, ist grauenerregend, keine Frage. Grausame Bestrafungen finden täglich statt, keiner kann dem anderen vertrauen und die Kinder müssen stets bangen, dass sie zu groß werden um im Haus zu leben. Was danach geschieht, weiß keiner, doch unser mutiger Held geht den Dingen auf den Grund.
Bis hierhin eigentlich noch eine recht interessante Geschichte mit einer Handlung, die spannend werden könnte,auch wenn sie nicht viel Neues verspricht.
Aber was ist ein Held ohne Hürden, ohne Gegner, die sich ihm in den Weg stellen?
Wir wissen alle, dass es in Dystopien um Rebellion, das Auftauchen aus den Meeren der Unterdrückung, geht, aber diese ist auch nur dann spannungsgeladen und fesselnd, wenn der Protagonist sich Dingen stellen muss, die vorerst so undurchdringbar erscheinen.
Mein großes Problem mit Méto war, dass ihm auf Anhieb alles gelang. Sobald er sich endlich dazu entschlossen hatte, aufmüpfig zu werden, passiert nicht mehr viel. Er sucht sich seine Anhänger, bietet der Obrigkeit die Stirn und hat dabei keinerlei Probleme. Da überrascht es einen nicht, dass das Buch so dünn ist.

Ich habe nun schon oft feststellen müssen, dass Méto an vielen Ecken hoch gelobt, ja sogar als mitreißend beschrieben wird, doch irgendwie kann ich diese Meinung nicht ganz teilen. Mir hat diese Dystopie einen ziemlichen Dämpfer versetzt und mich auch nicht dazu gebracht, weiter auf den nächsten Teil zu warten. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass besonders Jungs, die sich vorher noch nie mit diesem Genre auseinandergesetzt haben und auch sonst vor dicken Büchern eher abschrecken, Gefallen daran finden könnten. Wieso aber ein so großer Hype darum gemacht wurde, kann ich nicht ganz verstehen. Da gibt es reichlich bessere und spannendere Bücher.

Mein Urteil

Méto hat mich kalt gelassen. So kalt, dass ich nicht mal große Lust hatte, eine Rezension dazu zu schreiben (wie man vielleicht merkt). Mag vielleicht für den ein oder anderen etwas sein, ist in der großen weiten Dystopiewelt aber eher so lala. Wer es dennoch mag, kann sich ja auf die nächsten beiden Teile freuen: "Die Insel" und "Die Welt". Ich drücke mal die Daumen, dass diese beiden besser werden und der Protagonist bei seinem Vorhaben auch ein paar Schwierigkeiten haben wird.

3 Kommentare:

  1. Ich bin ja immer wieder ein wenig erleichtert, wenn dieses Buch auch andere Leser kalt lässt. Als ich es gelesen habe, habe ich wirklich gedacht, ich wäre die Einzige in der weiten Bloggerwelt, die dieses Buch kalt lässt. Von daher: ich stimme dir zu!

    Liebe Grüße
    Marleen

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  2. Ich fand das Cover irgendwie von Anfang an sehr abschreckend, frag mich nicht, warum. Warum zum Teufel hat der Junge auf dem Cover denn so ein merkwürdiges Kostüm an? Hat das eine tiefere Bedeutung??

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  3. @Mini: Da bin ich aber beruhigt, dass es dir ähnlich ging ;)

    @Karo: Das Kostüm hat wirklich eine tiefere Bedeutung und wird im Buch beschrieben. Du bist aber nicht die einzige, die das Cover abschreckend findet. Ich finde gerade diese Kuriosität so interessant, aber das ist Geschmackssache :)

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