¡Rezension!: Ashes 02. Tödliche Schatten

VanaVanille


Titel: Ashes 02. Tödliche Schatten
Autor/in: Ilsa J. Bick
Verlag: Ink
Originaltitel: Shadows
Seitenzahl: 571
Preis: 19,99 € (D)
ISBN: 
978-3-86396-006-3




Auch nach dem zweiten Teil von Ashes möchte ich Frau Bick nun die Krone der Cliffhanger aufsetzen, denn wenn sie eines kann, dann ist es, den Leser mit ihren spannenden Abbrüchen in den Wahnsinn zu treiben.
Nicht nur der letzte Satz des Buches lässt auf ein großes Finale hoffen, auch jedes Ende ihrer Kapitel schreit nach einer Fortsetzung und treibt einen zum Weiterlesen an. Besonders nervenaufreibend war es diesmal, weil die ganze Geschichte nicht mehr nur aus Alex Sicht beschrieben wurde, sondern auch aus derer vieler anderer Figuren. Das machte es anfangs zwar etwas schwer wieder in die Story hinein zu finden, versprach dafür aber auch mehr Spannung, mehr Action und viel mehr Offenbarungen.

Ein zweiter Punkt, der mir im ersten Buch noch so gut gefallen hatte, war die Beschreibung von Brutalität, Gewalt und Grausamkeit, die die Autorin tabulos einsetzte. Diesmal ging sie allerdings soweit, dass ich mich manchmal fragen musste, ob das Buch wirklich ab 14 und nicht eher ab 16 freigegeben wurde.
So verwandelte sich das, was ich zuerst noch als so positiv sah, bald zu einem negativen Punkt, den man nicht mehr nur als "ein bisschen blutig" beschreiben konnte.
Wer also diesbezüglich einen schwachen Magen hat und bei knackenden Knochen, heraushängenden Gedärmen oder eiternden Wunden eher zurückschreckt, sollte wirklich die Finger davon lassen. Der erste Teil war zwar schon brutal, kommt aber bei weitem nicht an seinen Nachfolger heran.

Doch wollen wir uns nicht zu sehr an diesen grausamen Seiten des Romans aufhalten. Viel interessanter sind eigentlich dessen Charaktere, die durch den tiefen Blick in ihre Psyche, welchen uns die Autorin erlaubte, von ganz netten Nebenfiguren zu richtigen Protagonisten transformierten. Und mit diesem "tiefen Blick" meine ich nicht die Beschreibungen ihrer Gefühle, sondern ihre abscheulichsten Gedanken und Wünsche.
Die Authentizität, die sie dabei an den Tag legten, rührt wohl von Frau Bicks Erfahrungen als Kinderpsychiaterin, welche sie sehr glaubhaft mit einarbeitete. So erschuf sie Figuren, die man nicht immer verstehen, sich aber gut vorstellen konnte.

Mein Urteil

Auch wenn die Brutalität in diesem zweiten Teil sogar mich an manchen Stellen abschreckte, muss ich doch sagen, dass die Autorin eine gelungene Fortsetzung geschrieben hat. Spannung wird auch diesmal wieder groß geschrieben und verspricht ein atemberaubendes Lesevergnügen, welches am Ende zähneknirschend auf das Finale wartet.

1 Kommentare:

  1. Auch ich war immer hin- und hergerissen zwischen Ekel und Faszination. Unsere Meinungen decken sich daher fast genau! :D Teil 3 kann und will ich jedoch auf keinen Fall verpassen.

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