¡Rezension!: Flamingos im Schnee

VanaVanille


Titel: Flamingos im Schnee
Autor/in: Wendy Wunder
Verlag: Goldmann
Originaltitel: The Probability of Miracles
Seitenzahl: 353
Preis: 17,99 € (D)
ISBN:
978-3-442-31323-5



Wir sind es gewohnt, dass Bücher, die das Thema Krebs behandeln, immer eine traurige Aura mit sich bringen. Die Krankheit ist allgegenwärtig, unabwendbar und kann vom Leser, sowie vom Protagonistin nicht vergessen werden. Flamingos im Schnee bildetet für mich da die große Ausnahme, die ich wahrlich nicht erwartet hätte.
Wir haben es bei Campbell nicht nur mit einer sarkastischen Schwarzmalerin zu tun, die ziemlich abgeklärt durch die Welt geht, sondern werden mit den schrägsten Situationen und Orten konfrontiert, die man sich nur denken kann. So bringt einen das Buch viel mehr zum Lachen, als zum Weinen und sorgt unter den vielen "Krebsbüchern" mal für ein wenig Abwechslung.

Alles beginnt damit, dass unsere Heldin nicht in einer wohlbehüteten Familie in einer gemütlichen Kleinstadt aufgewachsen ist, sondern direkt neben Disneyworld wohnt, wo sie nebenbei aushilft und ihrer Mutter unter die Arne greift. Doch während die Gäste des Freizeitparks eine heile Welt voller wahrgewordener Träume bestaunen, weiß Campbell, was hinter all dem Glitzer und den Träumen steckt. So sind ironische Blicke auf ihr Umfeld und das Leben im Allgemeinen vorprogrammiert und machen sie unglaublich sympathisch, an vielen Stellen aber auch sehr pessimistisch. Sie ist allerdings keineswegs eine kühle, distanzierte Person, lässt aber nicht immer ihren Gefühlen freien Lauf.

Die Handlung entwickelt sich sehr schnell zu einer humorvollen, aber auch recht seltsamen Geschichte. Ein Dorf in dem Wünsche wahr und Kranke plötzlich geheilt werden? Klingt unfassbar, stellt sich für die immer schwächer werdende Campbell aber bald als Realität heraus. Sie muss nur an Dinge denken und schon geschehen sie.
Jetzt werden die ein oder anderen sagen, dass die Autorin damit vielleicht in die fantastische Richtung abdriftet und dies alles nicht mehr viel mit einem authentischen Buch zu tun hat, aber nein, auch dieses Buch ist trotz seines Witzes immer noch ein trauriger Roman, wenn auch nicht zu jeder Zeit auf den ersten Blick.   

Mein Urteil

Ja, kann schon sein, dass Flamingos im Schnee nicht das nachdenklichste Buch der Welt ist, dennoch muss ich positiv anmerken, dass die Autorin nicht unnötig auf die Tränendrüse drückt, was auch mal angenehm war. Es hat mich sehr gut unterhalten und konnte besonders mit der schrägen Protagonistin und ihren manchmal noch schrägeren Freunden (einer von ihnen ist ein Hummer!?) überzeugen.


4 Kommentare:

  1. das klingt ja interessant... Ich hab noch nie ein Buch in diese Richtung gelesen, aber das hört sich wirklich gut an. Und das Cover finde ich auch irgendwie total toll :)

    Liebe Grüße
    Yoshi :)

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  2. Das Buch hört sich wirklich total... anders an :D Auf jeden Fall hast du mich jetzt sehr gespannt gemacht, denn ich denke, es ist doch mal eine schöne Abwechslung, ein Buch über Krebs zu lesen, in dem die Stimmung nicht nur traurig ist. Außerdem würde ich nach "Bevor ich sterbe" (was für ein Reinfall!) gerne mal wieder ein gutes "Krebsbuch" lesen^^

    Liebe Grüße,
    Filo

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  3. Ich lese es im Moment, bin auf Seite 68 und muss dir zustimmen!
    Zuerst war ich aufgrund des "Für alle Leser von Das Schicksal ist ein mieser Verräter"- Buttons auch ziemlich irritiert, denn etwas Vergleichbares kann es einfach gar nicht geben :D, aber bis jetzt gefällt es mir doch ganz gut, obwohl ich noch nicht ganz in der Geschichte drin bin..
    Na, hoffentlich kommt das noch ;)!
    Das Cover gefällt mir auch super! Die Farben sind so schön <3 ( also die von der deutschen Ausgabe)!

    Liebe Grüße, Clara :)

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  4. Ich mochte ja "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sehr. Bei "Flamingos im Schnee" war ich lange Zeit etwas zurückhaltend - ich dachte mir ähnliches wie du ganz zu Beginn beschreibst. Ich denke aber, demnächst muss ich es einfach mal lesen. :)

    Liebe Grüße
    Reni

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