¡Rezension!: Mr. Penumbra's 24-Hour Bookstore

VanaVanille
 

Klappentext:
The Great Recession has shuffled Clay Jannon out of his life as a San Francisco Web-design drone—and serendipity, sheer curiosity, and the ability to climb a ladder like a monkey has landed him a new gig working the night shift at Mr. Penumbra’s 24-Hour Bookstore. But after just a few days on the job, Clay begins to realize that this store is even more curious than the name suggests. There are only a few customers, but they come in repeatedly and never seem to actually buy anything, instead “checking out” impossibly obscure volumes from strange corners of the store, all according to some elaborate, long-standing arrangement with the gnomic Mr. Penumbra. The store must be a front for something larger, Clay concludes, and soon he’s embarked on a complex analysis of the customers’ behavior and roped his friends into helping to figure out just what’s going on. But once they bring their findings to Mr. Penumbra, it turns out the secrets extend far outside the walls of the bookstore.


Erst war es nur eine kleine Empfehlung und schon begegnete mir Mr. Penumbra fast überall. Der winzige Teil von mir, der an Zeichen und Wunder glaubt, wollte dieses Buch also unbedingt haben.


Vielleicht sollte ich erst einmal damit anfangen, was ich beim Aufschlagen des Buches erwartete. Wenn der Titel eines Romans nämlich bereits eine Buchhandlung erwähnt, beginnt mein träumenden Herz an hohe Regale voll gestopft mit Schmökern, bequeme Lesesessel und die Liebe zum bedruckten Papier zu denken. Jedenfalls der erste Punkt wurde in Mr. Penumbras Laden erfüllt, der Rest jedoch ließ irgendwie zu wünschen übrig.
In Robin Sloans Roman geht es überhaupt nicht so sehr um das Verhältnis zwischen Mensch und Buch, er handelt vielmehr von Technik, Entwicklung, revolutionären Ideen und der Tatsache, dass diese auch nach und nach den Buchdruck ersetzen (viele von uns besitzen ja bereits einen eReader ... Mr. Penumbra übrigens auch).

Aus diesen genannten Gründen hatte ich auf der einen Seite sehr viel Spaß mit Clay - der den Fortschritt zwar liebte, aber auch gute Bücher nicht verachtete - auf der anderen war ich allerdings etwas enttäuscht, vielleicht sogar geschockt.
Keine Frage, es war faszinierend mit anzusehen, was die Technik alles kann, wie Clays Freunde ihm beim Lösen mysteriöser Rätsel mit PC und hochentwickelten Geräten beiseite stehen und wie riesige Probleme sich dadurch in Luft auflösen. Aber die ganze Zeit fragte ich mich, was denn nun mit den Büchern sei und ob sich zwischendurch vielleicht mal jemand um die Buchhandlung kümmert, die ab und an total in Vergessenheit geriet. Klar, der Autor möchte eigentlich beiden, den Büchern und der Technik, einen Platz in seiner Geschichte geben, aber neben dem allwissenden Google und den genialen Hackern sehen die Bücher sehr blass aus. Sie haben ihre Rolle, besonders am Ende der Handlung, aber mir war diese einfach zu klein, und das machte mich irgendwie traurig.

Aber es wäre falsch jetzt nur zu jammern, schließlich habe ich den Roman nicht abgebrochen oder zutiefst getroffen beendet. Herr Sloan schreibt locker, modern, aber dabei nicht niveaulos. Er hat einen angenehmen Witz, ein Händchen für nette und außergewöhnliche Figuren und weiß, wie er seine Geschichte richtig voran bringt. Mir hat das Lesen also oft auch sehr viel Freude bereitet, was hauptsächlich an Clay lag, der irgendwie als einziger auch mal die Technik links liegen ließ und verstand, worum es wirklich geht.


Ein bisschen zu viel Fortschritt und auf alle Fälle zu wenig Buch. Ich fühle mich fast wie eine Oma, wenn ich das sage, aber das war wirklich der größte Störfaktor. Sonst ein kluger, moderner Roman, welcher sich gut lesen ließ und zum Nachdenken anregen soll. Bei mir hat er es jedenfalls geschafft.


 

Im Gegensatz zum Inhalt des Buches bestehen die verschiedenen Cover aus mehr Literatur. Es gibt wirkliche viele diverse Bilder, aber sie sind alle auf ihre eigene Weise schön. Das in der Mitte wird übrigens das deutsche Cover sein. Ich finde es toll, wie aus der Lücke zwischen den Büchern sich ein Kopf herausbildet, was schon wieder ein kleiner Wink zum Inhalt ist.




4 Kommentare:

  1. Hallo (:
    Wirklich ein sehr schöner Blog, auf den ich durch Zufall gestoßen bin!
    Die Rezension ist wirklich sehr schön gestaltet und das Buch hört sich interessant an. Mal sehen ob ich es mir kaufe. :)
    Lg. Jasi

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  2. Ach schade, dass es dir nicht ganz so gut gefallen hat. Ich war von Miss Bookiverse vorgewarnt, dass auch ganz viel Technik vorkommt und mir hat diese bunte Mischung total gefallen, war manchmal aber auch irgendwo zwischen Faszination und Erschütterung, was so alles geht (besonders bei dem Bücherscanner und diesen ganzen Aufteilungssachen bei Google, bei denen riesige Aufgaben innerhalb von kürzester Zeit gelöst werden können, durch Hilfe unbekannter Computerfreaks, die das aus Spaß an der Sache machen).

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    1. Ich hätte mir vielleicht eure Rezis genauer durchlesen sollen, und nicht nur die Bewertung, dann wäre ich vorgewarnt gewesen. Aber sonst war das Buch ja gut, mir war nur halt die Rolle des Buchs zu klein. Das fand ich etwas schade.

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  3. Echt schöne rezi ;)
    Ich habe deinen tollen Blog auch erst gerade durch livi entdeckt ;) freu mich auf weitere tolle Rezensionen ;)
    Viele Grüße
    http://bowsandfairytales.blogspot.de

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