¡Rezension!: Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown

VanaVanille
 

Klappentext:
Nach einem abenteuerlichen Bärenleben hat Henry sein Zuhause bei der Schriftstellerin Flora Sommer gefunden. Doch das friedliche Weihnachtsfest, das er ersehnt, wird alles andere als geruhsam und harmonisch: Überraschende Gäste lösen Familienturbulenzen aus - der ganz normale Wahnsinn eines Heiligen Abends. Doch am Ende stellt Henry fest, dass es trotz allem Chaos eigentlich das schönste Weihnachten war, das er seit langem erlebt hat.


Vor fast drei Jahren habe ich das erste Buch über den kleinen Henry N. Brown gelesen und mich sofort in den liebenswerten Teddybären verliebt (meine Rezension dazu hier). Für meine ausbaufähige Weihnachtsstimmung wurde natürlich nun auch die Fortsetzung gekauft.


Alles könnte so schön besinnlich sein zum Weihnachtsfest, doch als der gewünschte Besuch ausbleibt und dafür ungeahnte, andere Besucher eintreffen, verwandelt sich die Wohnung der Schriftstellerin Flora Sommer langsam in ein Auffangbecken der missglückten Weihnachtspläne. Ihre geschiedenen Eltern stehen plötzlich vor der Tür, ihre beste Freundin wurde betrogen und selbst der indische Nachbar bekommt noch ein Plätzchen am Essenstisch.
Als stiller Beobachter lauscht der kleine Bär Henry N. Brown den Gesprächen und erinnert sich an seine eigenen Weihnachten, die er in den letzten 90 Jahren verbracht hat. Bis auf einmal jemand in der Wohnung auftaucht, der seinen Erinnerungen entsprungen zu sein scheint. Kann das wirklich sein? 

Natürlich ist dieser kleine Nachfolgeband keinesfalls so schön wie Henrys Lebensgeschichte, aber das erwartete ich auch nicht. Vielmehr ist es ein typisches Weihnachtsbuch, mit dem man es sich zu Hause im Sessel mit einer heißen Tasse Kakao gemütlich machen kann, und im Laufe eines Nachmittags durchliest.
Die verschiedensten Menschen treffen darin aufeinander, und verzaubern dieses scheinbar so chaotische Weihnachten doch noch zu einem erinnerungswürdigen Erlebnis. Es ist nichts Aufregendes dabei, ebenso wenig ist es kitschig, es ist eher eines dieser typischen Weihnachtsfeste, welche man sich ganz anders vorstellt, als sie schlussendlich ausgehen.   

Henry ist natürlich auch dieses Mal ein ganz bezaubernder Protagonist, der durch seine vielen Erfahrungen nun auch um einiges weiser geworden ist. Er spürt, wann es den Figuren gut geht, wann er sie trösten muss und wann jemand sich total daneben benimmt (was in der Geschichte des Öfteren geschieht). Und da man diesen kleinen Bären wirklich in sein Herz schließt, freut man sich gemeinsam mit ihm über das Ende der Geschichte. Warum? Das verrate ich natürlich nicht.



Als Roman eignet sich dieses Buch mit seinen ca. 120 Seiten vielleicht nicht, aber für einen gemütlichen Adventsnachmittag ist es genau das Richtige. Man muss auch nicht Henrys Vorgeschichte gelesen haben, um alles zu verstehen, vorteilhaft wäre es allerdings trotzdem.


Man sieht, dass es ein Weihnachtsbuch ist, ganz klar. Henry sieht zwar etwas hineingeschnitten aus, ebenso würde er wahrscheinlich niemals bei Flora auf dem Fußboden sitzen, aber trotzdem gibt es den gewissen Wiedererkennungswert.





2 Kommentare:

  1. Das klingt ja wirklich gut, vielleicht lese ich den ersten Teil ja auch mal :) Vor allem weil ich noch nie ein Weihnachtsbuch gelesen habe, das muss dringend mal nachgeholt werden... Schöne Rezension!

    Liebe Grüße,
    Livi ♥
    liviliest.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du solltest wirklich lieber den ersten Teil lesen, denn der ist weitaus schöner ;)
      Liest sich übrigens auch sehr gut über die Weihnachtstage.

      Löschen

Ich liebe Kommentare, oh ja, ich liebe sie wirklich. Aber bitte schreibt keine nichtssagenden Einzeiler und verlinkt danach auf euren Blog. Die Kommentarfunktion soll nicht als Werbetafel, sondern für Diskussionen und nette Gespräche dienen.

Ich danke,
Cherry