MEHRLESEN: MÄRZ 2018

VanaVanille



Besprechungen

Scythe #2 - Zorn der Gerechten  ★★★★☆ (4,5)
Das tiefe Blau der Worte  ★★★★☆ (4,5)
Die Herrenausstatterin  ★★★★☆
Nicu & Jess  ★★★☆☆ (3,5)
Hundert Jahre Einsamkeit  ★★★☆☆
Das Zeiträsel  ★★★☆☆  (Besprechung folgt)


Die Übrigen

Strafe & Schuld ★★★★☆ 

Ferdinand von Schirach ist aus der deutschen Literatur nicht mehr wegzudenken und zeigt seinem Publikum mithilfe von authentischen Kriminalfällen die Abgründe des menschlichen Wesens. Auch mich konnten seine Erzählungen überzeugen. Mir gefiel besonders seine kühle, neutrale Schreibweise, die es den Leser*innen  überlässt, ob und wie sie über die Menschen in den Kurzgeschichten urteilen. Seinen dritten Band Verbrechen werde ich mir wahrscheinlich auch bald zulegen. Die Hörbücher spricht er übrigens selbst.


Und du kommst auch drin vor   ★★★☆☆ (3,5)

Alina Bronsky mochte ich bereits seit Scherbenpark sehr gern und auch in ihrem neusten Jugendbuch geht es wieder um eine Gruppe von Jugendlichen, die nur selten Platz in Romanen findet. Ihre Protagonistin Kim soll wahrscheinlich einen typischen Teenager der heutigen Zeit darstellen: ignorant, gelangweilt, uninteressiert und davon überzeugt, dass sich die Welt nur um sie dreht. Dagegen wirkt ihre ehrgeizige, kreative beste Freundin Petrowna wie eine willkommene Abwechslung. Die Idee hinter dem Buch ist gar nicht mal so schlecht, aber am Ende wurde mir alles nicht tief genug behandelt, wodurch es sein mögliches Potential nicht ausschöpfen konnte.


Dann schlaf auch du  ★★★★☆

Der Überraschungserfolg aus Frankreich hat auch mich in seinen Bann ziehen können. Die Geschichte eines jungen und erfolgreichen Paares und ihrer Nanny, die anfangs noch so liebreizend und perfekt zu sein scheint, entwickelt sich langsam zu einem wahren Alptraum. Dabei ist man sich nicht ganz sicher, wer denn hier die Guten und wer die Bösen sind, da die Leben aller handelnden Figuren beleuchtet werden. Eine interessante Darstellung menschlicher Sehnsüchte und Träume, aber ebenso eine Erzählung über Rassismus, Verzicht und Aufopferung. Vor allem aber geht es um unsere Gesellschaft, die sich, trotz ihrer westlichen Werte, immer noch in Klassen versteht.




Worauf ich mich im April freue?



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