¡Rezension!: Die kleine Hexe

VanaVanille


Titel: Die kleine Hexe
Autor/in: Otfried Preußler
Verlag: Thienemann
Originaltitel: -
Seitenzahl: 128
Preis: 11,90 € (D)
ISBN:
978-3-596-85407-3




 Klappentext

Die kleine Hexe ist leider erst 127 Jahre alt und wird deshalb von den großen Hexen nicht für voll genommen. Da sie nun keine große Hexe ist, will sie wenigstens eine gute sein. Mit diesem Entschluss beginnt ein aufregender Wirbel.


Erste Gedanken

Ganz genau kann ich mich an meine ersten Gedanken zu diesem Buch nicht mehr erinnern, denn als ich es das erste Mal las, war ich gerade einmal 7 Jahre alt und somit eine Leseanfängerin. An eines kann ich mich allerdings noch gut erinnern: viele Klassenkameraden hatten es mir empfohlen und auch einige der Lehrerinnen meinten, dass es sich für Kinder perfekt eignete. So bekam ich das Buch dann zum Geburtstag und konnte es danach nicht mehr aus den Händen legen.

Meine Meinung

Was mir sofort nach dem zweiten Lesen auffiel, war, dass die Geschichte der kleinen Hexe einfach zeitlos ist. Wenn man einmal bedenkt, dass das Buch vor mehr als 50 Jahren geschrieben wurde und trotzdem weiterhin von Kindern gelesen wird, ist das wohl Beweis genug. Selbst jetzt konnte ich mir noch vorstellen, dass ein kleines Mütterchen direkt im nächsten Wald haust und dort zusammen mit ihrem weisen Raben Abraxas die lustigsten Abenteuer erlebt. Was Otfried Preußler mit seiner kleinen Protagonistin geschaffen hat, ist unvergleichlich und immer wieder bewundernswert.

Der einfache, aber trotzdem nicht zu simple, Schreibstil eignet sich besonders für junge Leser, die schon früh ihre Liebe zu Büchern erkennen. Aus der Sicht eines Erzählers wird die Geschichte der kleinen Hexe wiedergegeben und sorgt so für eine märchenhafte Atmosphäre. Schnell, aber dennoch ausführlich beschrieben, wird dem Leser die Welt der Protagonistin erklärt, sodass er ohne viele Umwege in diese magische Umgebung, welche dennoch weiterhin mit der Realität verbunden bleibt, entführt wird.

Beim Lesen fiel mir auf, dass die kleine Hexe viele Merkmale eines Kindes hat und sich somit speziell die Kleinen mit ihr identifizieren können. Sie wird mit den täglichen Problemen einer zu jungen Hexe konfrontiert: nie darf sie mit den anderen zur Walpurgisnacht tanzen, immer dürfen die Älteren ihrer Art über sie bestimmen, viele der Zaubersprüche in ihrem Buch muss sie noch lernen und auch, dass von ihr verlangt wird nur Böses zu hexen, scheint ihr absolut nicht zu gefallen. So lernen die Kinder, im Gegensatz zu den altbekannten Märchen, eine liebe und gütige Hexe kennen, die mit ihrer Zauberei versucht anderen zu helfen, böse Menschen zu belehren und für Gerechtigkeit zu sorgen. An ihrer Seite hat sie dabei immer ihren klugen Raben Abraxas (der mir besonders ans Herz gewachsen ist), der ihr bei schwierigen Aufgaben hilft und sie auch oft zur Vernunft bringen muss.

Selbst mit ernsthafte Themen wie Spielsucht, Gewalt und Intoleranz muss sich der Leser auseinander setzen und wird von der kleinen Hexe belehrt, wie man es richtig zu machen hat. So verbindet der Autor eine fantastische Geschichte mit einem moralischen Inhalt und sorgt so für ein pädagogisch wertvolles Buch, was den Kindern durch vielerlei zauberhaften Ideen wie sprechenden Tieren und fliegenden Besen aber auch Spaß und Freude bereitet.

Ein zusätzlicher Pluspunkt sind die wunderschönen Illustrationen (von Winnie Gebhardt-Gayler), die das Buch schmücken und besonders den jüngeren Lesern gefallen sollten. Sie harmonieren dabei perfekt mit dem Buchcover und zeigen die verschiedensten Szenen aus der Geschichte.


Mein Urteil

Bei dem Kinderbuch "Die Kleine Hexe" handelt es sich um eine wunderschön ausgedachte und illustrierte Geschichte, die sich besonders für Leseanfänger eignet. Die Kombination aus Komponenten des klassischen Märchens und einer belehrenden Erzählung macht es zu einem zeitlosen Buch, was Kinder und Erwachsene mehrere Generationen begeistern konnte.


Wie war es, das Buch noch ein zweites Mal zu lesen?

Ich habe mich gewundert, dass ich doch so viel Inhalt der Geschichte im Kopf behalten hatte. Ich konnte allerdings auch viele Dinge wieder neu entdecken und mich mit ihnen an alte Zeiten erinnern. Mir ist außerdem klar geworden, wieso ich das Buch damals so geliebt habe (selbst meine jüngere Schwester wusste noch, dass ich damit immer herumgelaufen bin). Der kindgerechte Humor und die niedlichen Erzählungen haben mir auch jetzt als junge Erwachsene noch gefallen und ließen mich die Kapitel schnell durchlesen.  


9 Kommentare:

  1. Ich kann es gerade selbst kaum glauben, aber ich habe "Die kleine Hexe" noch nicht gelesen! Na, zum Glück hast du mich mit deiner wie-immer-wundertollen Rezension dran erinnert, dass ich das unbedingt nachholen muss. ^^

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  2. Was? Lurchi! Also nein das kann ich jetzt nicht glauben xD
    Ich hab das Buch früher so geliebt. Weiß nur nicht, ob es auf einen eine genauso große Wirkung hat, wenn man es als Kind nie gelesen hat. Naja das wird sich bei dir ja dann zeigen ^^
    Aber danke fürs Lob ;)

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  3. Ist ja nicht so, als hätte ich überhaupt keine Ahnung von der Geschichte xD Ich hab bestimmt drei verschiedene Theateraufführungen dazu gesehen. Aber es ist eben nicht dasselbe... Und das kann ich doch nicht auf mir sitzen lassen. Wird sofort gekauft, sobald es Taschengeld gibt!

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  4. ...und ich hab es noch nie gelesen...

    Kirsche, du darfst jetzt mit mir schimpfen xDD

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  5. Ja, dich mach ich zu Erdbeermus, wenn ich dich wieder sehe. Du ungebildetes Ding xD

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  6. Ohhh Erdbeermus. Darauf hätte ich jetzt Bock. xD Yammi

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