MEHRLESEN. Dezember 2019

Cherry

Besprechungen 

Frankenstein  ★★★★☆
Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten  ★★★☆☆

Die Übrigen

Die Kakerlake  ★★★★☆

Diese britische Politsatire im kafkaesken Aufzug hat mich sehr gut unterhalten können und brachte mich viele Male zum Schmunzeln. McEwan behandelt dabei aktuelle politische Themen (vor allem den Brexit) und nimmt eine Vielzahl uns bekannter Persönlichkeiten aufs Korn, deren Namen entweder etwas oder sehr verändert wurden. Die ganze Idee ist dabei so absurd, dass sie schon wieder wahr sein könnte. Chapó!

Fleabag  ★★★★☆

Hierbei handelt es sich um das Theaterscript zur Erfolgsserie Fleabag, die ich euch allen nur ans Herz legen kann. Ich bin sehr froh darüber, dass mich eine gute Freundin im Laufe des Jahres darauf aufmerksam gemacht hat, denn so konnte die Serie eine meiner Lieblinge 2019 werden. Das Theaterstück, welches der Serie als Grundlage dient, ist ebenso genial. Leider muss ich zugeben, dass ich bereits in der Schulzeit das Lesen von Dramen nur schwer ertrug und auch heute sowohl Theaterstücke als auch Regiebücher lieber in ihrer aufgeführten Fassung genieße.  

Rico, Oskar und die Tieferschatten & das Herzgebreche  ★★★★☆

Diese "Detektiv"Reihe von Andreas Steinhöfel habe ich mir schon vor Jahren vorgenommen, bin aber bis heute nie dazu gekommen, sie zu lesen. Glücklicherweise sind alle zur Reihe gehörenden Hörbücher auf einer sehr bekannten Musikstreamingplattform erhältlich, sodass ich nun keine Ausrede mehr hatte, sie mir endlich vorzunehmen. Gelesen werden die Romane übrigens von Steinhöfel selbst, der seine Aufgabe ausgesprochen gut macht und dessen Stimme ich nun nicht mehr aus dem Kopf bekomme, sobald ich an Rico und Oskar denke. Die beiden Protagonisten (einer hoch-, der andere tiefbegabt) sind dabei die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, denn sie bereiteten mir nicht nur einige Lacher, sondern bestachen auch mit sprachlicher Genialität und viel Gefühl. Ich habe sie jedenfalls schnell in mein Herz geschlossen und bin nach den ersten beiden Teilen offen für noch mehr Abenteuer.

Vater unser  ★★★☆☆ (3,5)

In Vater unser geht um die Mittzwanzigerin Eva, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihren jüngeren magersüchtigen Bruder aus einer psychiatrischen Anstalt zu retten, indem sie sich genau in diese einweisen lässt. Eigene Verrücktheiten und die Empfehlungen ihres Psychologen Korb scheint sie gekonnt zu ignorieren, bis die Flashbacks sich häufen und Eva langsam erkennen muss, dass ihr Bruder nicht der einzige Kranke in der Familie ist.

Was habe ich mich anfangs durch dieses Buch gequält. Gute drei Monate knabberte ich an der ersten Hälfte von Angela Lehners Debüt bis ich mir dann am vorletzten Tag des Jahres sagte, dass es Zeit wäre, es endlich zu beenden. Über die Essenz dieses Buches zu schreiben, ohne dabei zu viel zu verraten, ist nicht einfach. Fakt ist jedoch, dass die zweite Hälfte an Fahrt aufnimmt und sich das Puzzle langsam zusammen fügt. Deshalb habe ich mich auch nicht darüber geärgert, mich zur Beendigung des Buches gezwungen zu haben. Trotz des starken Endes kann ich wegen des schwachen Starts jedoch nicht von einem Highlight sprechen; Longlist des deutschen Buchpreises hin oder her.

Der Zopf meiner Großmutter  ★★★☆☆ (3,5)

Nach Baba Dunjas letzte Liebe wollte ich auch unbedingt Frau Bronskys neusten Streich hören (wieder gesprochen von der unheimlich guten Sophie Rois). Der stellte sich zwar als nicht ganz so gut heraus, aber trotzdem konnte ich mich dem darin beschriebenen wirren Familiengestrick nicht entziehen. Eine herrische Großmutter, ein schweigender Großvater, dessen Geliebte und ein untergebutterter Enkelsohn, der über all das erzählt. Aber zwischen den Zeilen steckt so viel Liebe, so viel Verlust, dass man es gelesen/gehört haben muss, um es zu begreifen. Alina Bronskys Stärke sind die Gefühle, von denen sie erzählt. Diese sind authentisch und nachvollziehbar, was ihre Figuren so zugänglich und liebenswert macht.




Worauf ich mich im Januar freue?



Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr
 ⭐2020

1 Kommentare:

  1. Schönen guten Morgen und ein Frohes Neues Jahr!

    Das sieht ja ein bisschen durchwachsen aus mit deinem Lesevergnügen ... wobei ja doch einige gut gefallen haben - ist immer schade wenn die Bücher einen nicht so begeistern können. Schade, dass zum Abschluss des Jahres kein Highlight dabei war.
    Den Finalband von Scythe hab ich ja auch gelesen und ich fand den absolut klasse :D
    Frankenstein hatte ich im Oktober gelesen und auch das hatte mir gut gefallen, da hab ich auch 4 Sterne vergeben. Ist ja ein sehr ungewöhnlicher Stil von damals, aber trotzdem hat es mich gefesselt.

    Ich hatte zum Jahresende hin tatsächlich nochmal richtig tolle Bücher dabei :D

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Monatsrückblick


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