¡Rezension!: Clockwork Prince

Erdbeere


Titel: Clockwork Prince
Autor/in: Cassandra Clare
VerlagWalker Books
Originaltitel: -
Seitenzahl: 495
Preis: 7,20 € (D)
ISBN:
 978-1406330359



Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch gar nicht schnell genug lesen könnt, weil ihr wissen wollt, was als nächstes passiert? So erging es mir bei Clockwork Prince - und das hat mich eigentlich ziemlich überrascht. Empfand ich doch den ersten Teil irgendwie als mittelmäßigen Abklatsch der The mortal instruments- Reihe
Die Geschichte fängt unmittelbar da an, wo Clockwork Angel geendet hat. Tessa fühlt sich nach Nates Verrat verletzt und weiß immer noch nicht, was für ein Wesen sie eigentlich ist. Hinzukommt das sonderbare Verhalten von Will, der sie immer wieder von sich stößt. Gut, dass sie in Jem  einen sehr guten Freund gefunden hat.

Ich muss zugeben, ich konnte nicht sofort in die Geschichte einsteigen, sondern es dauerte einige Seiten. Allerdings schafft es Frau Clare immer wieder, mich mit ihren Figuren zu begeistern, dass ich im Endeffekt das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich sehe einfach mal großzügig darüber hinweg, dass ich immer noch Parallelen zu TMI ziehen konnte. Will war für mich immer noch zu sehr Jace. Na gut, sie sind verwandt, vielleicht liegt es ja auch in den Genen. Da ich schon Jace mochte, war ich von Will ebenso begeistert. Mit seiner arroganten, aber charmanten Art hat er mich des öfteren zum lachen gebracht. Vor allem wenn er die größten Schriftsteller zitierte, obwohl es keinem interessierte oder die Situation völlig unpassend war. Auch wenn viel Jace in ihm steckt, hat sich seine Figur weiterentwickelt. Der Leser bekommt endlich einen Einblick darüber, warum er so geworden ist, wie er ist. Am Ende empfand ich wirklich Mitleid mit ihm und es hat mir sogar ein wenig das Herzchen gebrochen.

Tessa finde ich nach wie vor irgendwie nervig. Eigentlich macht sie nichts wirklich, außer hübsch aussehen und den beiden Jungs den Kopf zu verdrehen. Dass sie mit den Gefühlen von Will und Jem spielt, ging mir gehörig auf dem Keks. So eine Dreiergeschichte war völlig unnötig, hatte sich aber schon im ersten Teil abgezeichnet. Das Ende hatte bei mir dann noch einen kleinen Protestaufschrei ausgelöst. Also, Fräulein Gray, ein wenig mehr Entscheidungsfreudigkeit wäre ganz gut gekommen. Aber ich hätte mich auch nie im Leben entscheiden können ;) 

Eigentlich passiert in Clockwork Prince actionmäßig nicht allzu viel. Trotzdem schreibt Cassandra Clare so fesselnd, dass mir das nicht wirklich aufgefallen ist. Sie würzt die Geschichte an den richtigen Stellen und kreiert nebenbei noch faszinierende Figuren, die dem Leser ans Herz wachsen.  Das muss wohl der Grund gewesen sein, warum ich das Buch nie aus der Hand gelegt habe. Wenn Clare etwas kann, dann ist es den Figuren Leben einzuhauchen. Man will immer wissen, was Tessa denkt, was Will fühlt oder wie Charlotte es schafft, sich in einer Männerwelt durchzusetzen.
Auch wenn ich die Infernal Devices- Reihe nie so spannend finden werde, wie Clares Debüt, gefällt mir dieses Buch dennoch.

Mein Urteil

Gelungene Fortsetzung, die mir sogar noch viel besser gefallen hat als Clockwork Angel. Ich darf nun jetzt ein Jahr warten, eher ich den letzten Teil  in den Händen halten darf. Wer Fan von TMI ist oder auf Dreiergeschichten steht, dem sei das Buch zu empfehlen.


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