"Das Labyrinth des Fauns" - Wie mein Lieblingsfilm zum Buch wurde

Cherry

Pans Labyrinth ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Als ich ihn zum ersten Mal sah, war ich hin und weg, verzaubert und sprachlos. Ich hatte bis dahin nichts Vergleichbares gesehen und dieses Gefühl hält sich bis heute. Als ich dann von einer Zusammenarbeit mit Cornelia Funke las, die ein Buch zu dieser von mir so sehr geliebten Geschichte schreiben sollte, schrie mein inneres Fangirl auf vor Freude. Bereits die äußere Aufmachung des Romans ist ein Augenschmaus. Der Inhalt übertrifft diese aber noch.

Funke hält sich sehr streng an ihre filmische Vorlage, denn abgesehen von den Märchen, mit denen jedes Kapitel beginnt, wurden Szenen und Dialoge fast eins zu eins übernommen. In diesen Märchen jedoch zeigt die Autorin ihr altbekanntes Erzähltalent. Sie lässt uns mithilfe dieser Geschichten erfahren, was hinter der magischen Welt Del Toros steckt und macht sich so einen Teil der Erzählung zu eigen. Anfangs fand ich es etwas befremdlich, dass das Buch so nah am Film angesiedelt ist, doch wie Frau Funke in einem Brief an ihre Leser*innen selbst schrieb, fand sie das Werk des Regisseurs perfekt so wie es ist. Das kann ich nur unterschreiben, und auch wenn ich den Film in- und auswendig kenne, konnte der Roman doch ein weiteres Mal meine Liebe für ihn entfachen.

Die Verbindung aus Del Toros Idee, Funkes Text und den Illustrationen von Allen Williams ergaben für mich ein absolut rundes, kleines Meisterwerk. Im Nachhinein kann ich nicht einmal mehr sagen, ob man zuerst den Film sehen oder das Buch lesen sollte, da sie sich inhaltlich so sehr ähneln (im Zweifel aber immer das "Erstgeborene"). Es sollte doch jedem bewusst sein, dass Das Labyrinth des Fauns wesentlich düsterer ist als alle anderen Bücher der Autorin (selbst als Reckless). Deswegen kann ich den Roman erst ab einem Alter von 14 Jahren empfehlen. Wer den Film kennt, weiß wieso.


 

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