Gruselgarantie in "Die stillen Gefährten"

Cherry

Elsie, eine junge Witwe, die zum alten Landsitz ihres verstorbenen Mannes reist, um dort zu leben und sein Kind zu gebären, merkt bald, dass etwas in diesem Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Sägende Geräusche in der Nacht, sich öffnende Türen, die eigentlich verschlossen bleiben sollten und eben die namengebenden stillen Gefährten – menschengroße Holzaufsteller, die Personen aus der Vergangenheit abbilden – gehören nun zum Alltag der werdenden Mutter. Und bald muss sie sich die Frage stellen, ob sie langsam verrückt wird oder die Dorfbewohner*innen recht damit haben, dass sowohl die Familie Bainbridge als auch das Haus selbst großes Unglück bringen.

Ein düsteres Herrenhaus, dichter Nebel, der sich über die Ländereien ausbreitet und ein Fluch, der auf der Familie liegen soll … mehr braucht es eigentlich nicht, um mich in die richtige Stimmung für eine spannende Geistergeschichte zu versetzen. Das alles bringt auch Die stillen Gefährten mit sich und bescherte mir damit die Atmosphäre, die ich mir von einem Buch dieser Art wünsche. Ich habe den Roman wirklich gern gelesen, auch wenn ich mir schlussendlich nicht ganz sicher sein konnte, ob meine Theorien auch alle richtig waren. Einige Auflösungen waren zwar weniger überraschend, doch störte mich das bei der schaurigen Atmosphäre kaum. Ich denke jedoch, dass das Ende etwas ausgefeilter hätte sein können, da es zur aufgebauten Spannung der Handlung nicht ganz passen wollte. Trotzdem, ein tolles Buch, was besonders gut in die kalten, dunklen Jahreszeiten passt, damit man sich so richtig schön gruseln kann.

Auch wenn ich bei sonstigen Besprechungen eigentlich nicht darauf eingehe, möchte ich diesmal unbedingt die wunderschöne Aufmachung des Buches erwähnen. Mit der goldenen Schnittverzierung, der so gut passenden Covergestaltung und dem haptischen Vergnügen, das das komplette Produkt beschert, kann man nur von einem rundum gelungenen Leseerlebnis sprechen. Der Festa Verlag gibt sich bei der Herstellung seiner Horrorliteratur sehr viel Mühe, was man leider nicht von allen Verlagen behaupten kann. Für mich definitv ein Grund, ihn im Auge zu behalten.

 

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