
Love, Simon war genau das, was ich erwartet hatte: eine amüsante Teenagerkomödie über das Coming Out eines schwulen Jungen. Ich fand die Verfilmung dabei genauso gut wie die literarische Vorlage und habe mich manchmal sogar noch besser unterhalten gefühlt. Leider zeigt der Film dafür aber auch genau die gleichen Schwächen wie das Buch, ihm fehlt die Tiefe, um ernst genommen zu werden und vermittelt in meinen Augen auch nicht die Botschaft, die ich mir beim Thema gleichgeschlechtliche Liebe wünsche. Süß, ja, lustig, ja, kurzweilig, ja, aber wirklich aufwühlend? Nein. Zugegeben, das war wahrscheinlich weder das Anliegen der Autorin, noch der Filmemacher, aber genau das ist eben der Punkt, der für mich einen Film zu einem guten Film macht. Wer also gern etwas Ernsteres sehen mag, solle doch lieber Call me by your name schauen (Gänsehaut!!!), für etwas Niedliches zwischendurch reicht Love, Simon aber allemal.

