
Der Junge muss an die frische Luft ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches vom deutschen Komiker Hape Kerkeling. Warmherzig wird darin von der Kindheit Hapes erzählt, die mal ponyhofschön, mal regenwetterdüster war. Man sollte sich vorher mit dem Leben dieses Mannes beschäftigen, bevor man sich entscheidet, mit seinen Kindern ins Kino zu gehen (das ist jetzt kein Scherz, denn während des Films hat nicht nur eine Familie den Kinosaal wieder verlassen), denn auch wenn Kerkeling im Erwachsenenalter ein witziger Kerl ist, so schreiben seine jungen Jahre eine andere Geschichte. Und trotzdem schafft es der Film, ja vor allem Julius Weckauf als junger Hape, die Zuschauer*innen immer wieder zum Lachen zu bringen, selbst in sehr tragischen Momenten. Es ist schade, dass wir vom deutschen Kino so selten mit solchen Perlen beglückt werden, denn davon können wir wesentlich mehr gebrauchen. Dermaßen ehrliche Gefühle habe ich selten gesehen, was man natürlich auch Kerkeling gutschreiben muss, der den Mut hatte, seine Geschichte zu erzählen.








