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FILMGEDANKEN: Der Junge muss an die frische Luft | Astrid | Der Grinch | The Terror

Cherry

Der Junge muss an die frische Luft ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches vom deutschen Komiker Hape Kerkeling. Warmherzig wird darin von der Kindheit Hapes erzählt, die mal ponyhofschön, mal regenwetterdüster war. Man sollte sich vorher mit dem Leben dieses Mannes beschäftigen, bevor man sich entscheidet, mit seinen Kindern ins Kino zu gehen (das ist jetzt kein Scherz, denn während des Films hat nicht nur eine Familie den Kinosaal wieder verlassen), denn auch wenn Kerkeling im Erwachsenenalter ein witziger Kerl ist, so schreiben seine jungen Jahre eine andere Geschichte. Und trotzdem schafft es der Film, ja vor allem Julius Weckauf als junger Hape, die Zuschauer*innen immer wieder zum Lachen zu bringen, selbst in sehr tragischen Momenten. Es ist schade, dass wir vom deutschen Kino so selten mit solchen Perlen beglückt werden, denn davon können wir wesentlich mehr gebrauchen. Dermaßen ehrliche Gefühle habe ich selten gesehen, was man natürlich auch Kerkeling gutschreiben muss, der den Mut hatte, seine Geschichte zu erzählen.


FILMGEDANKEN: Love, Simon | Christopher Robin | Das Zeiträtsel | Am Strand

Cherry

Love, Simon war genau das, was ich erwartet hatte: eine amüsante Teenagerkomödie über das Coming Out eines schwulen Jungen. Ich fand die Verfilmung dabei genauso gut wie die literarische Vorlage und habe mich manchmal sogar noch besser unterhalten gefühlt. Leider zeigt der Film dafür aber auch genau die gleichen Schwächen wie das Buch, ihm fehlt die Tiefe, um ernst genommen zu werden und vermittelt in meinen Augen auch nicht die Botschaft, die ich mir beim Thema gleichgeschlechtliche Liebe wünsche. Süß, ja, lustig, ja, kurzweilig, ja, aber wirklich aufwühlend? Nein. Zugegeben, das war wahrscheinlich weder das Anliegen der Autorin, noch der Filmemacher, aber genau das ist eben der Punkt, der für mich einen Film zu einem guten Film macht. Wer also gern etwas Ernsteres sehen mag, solle doch lieber Call me by your name schauen (Gänsehaut!!!), für etwas Niedliches zwischendurch reicht Love, Simon aber allemal. 

FILMGEDANKEN: Letzendlich sind wir dem Universum egal | Your Name. | Goodbye Christopher Robin

Cherry
 
Anfangs sah es zwischen Letzendlich sind wir dem Universum egal und mir nicht gut aus. Schon nach den ersten Minuten gingen mir die auf Hochglanz polierten Schauspieler tierisch auf die Nerven und ich erwartete eine kitschige Liebesgeschichte, die dem Roman von David Levithan nicht ansatzweise gerecht werden würde. Als ich mich dann aber an die Tatsache gewöhnte, dass ich hier eigentlich eine Verfilmung von Letzendlich geht es nur um dich, also dem zweiten Teil der Reihe, vor der Nase hatte, wurde der Film Stück für Stück erträglicher. Trotzdem muss ich sagen, dass mir eine Erzählweise aus As Augen besser gefallen hätte, da mich Rihannon schon im Roman nicht von sich überzeugen konnte. Natürlich wäre das komplizierter gewesen, aber genau diesen Mut hätte ich mir gewünscht. So bleibt der Film eine Teenie-Romanze mit einem übersinnlichen Extra, was aber in meinen Augen nicht ernsthaft genug behandelt wurde.

FILMGEDANKEN (Young Edition):
Wunder | Die kleine Hexe | Paddington 2

Cherry

Wahnsinn, dass es schon wieder fast fünf Jahre her ist, dass ich Raquel Palacios Wunder verschlungen und gemocht habe. Es ist eines jener Bücher, die mir gut in Erinnerung geblieben sind, über deren Verfilmung ich allerdings etwas skeptisch war. Die Geschichte um den Jungen Auggie mit dem Treacher-Collins-Syndrom konnte in meinen Augen nämlich auch stark in die kitschige Schiene abdriften und so befürchtete ich, dass mir beim Schauen des Films doch alles ein wenig too much sein würde.

FILMGEDANKEN: Mord im
Orientexpress | ES | Schneemann

Cherry
 
Kenneth Branagh, Regisseur und Hauptdarsteller in der neuen Adaption zu Agatha Christies Mord im Orientexpress, hat wirklich versucht, alles aus der Geschichte rauszuholen, was möglich war, um sie kinotauglich zu machen. Die Zuschauer*innen erleben eine kleine Vorgeschichte, in der der Meisterermittler Hercule Poirot schon einmal probeweise einen Fall löst und sich als penible Person mit autistischen Zügen herausstellt; diverse Szenen werden mit ein wenig Action aufgeladen, damit keiner bei den vielen Dialogen einschlafen muss; ein paar der Figuren werden verändert, damit die Starbesetzung auch Sinn ergibt und voilà, schon sind die meisten Kinobesucher*innen zufrieden.

Filmgedanken: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Cherry

Vor sechs Jahren (!!!) las ich Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie und war von diesem Buch dermaßen geflasht, dass mir jetzt und hier kein besseres Wort als "geflasht" einfallen mag. Es ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich mich immer wieder frage, ob es mir jetzt, nach so vielen Jahren, immer noch gefallen würde. Trotzdem, ich bin eine offene Verfilmungskritikerin und befürchtete bei der Adaption das Schlimmste. Amerikanische Highschoolgeschichten neigen dazu, in Klischees auszuarten und dem Zuschauer nur das zu bieten, was er schon tausendmal gesehen hat. Dennoch, mein Interesse an der Umsetzung war zu groß, als dass ich den Film hätte unbeachtet lassen können...

Filmgedanken: Phantastische Tierwesen ... und wo sie zu finden sind

Cherry

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle wild drauf los schreiben und euch erzählen wie fantastisch dieser neue Film des Harry Potter-Univerums ist, doch beim Schauen hat sich herausgestellt, dass ich nicht ganz so begeistert bin, wie ich gehofft hatte. Natürlich ist es irgendwie HP, natürlich ist es irgendwie Rowling, aber ich persönlich musste mich erst einmal daran gewöhnen, nicht mehr Hogwarts oder eine sonstige Zaubererschule zu besuchen. Fantastic Beasts hat in meinen Augen jegliche Verbindung zu einem Kinderfilm verloren und reiht sich somit eher hinter die letzten HP-Filme ein, obwohl ich sogar soweit gehen würde, ihn nicht einmal mehr als "Familienfilm" durchgehen zu lassen. Ja, er mag oftmals witzig und heiter sein, dafür sind die düsteren Szenen umso kraftvoller (VSK 6 finde ich deshalb auch fragwürdig, aber nungut). Ich mochte diese schaurige Atmosphäre, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie nicht jedem gefällt. Nun aber mal etwas zu den wichtigsten Punkten...

FILMGEDANKEN: The Danish Girl | Ich und Earl und das Mädchen | Stolz und Vorurteil & Zombies

Cherry

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass ich The Danish Girl im Kino gesehen habe, doch auch wenn dieser Film nicht der beste aller Zeiten ist und sicherlich seine Schwächen hat, so gibt es doch einen einzigen großen Grund ihn zu sehen: Liebe. Ich bin kein Freund der typischen Liebesfilme mit Happy End und rosaroten Herzchen überall, aber es gibt Geschichten, die mich packen, die mich mitfiebern lassen und die so gut gespielt wurden, dass ich sie sogar glaube. Und ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine so ergreifende Liebe auf der Leinwand gesehen zu haben, wie die der Gerda Wegener (Alicia Vikander) zu ihrem Partner (Eddie Redmayne). 

FILMGEDANKEN: Macbeth|Am grünen Rand der Welt|Das Märchen der Märchen|Pan

Cherry
Aus früheren Filmgedanken-Posts konntet ihr ja bereits herauslesen, dass ich nicht nur gerne lese, sondern fast genauso gerne Filme schaue und ins Kino gehe. Doch wie sich so vieles auf diesem Blog verändert hat, so muss nun auch diese Kategorie etwas zurückstecken. Weniger Aufwand, mehr Inhalt in einem Post, nur noch einzelne Besprechungen, wenn ich Buch und Film gemeinsam rezensiere und natürlich nur Filme, die auch irgendetwas mit Literatur zu tun haben. Ihr werdet also in Zukunft auch weiterhin nicht von all meinen Kinobesuchen lesen müssen (nein, nein, das tu' ich euch nicht an :D ), sondern nur von denen, die im engeren oder weiteren Sinne etwas mit Büchern zu tun haben. In den letzten Monaten waren das genau diese vier...

¡Filmgedanken!: Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte

Cherry
Ach, wie sehr ist mir Narnia im Laufe der Zeit doch ans Herz gewachsen. Ewig wartete ich auf den dritten Film und wurde heute nun endlich belohnt (ja ich weiß, ich bin ganz schön spät ins Kino gegangen, aber manchmal kriegt man es halt nicht früher gebacken). Also, ab in den Saal, Popcorn und Cola in die Hand, 3D-Brille auf und genießen!

Dieses Mal treffen wir nicht auf alle bekannten Gesichter der beiden letzten Teile, sondern nur auf die der zwei jüngeren Geschwister. Peter und Susan sind in Amerika bei ihren Eltern, während Edmund zusammen mit der (jetzt nicht mehr so kleinen) Lucy bei ihrem Cousin Eustachius und dessen Eltern in England wohnen. Dieser ist ihnen allerdings nicht gut gesinnt und hofft auf ihre baldige Abreise. Er hält ihre Erzählungen von Narnia für alberne Märchen und ärgert sie, wann er nur kann. Doch dann ändert sich alles, denn die drei kommen mit Hilfe eines Gemäldes wieder zurück nach Narnia, wo sie ihrem alten Freund Kaspian helfen einem unnatürlichen und bösen Nebel auf die Schliche zu kommen.